Rund um Friedrichshafen
Ein Haushalt, der Freude bereitet
Der Grund, warum Immenstaad das neue Jahr relativ entspannt angehen kann, liegt im alten. 2011 habe sich deutlich positiver entwickelt als erwartet, sagte Bürgermeister Jürgen Beisswenger. Weil die Einnahmen deutlich stiegen, konnte die Gemeinde auf 1,4 Millionen Euro Kredite verzichten und sogar noch die Rücklage mit mehr als einer Million Euro füttern. Gute Startbedingungen für 2012, indem dem das Land die Gemeinden zusätzlich bei den Kinderbetreuungskosten entlastet . „Wir werden keine Steuer- oder Gebührenanpassungen vornehmen müssen, brauchen keine neuen Kredite aufnehmen und können sogar 350 000 Euro als Stammkapital für eine Netzeigentumsgemeinschaft auf die hohe Kante legen“, sagte der Bürgermeister. Bleibe zu hoffen, dass die Konjunktur keinen Rückschlag erleide.
Personalausgaben steigen
Kämmerer Herrmann stellte die Eckdaten des Haushalts vor. Mit 17,7 Millionen Euro steigt das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um eine Million. Im Verwaltungshaushalt werden 12,7 Millionen Euro bewegt, im Vermögenshaushalt 1,7 Millionen Euro. Mit einem Anteil von 35 Prozent (bereinigt) belaufen sich die Personalausgaben auf 4,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr steigen sie um 4,4 Prozent, was zum einen auf Tarif- und Besoldungserhöhungen, zum anderen auf Neueinstellungen im Krippenbereich zurückzuführen ist. Der Aufwand an Gebäudeunterhaltung steigt um 192 700 Euro auf 427 100 Euro.
Für den laufenden Betrieb des Aquastaad, das einen Kostendeckungsgrad von 28 Prozent aufweist, schießt die Gemeinde 792 630 Euro zu. Im Kindergartenbereich stehen den Ausgaben in Höhe von 2,2 Millionen Einnahmen von 1,1 Millionen Euro gegenüber, was einem Kostendeckungsgrad von 51 Prozent entspricht. Auch das Bestattungswesen und der Fremdenverkehr sind defizitär. Beim Friedhof stehen Ausgaben von 187 700 Euro Einnahmen von 65 000 Euro gegenüber, im Tourismus ergeben sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen ein Saldo von minus 470 696 Euro, was einer Kostendeckung von 54 Prozent entspricht. Lediglich die Abwasserbeseitigung macht ein Plus von 81 820 Euro und weist damit eine Kostendeckung von rund 106 Prozent auf.
Im Vermögenshaushalt bildet die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs vom Typ HLF 20/16 mit 370 000 Euro die größte Einzelinvestition, gefolgt von der oben genannten Kapitaleinlage für eine noch zu gründende Netzeigentumsgesellschaft in Höhe von 350 000 Euro. Mit einer Schlussrate von 241 00 Euro wird die Ortskernsanierung 2012 vollständig abgewickelt, wobei auch Mittel für die Neugestaltung der alten Musikterrasse enthalten sind.
Schuldenstand sinkt
Mit einem Schuldenstand in Höhe von 724 375 Euro (entspricht 119 Euro pro Einwohner) rangiert Immenstaad weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Gemeinde im Land (liegt bei 408 Euro pro Kopf). Im Ausblick auf die künftigen Aufgaben verpasste Herrmann dem seit Jahren in der Schublade schlummernden Projekt „neue Sporthalle“ gleich fünf Fragezeichen. In der Investitionsplanung bis 2015 taucht sie nicht mehr auf. Absolute Priorität legt die Verwaltung auf „Pflichtaufgaben“ vor „Freiwilligkeitsleistungen“. Der Kämmerer sieht diese im Unterhalt von Straßen und Gebäuden, bei der Feuerwehr, im Grunderwerb und der Gemeindeentwicklung – „ein großes Thema in den nächsten Jahren“.
(Erschienen: 07.02.2012 19:10)
Der Grund, warum Immenstaad das neue Jahr relativ entspannt angehen kann, liegt im alten. 2011 habe sich deutlich positiver entwickelt als erwartet, sagte Bürgermeister Jürgen Beisswenger. Weil die Einnahmen deutlich stiegen, konnte die Gemeinde auf 1,4 Millionen Euro Kredite verzichten und sogar noch die Rücklage mit mehr als einer Million Euro füttern. Gute Startbedingungen für 2012, indem dem das Land die Gemeinden zusätzlich bei den Kinderbetreuungskosten entlastet . „Wir werden keine Steuer- oder Gebührenanpassungen vornehmen müssen, brauchen keine neuen Kredite aufnehmen und können sogar 350 000 Euro als Stammkapital für eine Netzeigentumsgemeinschaft auf die hohe Kante legen“, sagte der Bürgermeister. Bleibe zu hoffen, dass die Konjunktur keinen Rückschlag erleide.
Personalausgaben steigen
Kämmerer Herrmann stellte die Eckdaten des Haushalts vor. Mit 17,7 Millionen Euro steigt das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um eine Million. Im Verwaltungshaushalt werden 12,7 Millionen Euro bewegt, im Vermögenshaushalt 1,7 Millionen Euro. Mit einem Anteil von 35 Prozent (bereinigt) belaufen sich die Personalausgaben auf 4,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr steigen sie um 4,4 Prozent, was zum einen auf Tarif- und Besoldungserhöhungen, zum anderen auf Neueinstellungen im Krippenbereich zurückzuführen ist. Der Aufwand an Gebäudeunterhaltung steigt um 192 700 Euro auf 427 100 Euro.
Für den laufenden Betrieb des Aquastaad, das einen Kostendeckungsgrad von 28 Prozent aufweist, schießt die Gemeinde 792 630 Euro zu. Im Kindergartenbereich stehen den Ausgaben in Höhe von 2,2 Millionen Einnahmen von 1,1 Millionen Euro gegenüber, was einem Kostendeckungsgrad von 51 Prozent entspricht. Auch das Bestattungswesen und der Fremdenverkehr sind defizitär. Beim Friedhof stehen Ausgaben von 187 700 Euro Einnahmen von 65 000 Euro gegenüber, im Tourismus ergeben sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen ein Saldo von minus 470 696 Euro, was einer Kostendeckung von 54 Prozent entspricht. Lediglich die Abwasserbeseitigung macht ein Plus von 81 820 Euro und weist damit eine Kostendeckung von rund 106 Prozent auf.
Im Vermögenshaushalt bildet die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs vom Typ HLF 20/16 mit 370 000 Euro die größte Einzelinvestition, gefolgt von der oben genannten Kapitaleinlage für eine noch zu gründende Netzeigentumsgesellschaft in Höhe von 350 000 Euro. Mit einer Schlussrate von 241 00 Euro wird die Ortskernsanierung 2012 vollständig abgewickelt, wobei auch Mittel für die Neugestaltung der alten Musikterrasse enthalten sind.
Schuldenstand sinkt
Mit einem Schuldenstand in Höhe von 724 375 Euro (entspricht 119 Euro pro Einwohner) rangiert Immenstaad weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Gemeinde im Land (liegt bei 408 Euro pro Kopf). Im Ausblick auf die künftigen Aufgaben verpasste Herrmann dem seit Jahren in der Schublade schlummernden Projekt „neue Sporthalle“ gleich fünf Fragezeichen. In der Investitionsplanung bis 2015 taucht sie nicht mehr auf. Absolute Priorität legt die Verwaltung auf „Pflichtaufgaben“ vor „Freiwilligkeitsleistungen“. Der Kämmerer sieht diese im Unterhalt von Straßen und Gebäuden, bei der Feuerwehr, im Grunderwerb und der Gemeindeentwicklung – „ein großes Thema in den nächsten Jahren“.
(Erschienen: 07.02.2012 19:10)





































