Stadtnachrichten Ulm
Schavan wirbt für ihr Deutschland-Stipendium
„Wir wollen in Deutschland eine Stipendien-Kultur schaffen – endlich“, sagte Schavan bei einem Pressegespräch vor der Vollversammlung. Nach den Worten der Bildungsministerin ist es besonders wichtig, dass neben dem Bafög, das abhängig vom Einkommen der Eltern bezahlt wird, auch ein einkommens-unabhängiges Stipendien-Programm zur Verfügung steht.
Als Stipendien-Geber hat Schavan vor allem zwei Gruppen im Blick – Unternehmen und ehemalige Hochschul-absolventen, die inzwischen gutes Geld verdienen. Wer in den Genuss eines solchen Deutschland-Stipendiums kommt, entscheiden die Hochschulen nach Leistungs-Kriterien. Die Besten aus möglichst vielen Studiengängen sollen unterstützt werden. Die Firmen, die Geld für Stipendien bereit stellen, können zwar Wünsche anmelden, in welche Studiengänge die Unterstützung fließt, doch mindestens ein Drittel der Stipendien muss frei verfügbar bleiben. Darauf legte gestern auch Annette Schavan Wert: „Die Idee ist nicht, bestimmte Fächer zu fördern, sondern jungen Menschen das Studium zu ermöglichen.“
Die CDU-Politikerin will mit dieser Regelung verhindern, dass nur wirtschaftsnahe Studiengänge von den Stipendien profitieren, die Geisteswissenschaften aber außen vor bleiben. Im ersten Jahr sollen 0,5 Prozent aller Studierenden von dem neuen Programm profitieren, am Ende sollen es acht Prozent sein. Geld ist im Haushalt des Ministeriums genügend vorhanden – „das können am Ende auch 60 bis 70 Millionen Euro jährlich sein“, sagte Schavan.
IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle begrüßte gestern das Deutschland-Stipendium ausdrücklich. „Es geht darum, die Bildungschancen junger Menschen zu verbessern“, sagte Sälzle, deshalb werbe auch die IHK unter ihren Mitgliedsfirmen für das Programm. Auch die Vertreter der Hochschulen, Prof. Ulrich Stadtmüller von der Uni Ulm, Prof. Achim Bubenzer von der Hochschule Ulm und Prof. Norbert Büchter von der Hochschule Biberach lobten die Ministerin für ihren Vorstoß. Bislang seien die Erfahrungen der Uni mit den Unternehmen auf diesem Gebiet eher frustrierend gewesen, sagte Stadtmüller, deshalb sei es wichtig, „dass wir da weiter bohren“.
(Erschienen: 13.07.2011 12:30)
„Wir wollen in Deutschland eine Stipendien-Kultur schaffen – endlich“, sagte Schavan bei einem Pressegespräch vor der Vollversammlung. Nach den Worten der Bildungsministerin ist es besonders wichtig, dass neben dem Bafög, das abhängig vom Einkommen der Eltern bezahlt wird, auch ein einkommens-unabhängiges Stipendien-Programm zur Verfügung steht.
Als Stipendien-Geber hat Schavan vor allem zwei Gruppen im Blick – Unternehmen und ehemalige Hochschul-absolventen, die inzwischen gutes Geld verdienen. Wer in den Genuss eines solchen Deutschland-Stipendiums kommt, entscheiden die Hochschulen nach Leistungs-Kriterien. Die Besten aus möglichst vielen Studiengängen sollen unterstützt werden. Die Firmen, die Geld für Stipendien bereit stellen, können zwar Wünsche anmelden, in welche Studiengänge die Unterstützung fließt, doch mindestens ein Drittel der Stipendien muss frei verfügbar bleiben. Darauf legte gestern auch Annette Schavan Wert: „Die Idee ist nicht, bestimmte Fächer zu fördern, sondern jungen Menschen das Studium zu ermöglichen.“
Die CDU-Politikerin will mit dieser Regelung verhindern, dass nur wirtschaftsnahe Studiengänge von den Stipendien profitieren, die Geisteswissenschaften aber außen vor bleiben. Im ersten Jahr sollen 0,5 Prozent aller Studierenden von dem neuen Programm profitieren, am Ende sollen es acht Prozent sein. Geld ist im Haushalt des Ministeriums genügend vorhanden – „das können am Ende auch 60 bis 70 Millionen Euro jährlich sein“, sagte Schavan.
IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle begrüßte gestern das Deutschland-Stipendium ausdrücklich. „Es geht darum, die Bildungschancen junger Menschen zu verbessern“, sagte Sälzle, deshalb werbe auch die IHK unter ihren Mitgliedsfirmen für das Programm. Auch die Vertreter der Hochschulen, Prof. Ulrich Stadtmüller von der Uni Ulm, Prof. Achim Bubenzer von der Hochschule Ulm und Prof. Norbert Büchter von der Hochschule Biberach lobten die Ministerin für ihren Vorstoß. Bislang seien die Erfahrungen der Uni mit den Unternehmen auf diesem Gebiet eher frustrierend gewesen, sagte Stadtmüller, deshalb sei es wichtig, „dass wir da weiter bohren“.
(Erschienen: 13.07.2011 12:30)































