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CDU schickt Monika Stolz mit 95 Prozent ins Rennen

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (links) gratuliert Monika Stolz zu ihrem 95-Prozent-Ergebnis.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan (links) gratuliert Monika Stolz zu ihrem 95-Prozent-Ergebnis.

Ulm-Gögglingen / obe Die CDU geht im Wahlkreis Ulm mit ihrer bisherigen Abgeordneten Monika Stolz in die Landtagswahl am 27. März 2011. Die Landessozialministerin erhielt bei der Nominierungsversammlung in Gögglingen am Freitag 161von 169 Stimmen - das sind 95 Prozent. Zur Ersatzbewerberin wählte die CDU-Basis Irene Paal aus Erbach-Ersingen.

Monika Stolz, gelernte Volkswirtin und Ärztin und Mutter von vier Kindern vertritt den Wahlkreis Ulm seit 2001 im Stuttgarter Landtag. Seit Februar 2006 gehört die 58-Jährige der Landesregierung als Ministerin für Gesundheit und Soziales an. Vor ihrer landespolitischen Karriere saß Stolz 16 Jahre für die Union im Ulmer Gemeinderat, davon acht Jahre als Fraktionsvorsitzende.

„Ich bin stolz auf meinen Wahlkreis“, sagte die CDU-Politikerin zu Beginn ihrer gut halbstündigen Bewerbungsrede. Gerade Ulm mit seiner Wissenschaftsstadt und seinem wirtschaftlich starken Umland habe gute Chancen, die schwerste Krise der Nachkriegszeit zu meistern. Stolz kündigte an, die Landesregierung wolle die Ganztagesbetreuung für unter Dreijährige „in fairer Partnerschaft mit den Kommunen“ weiter ausbauen. Allein die Stadt Ulm erhalte 1,3 Millionen Euro vom Land für neue Krippenplätze.

Die Ministerin lobte den beispielhaften Regierungswechsel in Stuttgart von Oettinger zum neuen Ministerpräsidenten Mappus: „So reibungslos und ganz ohne Knatsch ist das sonst noch nie gelungen.“ Scharf distanzierte sich Stolz von „der unsäglichen Hartz-IV-Debatte, wie sie die FDP losgetreten hat.“ Die CDU als Volkspartei müsse die Diskussion um den Sozialstaat verantwortlich führen, sagte die Christdemokratin und fügte hinzu: „Die FDP kann dabei kein Maßstab sein.“ Sie selber lasse sich in der Politik von den Prinzipien der katholischen Soziallehre leiten, deren Kernbegriffe Menschenwürde, Gerechtigkeit, Solidarität und Subsidiarität sind.

Auch die Ulmer CDU-Bundestagsabgeordnete, Bundesbildungsministerin Annette Schavan, attackierte in ihrem „Bericht aus Berlin“ den „Wunschkoalitionspartner FDP“. Seit Augustinus sei Gerechtigkeit im Staat ein hohes Gut, „und deshalb verbietet sich hier maßlose Rhetorik und der Appell an niedere Instinkte“, wetterte die gelernte Theologin in Richtung FDP-Chef Westerwelle.

Während Monika Stolz keinen Mitbewerber hatte, konnten die CDU-Mitglieder bei der Wahl der Ersatzbewerberin unter zwei Kandidatinnen wählen: Der Ulmerin Barbara Münch und der Erbacherin Irene Paal. Mit 115 Stimmen setzte sich Paal klar gegen Münch durch, für die nur 52 Mitglieder votierten.

(Erschienen: 14.03.2010 19:00)

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