Stadtnachrichten Ulm
Umzug von Media Markt in die Glacis-Galerie bringt Händler in Bedrängnis
Allerdings nur hinter vorgehaltener Hand. Denn die dort ansässigen Geschäfte sind allesamt Filialen großer Unternehmen, die jegliche Aussagen nur in geschliffener Form von Presseabteilungen veröffentlicht sehen wollen. Und welcher Händler gibt schon gerne zu, dass er alleine kaum überlebensfähig ist? So heißt es etwa aus der Dehner-Zentrale: „Wir Vertrauen auf unsere Stärke und den Kundenstamm.“
Klar ist aber: Media Markt eröffnete vor 20 Jahren buchstäblich auf der grünen Wiese und begründete so erst diesen Handelsstandort an der Europastraße. Wenn der Elektroriese wieder geht, bleibt ein Loch zurück. Denn bis heute ist Media Markt der größte Kundenmagnet für Siemes Schuhe, Mc Donald's und den Dehner Gartenmarkt. Bereits zum 20-Jahr-Jubiläum des Elektrofachmarkts im vergangenen Jahr kündigte der geschäftsführende Gesellschafter Uwe Poul an, dass eine energetische Sanierung des Gebäudes anstehe. Die wird nach dem Auszug 2013 wohl der nachfolgende Mieter übernehmen.
Wenn denn einer gefunden wird. „Es wird sicherlich enorm schwierig für diese Räume einen Mieter zu finden“, sagt Immobilienmakler Martin Tentschert von Tentschert Immobilien über die frei werdenden 4600 Quadratmeter. Zumal es in Neu-Ulm ohnehin ein Überangebot an gewerblich genutzten Immobilien gebe. Die Otto-Hahn-Straße könnte also zur nächsten Problemzone für Neu-Ulm werden.
Mit der Eröffnung der Glacis Galerie, so ist Tentschert überzeugt, komme das endgültige Aus für Neu-Ulms einstiges Vorzeigeeinkaufszentrum. Mit dem Bau der „Glacis Galerie“ auf dem Bahnhofsgelände kommt Bewegung in die städtische Struktur Neu-Ulms. Dass die Innenstadt profitiert und andere Randlagen verlieren, stellten Neu-Ulmer Stadtplaner schriftlich bereits im Bebauungsplan fest. Ein Auszug: „Die aus städtebaulicher Sicht nicht wünschenswerte Dominanz des Einzelhandels in Gewerbegebietslage kann nachhaltig zugunsten der Innenstadt korrigiert werden.“ Der „offenkundige Niedergang“ des Mutschler Centers könne so kompensiert werden.
(Erschienen: 27.01.2011 20:20)
Allerdings nur hinter vorgehaltener Hand. Denn die dort ansässigen Geschäfte sind allesamt Filialen großer Unternehmen, die jegliche Aussagen nur in geschliffener Form von Presseabteilungen veröffentlicht sehen wollen. Und welcher Händler gibt schon gerne zu, dass er alleine kaum überlebensfähig ist? So heißt es etwa aus der Dehner-Zentrale: „Wir Vertrauen auf unsere Stärke und den Kundenstamm.“
Klar ist aber: Media Markt eröffnete vor 20 Jahren buchstäblich auf der grünen Wiese und begründete so erst diesen Handelsstandort an der Europastraße. Wenn der Elektroriese wieder geht, bleibt ein Loch zurück. Denn bis heute ist Media Markt der größte Kundenmagnet für Siemes Schuhe, Mc Donald's und den Dehner Gartenmarkt. Bereits zum 20-Jahr-Jubiläum des Elektrofachmarkts im vergangenen Jahr kündigte der geschäftsführende Gesellschafter Uwe Poul an, dass eine energetische Sanierung des Gebäudes anstehe. Die wird nach dem Auszug 2013 wohl der nachfolgende Mieter übernehmen.
Wenn denn einer gefunden wird. „Es wird sicherlich enorm schwierig für diese Räume einen Mieter zu finden“, sagt Immobilienmakler Martin Tentschert von Tentschert Immobilien über die frei werdenden 4600 Quadratmeter. Zumal es in Neu-Ulm ohnehin ein Überangebot an gewerblich genutzten Immobilien gebe. Die Otto-Hahn-Straße könnte also zur nächsten Problemzone für Neu-Ulm werden.
Mit der Eröffnung der Glacis Galerie, so ist Tentschert überzeugt, komme das endgültige Aus für Neu-Ulms einstiges Vorzeigeeinkaufszentrum. Mit dem Bau der „Glacis Galerie“ auf dem Bahnhofsgelände kommt Bewegung in die städtische Struktur Neu-Ulms. Dass die Innenstadt profitiert und andere Randlagen verlieren, stellten Neu-Ulmer Stadtplaner schriftlich bereits im Bebauungsplan fest. Ein Auszug: „Die aus städtebaulicher Sicht nicht wünschenswerte Dominanz des Einzelhandels in Gewerbegebietslage kann nachhaltig zugunsten der Innenstadt korrigiert werden.“ Der „offenkundige Niedergang“ des Mutschler Centers könne so kompensiert werden.
(Erschienen: 27.01.2011 20:20)































