Stadtnachrichten Riedlingen
Storchen-Opa sorgt für dreifachen Nachwuchs
Von Marion Buck und Kerstin Schmeiser-Weiß
Am fleißigsten waren die beiden Storchenpaare in Oggelshausen: Gleich sieben junge Störche zählt die Federseegemeinde in zwei Nestern – vier im Pfahlnest, drei auf dem Dach des Schullandheims. Über reichlich Nachwuchs freut man sich auch in Bad Buchau: Vier Jungstörche sind im Nest und entwickeln sich prima, freut sich Kerstin Wernicke vom Naturschutzzentrum Federsee. „Sie sind jetzt auch über die kritische Phase drüber.“ In Dürmentingen hat zumindest eines von ursprünglich vier Jungen das schlechte Wetter überstanden. „Es ist laut Herrn Deschle putzmunter“, sagt Marita Künzelmann, im Rathaus zuständig für die Störche. Dort soll demnächst beringt werden.
Zuerst sind aber die Unlinger am Mittwochabend dran. Zusammen mit der Riedlinger Feuerwehr wird Deschle gegen 18 Uhr ins Nest auf dem Pfarrhaus schauen. „Drei Junge“, schätzt Deschle im Unlinger Nest, „vielleicht auch vier“. Am Freitag gegen 14 Uhr geht die Beringungs-Tour nach Ertingen. Da hatte sich der Riedlinger Storchen-Opa, der nach 22 Jahren seine Frau (die wahrscheinlich älteste Storchendame der Welt) sitzen ließ, mit der Ertingerin zusammengetan. Und die Überraschung ist perfekt: Opa hat nochmals für Nachwuchs gesorgt – drei Junge sitzen im Nest.
Nur zwei der ehemals vier Jungstörche konnte Deschle auf dem Dornerhaus in Riedlingen am vergangenen Freitagabend beringen. Die Platzregen in den vergangenen Wochen hatten dem Storchennachwuchs sehr zugesetzt, nur zwei haben überlebt. Und die sind auch noch sehr leicht, stellte Deschle nach dem Wiegen fest. Der eine bringt 2260 Gramm, der andere 1670 Gramm auf die Waage. Spannend dürfte es auch im Nest auf dem Rathausdach werden. Nach der Trennung der Uralt-Störche und langem Hin und Her, hatte sich dort eine Störchin mit einem Oggelshauser Jungstorch niedergelassen. Die Liaison ging allerdings nicht lange – der Herr wurde gegen einen sechsjährigen Storchenmann aus Ilmensee ausgetauscht. Spät, und hoffentlich noch nicht zu spät, hat das Paar dann doch noch für Nachwuchs gesorgt. Ein Dreiergelege hat Deschle im Nest entdeckt. Ob da noch was schlüpft, müsse man abwarten. In einer guten Woche könne er mehr sagen.
Rätselraten herrscht auch noch in Alleshausen, Uttenweiler und Zell. „Ein Storch steht die meiste Zeit im Nest und der andere schafft Futter heran“, hat Harald Fischer, Bürgermeister von Alleshausen, beobachtet. Aber bislang habe man noch keinen Blick ins Nest werfen können. „Sie füttern“, hat Willi Maurer, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe, in Uttenweiler beobachtet. „Ich denke, sie sitzen auf Jungen, aber ich weiß nicht, wie viele.“ Und auch in Zell entzieht sich das Nest den neugierigen Blicken der Menschen. „Selbst vom Kirchturm aus können wir nicht reinsehen“, sagt Wolfgang Schröppel. Wie viele Junge es in Zell sind, kann Deschle noch nicht sagen, aber: „Sie sind geschlüpft“. Auch in Daugendorf gibt es Nachwuchs. Der Storchenbeauftragte hat dort mindestens drei Junge entdeckt.
Kein Glück haben Altheim und Zwiefaltendorf und auch Betzenweiler in diesem Jahr: Die Nester blieben leer. In Altheim übernachte zwar immer wieder einmal ein Storch, ist aus dem Rathaus zu hören, doch fest niederlassen will sich offenbar keiner. Dabei wären sie hochwillkommen. Wir würden uns freuen.“ Ein kurioses Problem hat dagegen Zwiefaltendorf. Auch dort ist das Nest seit dem vergangenen Jahr leer, denn das Storchenpaar zog überraschend nach Datthausen um. Doch ganz freigeben mag es das alte Domizil anscheinend nicht. „Sie lassen keinen anderen Storch auf das alte Nest“, hat Ortsvorsteherin Bärbel Goldgräbe beobachtet.
(Erschienen: 31.05.2010 16:25)
Von Marion Buck und Kerstin Schmeiser-Weiß
Am fleißigsten waren die beiden Storchenpaare in Oggelshausen: Gleich sieben junge Störche zählt die Federseegemeinde in zwei Nestern – vier im Pfahlnest, drei auf dem Dach des Schullandheims. Über reichlich Nachwuchs freut man sich auch in Bad Buchau: Vier Jungstörche sind im Nest und entwickeln sich prima, freut sich Kerstin Wernicke vom Naturschutzzentrum Federsee. „Sie sind jetzt auch über die kritische Phase drüber.“ In Dürmentingen hat zumindest eines von ursprünglich vier Jungen das schlechte Wetter überstanden. „Es ist laut Herrn Deschle putzmunter“, sagt Marita Künzelmann, im Rathaus zuständig für die Störche. Dort soll demnächst beringt werden.
Zuerst sind aber die Unlinger am Mittwochabend dran. Zusammen mit der Riedlinger Feuerwehr wird Deschle gegen 18 Uhr ins Nest auf dem Pfarrhaus schauen. „Drei Junge“, schätzt Deschle im Unlinger Nest, „vielleicht auch vier“. Am Freitag gegen 14 Uhr geht die Beringungs-Tour nach Ertingen. Da hatte sich der Riedlinger Storchen-Opa, der nach 22 Jahren seine Frau (die wahrscheinlich älteste Storchendame der Welt) sitzen ließ, mit der Ertingerin zusammengetan. Und die Überraschung ist perfekt: Opa hat nochmals für Nachwuchs gesorgt – drei Junge sitzen im Nest.
Nur zwei der ehemals vier Jungstörche konnte Deschle auf dem Dornerhaus in Riedlingen am vergangenen Freitagabend beringen. Die Platzregen in den vergangenen Wochen hatten dem Storchennachwuchs sehr zugesetzt, nur zwei haben überlebt. Und die sind auch noch sehr leicht, stellte Deschle nach dem Wiegen fest. Der eine bringt 2260 Gramm, der andere 1670 Gramm auf die Waage. Spannend dürfte es auch im Nest auf dem Rathausdach werden. Nach der Trennung der Uralt-Störche und langem Hin und Her, hatte sich dort eine Störchin mit einem Oggelshauser Jungstorch niedergelassen. Die Liaison ging allerdings nicht lange – der Herr wurde gegen einen sechsjährigen Storchenmann aus Ilmensee ausgetauscht. Spät, und hoffentlich noch nicht zu spät, hat das Paar dann doch noch für Nachwuchs gesorgt. Ein Dreiergelege hat Deschle im Nest entdeckt. Ob da noch was schlüpft, müsse man abwarten. In einer guten Woche könne er mehr sagen.
Rätselraten herrscht auch noch in Alleshausen, Uttenweiler und Zell. „Ein Storch steht die meiste Zeit im Nest und der andere schafft Futter heran“, hat Harald Fischer, Bürgermeister von Alleshausen, beobachtet. Aber bislang habe man noch keinen Blick ins Nest werfen können. „Sie füttern“, hat Willi Maurer, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe, in Uttenweiler beobachtet. „Ich denke, sie sitzen auf Jungen, aber ich weiß nicht, wie viele.“ Und auch in Zell entzieht sich das Nest den neugierigen Blicken der Menschen. „Selbst vom Kirchturm aus können wir nicht reinsehen“, sagt Wolfgang Schröppel. Wie viele Junge es in Zell sind, kann Deschle noch nicht sagen, aber: „Sie sind geschlüpft“. Auch in Daugendorf gibt es Nachwuchs. Der Storchenbeauftragte hat dort mindestens drei Junge entdeckt.
Kein Glück haben Altheim und Zwiefaltendorf und auch Betzenweiler in diesem Jahr: Die Nester blieben leer. In Altheim übernachte zwar immer wieder einmal ein Storch, ist aus dem Rathaus zu hören, doch fest niederlassen will sich offenbar keiner. Dabei wären sie hochwillkommen. Wir würden uns freuen.“ Ein kurioses Problem hat dagegen Zwiefaltendorf. Auch dort ist das Nest seit dem vergangenen Jahr leer, denn das Storchenpaar zog überraschend nach Datthausen um. Doch ganz freigeben mag es das alte Domizil anscheinend nicht. „Sie lassen keinen anderen Storch auf das alte Nest“, hat Ortsvorsteherin Bärbel Goldgräbe beobachtet.
(Erschienen: 31.05.2010 16:25)

































