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Annette Schavan erhält 96 Prozent Zustimmung

CDU-Kreisverband nominiert die unter Druck stehende Ministerin mit überwältigender Mehrheit zur Bundestags-Kandidatin – Stehende Ovationen für die 57-Jährige
Im Blitzlichtgewitter der Fotografen nahm Annette Schavan (mit Blumenstrauß) nach ihrer Nominierung die Ovationen der CDU-Mitglieder in der Egginger Mehrzweckhalle entgegen.
Im Blitzlichtgewitter der Fotografen nahm Annette Schavan (mit Blumenstrauß) nach ihrer Nominierung die Ovationen der CDU-Mitglieder in der Egginger Mehrzweckhalle entgegen. (Foto: Martina Dach)

Von Otto Benz

Ulm-Eggingen / sz Traumergebnis für Annette Schavan: Mit 96 Prozent der Stimmen hat der CDU-Kreisverband Alb-Donau/Ulm am Freitagabend in der Egginger Mehrzweckhalle die wegen der Plagiatsvorwürfe gegen ihre Doktorarbeit unter Druck geratene Bundesbildungsministerin als Direktkandidatin für die Bundestagswahl im September aufgestellt.

Von den 307 Mitgliedern stimmten in geheimer Wahl 294 für Schavan, zehn mit Nein und drei enthielten sich. Die 57-jährige Ministerin hatte keinen Gegenkandidaten. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses um 21.45 Uhr wurde Schavan von den Mitgliedern mit minutenlangen, stehenden Ovationen gefeiert.

Vor vier Jahren musste sich die seit 2005 als direkt gewählte Ulmer Abgeordnete im Bundestag sitzende Politikerin bei drei Gegenkandidaten noch mit mageren 57 Prozent Zustimmung begnügen, diesmal stand die Parteibasis nahezu geschlossen hinter ihr. Schon nach ihrer Bewerbungsrede wurde Schavan von den gut 300 CDU-Mitgliedern in der voll besetzten Egginger Mehrzweckhalle stürmisch gefeiert – und die ansonsten eher zurückhaltende Politikerin nahm den Beifall ihrer Parteifreunde auf einem Stuhl stehend entgegen.

Hat Schavan abgeschrieben?
Kollegen stützen Schavan
Kreis-CDU steht hinter Schavan

Die 96 Prozent Zustimmung quittierte die sichtlich gerührte Politikerin im Blitzlicht-Gewitter der Fotografen und umringt von zahlreichen Kameras und Fernsehteams am Ende so: „Ich danke sehr für das große Vertrauen, ich bin darüber einfach nur glücklich.“

Noch am Dienstag musste die Christdemokratin einen Tiefschlag einstecken: Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf beschloss bei nur einer Enthaltung, gegen die Bundesbildungsministerin ein Verfahren einzuleiten mit dem Ziel, ihr den 1980 erworbenen Doktor-Titel wegen zahlreicher Verstöße gegen wissenschaftliche Standards zu entziehen. Die Nominierungsversammlung in Eggingen zog deshalb ein gewaltiges Medieninteresse auf sich.

Die seit acht Monaten gegen die Plagiats-Vorwürfe ankämpfende Politikerin ging nur kurz auf das Reizthema ein. Sie habe mit vielen Fachwissenschaftlern über ihre Dissertation gesprochen und sei dabei in ihrer Haltung bestärkt worden: „Ich habe nicht abgeschrieben und schon gar nicht gefälscht.“ Sie setze deshalb weiterhin auf ein faires und ergebnisoffenes Verfahren der Uni Düsseldorf.

(Aktualisiert: 26.01.2013 10:41)

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