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Initiative ruft zu Mahnwache für Neonazi-Opfer auf

Ulm/Neu-Ulm / sz Die Ulmer Initiative „Gedenken an die Opfer rassistischer Gewalt“ ruft für den kommenden Samstag, 26. November, von 15.30 bis 16.30 Uhr zu einer Mahnwache beim Einstein-Denkmal in der Ulmer Bahnhofstraße auf. Dabei will die Gruppe der zehn Opfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ gedenken – stellvertretend für viele andere Opfer rassistischer Gewalt.

„Angesichts der neuen Dimension des rechten Terrors in Deutschland ist die Zivilgesellschaft – sind auch wir in Ulm – aufgerufen und gefordert, ein Zeichen zu setzen für eine solidarische Gesellschaft und gegen Rassismus“, sagt Nicola Wenge, Leiterin des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg. Lothar Heusohn von der Ulmer Volkshochschule ergänzt: „Wir alle sind gefragt, uns rechtsextremen Tendenzen und Taten entgegenzustellen. Kritische Geschichtsaufarbeitung und Sensibilisierung für die Gefahren des aktuellen Rechtsextremismus, der seine Menschenverachtung aus der Vergangenheit bezieht, sind notwendiger denn je. Wir setzen in Ulm ein Zeichen für das friedliche Miteinander der Menschen unterschiedlicher Herkunft in diesem Land – in dieser Stadt.“

(Erschienen: 24.11.2011 20:25)

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