Rund um Schelklingen
Bei den Huskys haben die Mädels das Sagen
Mit einem Hollywood-Film fing alles an: Vor Jahren sah Richter den Streifen „Acht Helden auf vier Pfoten“ mit Husky-Schlittenhunden in den Hauptrollen. Für Richter muss es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, denn von diesem Zeitpunkt an sammelte er alle Informationen, die er über die Hunde finden konnte. Nach Jahren der Vorbereitung schritt Richter zur Tat und besorgte sich seine ersten beiden Huskys. Hobby wird zum Beruf
Innerhalb eines Jahres wuchs das Husky-Rudel auf die stolze Größe von zehn Hunden an, und Richter machte sein Hobby zum Beruf. Zur Angebotspalette des Schlittenhundehofs zählen Husky-Wanderungen, Fotoshootings, Firmenevents und tiergestützte Therapie. Kinder erleben mit der zutraulichen und verschmusten Hundefamilie ganz besondere Geburtstage. Huskys sind alles andere als Haus- und Schoßhunde: Tägliche Trainingseinheiten mit Touren von vier bis zehn Stunden gehören zur Routine. Ein Husky ist in der Lage, das Neunfache seines Körpergewichts zu ziehen. Wie Hochleistungssportler werden die Hunde nach dem Training massiert, geknetet und verwöhnt.
Richters früherer Beruf war Soldat. Während bei der Bundeswehr der Gehorsam auf Befehle im Mittelpunkt steht, arbeiten Huskys ausschließlich als Teamspieler. „Dominanz bringt bei den Hunden gar nichts. Dann stellen sie sich stur“, berichtet Richter aus eigener Erfahrung.
„Wenn man mit dem Gespann mitten im kalten Wald steht und die Hunde sich nicht mehr rühren wollen, dann kommen einem schon mal die Tränen“, so der Hundefan. Bei der Arbeit mit den Huskys geht es laut Richter um gegenseitiges Vertrauen: „Oftmals sehe ich im Nebel die ersten Hunde im Gespann nicht mehr. Ich muss mich dann voll darauf verlassen können, dass sie den richtigen Weg einschlagen.“
Inzwischen besteht die Husky-Großfamilie aus fünfzehn Mitgliedern. „Die vier Welpen sind jetzt schon schneller als wir laufen können“, so Richter. Dennoch ziehen sie noch nicht im Gespann mit. Wo vorher nur zwei Weibchen zum Rudel gehörten, bekommen diese jetzt Unterstützung: Drei der vier Welpen sind Mädels. „Hündinnen geben beiden Huskys von Natur aus den Ton an“, merkt Richter an.
Deutlich sichtbar wird das zum Beispiel bei der Fütterung: Rudelchefin Leila signalisiert den anderen Hunden, wer beim nächsten Brocken Fleisch zuschnappen darf. Ob sich allerdings auch die drei jungen Hündinnen in Zukunft derart von Leila unterbuttern lassen wie ihre männlichen Kollegen, werden die nächsten Monate zeigen.
(Erschienen: 27.01.2012 20:45)
Mit einem Hollywood-Film fing alles an: Vor Jahren sah Richter den Streifen „Acht Helden auf vier Pfoten“ mit Husky-Schlittenhunden in den Hauptrollen. Für Richter muss es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, denn von diesem Zeitpunkt an sammelte er alle Informationen, die er über die Hunde finden konnte. Nach Jahren der Vorbereitung schritt Richter zur Tat und besorgte sich seine ersten beiden Huskys. Hobby wird zum Beruf
Innerhalb eines Jahres wuchs das Husky-Rudel auf die stolze Größe von zehn Hunden an, und Richter machte sein Hobby zum Beruf. Zur Angebotspalette des Schlittenhundehofs zählen Husky-Wanderungen, Fotoshootings, Firmenevents und tiergestützte Therapie. Kinder erleben mit der zutraulichen und verschmusten Hundefamilie ganz besondere Geburtstage. Huskys sind alles andere als Haus- und Schoßhunde: Tägliche Trainingseinheiten mit Touren von vier bis zehn Stunden gehören zur Routine. Ein Husky ist in der Lage, das Neunfache seines Körpergewichts zu ziehen. Wie Hochleistungssportler werden die Hunde nach dem Training massiert, geknetet und verwöhnt.
Richters früherer Beruf war Soldat. Während bei der Bundeswehr der Gehorsam auf Befehle im Mittelpunkt steht, arbeiten Huskys ausschließlich als Teamspieler. „Dominanz bringt bei den Hunden gar nichts. Dann stellen sie sich stur“, berichtet Richter aus eigener Erfahrung.
„Wenn man mit dem Gespann mitten im kalten Wald steht und die Hunde sich nicht mehr rühren wollen, dann kommen einem schon mal die Tränen“, so der Hundefan. Bei der Arbeit mit den Huskys geht es laut Richter um gegenseitiges Vertrauen: „Oftmals sehe ich im Nebel die ersten Hunde im Gespann nicht mehr. Ich muss mich dann voll darauf verlassen können, dass sie den richtigen Weg einschlagen.“
Inzwischen besteht die Husky-Großfamilie aus fünfzehn Mitgliedern. „Die vier Welpen sind jetzt schon schneller als wir laufen können“, so Richter. Dennoch ziehen sie noch nicht im Gespann mit. Wo vorher nur zwei Weibchen zum Rudel gehörten, bekommen diese jetzt Unterstützung: Drei der vier Welpen sind Mädels. „Hündinnen geben beiden Huskys von Natur aus den Ton an“, merkt Richter an.
Deutlich sichtbar wird das zum Beispiel bei der Fütterung: Rudelchefin Leila signalisiert den anderen Hunden, wer beim nächsten Brocken Fleisch zuschnappen darf. Ob sich allerdings auch die drei jungen Hündinnen in Zukunft derart von Leila unterbuttern lassen wie ihre männlichen Kollegen, werden die nächsten Monate zeigen.
(Erschienen: 27.01.2012 20:45)

































