Stadtnachrichten Ulm
Fasnet: Vier Stunden springen Narren durch Ulm

Das protestantisch geprägte Ulm gilt nicht gerade als Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Doch was den jährlichen Narrensprung angeht, können die Ulmer inzwischen mit mancher närrischen Traditionsstadt mithalten. Mit 139 teilnehmenden Zünften und Musikgruppen hat der von der Ulmer Narrenzunft organisierte Umzug jedoch allmählich die Grenzen des Wachstums erreicht und vielleicht sogar schon überschritten.
Manche Väter und Mütter, die gestern mit ihren Sprösslingen am Straßenrand den närrischen Lindwurm vom Zeughausgelände bis zum Münsterplatz verfolgten, mussten vorzeitig kapitulieren, weil Kinder erfahrungsgemäß keine vier Stunden stehend durchhalten. „Nach zwei Stunden ist es mit den Kids vorbei“, gab ein entnervter Vater vorzeitig auf – zu diesem Zeitpunkt war gerade einmal die Hälfte der Hästräger und Musikanten vorbeigezogen.
Bereits um 13 Uhr hatte sich der Zug vor dem Zeughaus in Bewegung gesetzt, erst kurz vor 17 Uhr bildeten die Maskenträger der Ulmer Narrenzunft den Schlusspunkt. Dazwischen gab es das ganze Spektrum schwäbisch-alemannischer Straßenfasnet zu sehen und zu hören. Die Zünfte kamen aus der näheren Umgebung Ulms, aber auch vom Bodensee, aus dem Schwarzwald und von der Ostalb. Von Kornwestheim bis Konstanz, von St. Georgen bis Oberkochen waren Hästräger sowie Fanfarenzüge, Musikkapellen und Guggenmusiken an die Donau gereist.
So hallten gestern die unterschiedlichsten Narren-Rufe durch die Straßen und Gassen der Münsterstadt – vom klassischen „Horig, horig, horig ischt dia Katz“ der Narrenzunft Gammertingen über das eher derbe „Kraut Scheißer“ der gleichnamigen Narrenzunft aus Unterhausen bis zum „Zong raus“ der veranstaltenden Ulmer Narrenzunft. Immer dann, wenn sich die Hästräger mit ihren Schellen im Rhythmus der Musik vorwärts bewegten, kam unter den Zuschauern am Straßenrand richtig Stimmung auf.
(Erschienen: 06.02.2011 19:50)

Das protestantisch geprägte Ulm gilt nicht gerade als Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Doch was den jährlichen Narrensprung angeht, können die Ulmer inzwischen mit mancher närrischen Traditionsstadt mithalten. Mit 139 teilnehmenden Zünften und Musikgruppen hat der von der Ulmer Narrenzunft organisierte Umzug jedoch allmählich die Grenzen des Wachstums erreicht und vielleicht sogar schon überschritten.
Manche Väter und Mütter, die gestern mit ihren Sprösslingen am Straßenrand den närrischen Lindwurm vom Zeughausgelände bis zum Münsterplatz verfolgten, mussten vorzeitig kapitulieren, weil Kinder erfahrungsgemäß keine vier Stunden stehend durchhalten. „Nach zwei Stunden ist es mit den Kids vorbei“, gab ein entnervter Vater vorzeitig auf – zu diesem Zeitpunkt war gerade einmal die Hälfte der Hästräger und Musikanten vorbeigezogen.
Bereits um 13 Uhr hatte sich der Zug vor dem Zeughaus in Bewegung gesetzt, erst kurz vor 17 Uhr bildeten die Maskenträger der Ulmer Narrenzunft den Schlusspunkt. Dazwischen gab es das ganze Spektrum schwäbisch-alemannischer Straßenfasnet zu sehen und zu hören. Die Zünfte kamen aus der näheren Umgebung Ulms, aber auch vom Bodensee, aus dem Schwarzwald und von der Ostalb. Von Kornwestheim bis Konstanz, von St. Georgen bis Oberkochen waren Hästräger sowie Fanfarenzüge, Musikkapellen und Guggenmusiken an die Donau gereist.
So hallten gestern die unterschiedlichsten Narren-Rufe durch die Straßen und Gassen der Münsterstadt – vom klassischen „Horig, horig, horig ischt dia Katz“ der Narrenzunft Gammertingen über das eher derbe „Kraut Scheißer“ der gleichnamigen Narrenzunft aus Unterhausen bis zum „Zong raus“ der veranstaltenden Ulmer Narrenzunft. Immer dann, wenn sich die Hästräger mit ihren Schellen im Rhythmus der Musik vorwärts bewegten, kam unter den Zuschauern am Straßenrand richtig Stimmung auf.
(Erschienen: 06.02.2011 19:50)






























