Stadtnachrichten Riedlingen
Donau-Taler soll Geld am Ort halten
Nicht damit abfinden
Der freiberufliche Berater aus Riedlingen, auch als Pate für Existenzgründer aktiv, möchte sich mit Ladenleerständen und der Verdrängung alteingesessener Läden durch große Handelsketten nicht abfinden. Mit Gleichgesinnten stellt er zur Diskussion, den Donau-Taler als Regiogeld einzuführen. "Wir brauchen eine Währung, die nicht ungehindert abwandern kann, sondern in der Region bleibt", sagt Hoffmann.
Nicht das erste, aber durch viele Zeitungs- und TV-Berichte wohl bekannteste Beispiel für eine solche regionale Währung ist der "Chiemgauer" aus Prien am Chiemsee. Die Verbraucher können Euro eins zu eins in "Chiemgauer" tauschen und damit in inzwischen 607 Geschäften einkaufen. Die Händler können die "Chiemgauer" in Euro zurückwechseln, erhalten dann aber nur 95 Cent - oder sie wiederum bei Unternehmen in der Region ausgeben.
Die Befürworter versprechen sich davon einen Anreiz, dass der regionale Wirtschaftskreislauf gestärkt, Kaufkraft am Ort gebunden und Arbeitsplätze in der Region gesichert werden. Eine weiteres Merkmal des "Chiemgauers" und vieler weiterer Regionalwährungen ist, dass sie mit der Zeit an Wert verliert - ein Anreiz, das Geld auszugeben statt zu sparen. Der Wertverlust kommt Vereinen und sozialen Einrichtungen an Spenden zugute.
"Die Zeit ist reif"
Der "Chiemgauer" existiert seit 2003 und inzwischen sind der Internetseite des Vereins zufolge knapp 300000 Stück davon im Umlauf. Sogar Kartenzahlung ist möglich und es wird mit der örtlichen Voba-Raiba und Sparkasse kooperiert. Über die Erfahrungen berichtet Christian Gelleri, Initiator des "Chiemgauers" und geschäftsführender Vorstand des Vereins, am Donnerstag, 22. Januar, in der Volksbank-Raiffeisenbank Riedlingen. "Die Zeit ist reif für den Donau-Taler", sagt Hoffmann. Seiner Meinung nach wäre eine regionale Währung ein starkes Marketinginstrument für die regionale Wirtschaft, dass Riedlingen obendrein zu mehr Bekanntheit verhelfen könnte.
Ob dies wirklich so ist, darüber kann am 22. Januar diskutiert werden. Es gibt auch nicht geldgedeckte Regiowährungen. Sie sind im Prinzip nichts anderes als Gutscheine, wie sie die Riedlinger Gemeinschaftswerbung bereits anbietet - allerdings häufig kombiniert mit Rabatten.
Josef Röll, Handelsreferent der IHK Ulm-Oberschwaben, verweist auf die "biber-card" in Biberach, "das ist das Gleiche in Grün. Dort gibt es sehr geteilte Meinungen. Den Verein jedenfalls halte ich für sehr schlagkräftig." Er merkt allerdings an, dass solche Experimente eine gewisse Größe haben müssten. Riedlingen hat laut GfK einen Einzelhandelsumsatz von 88 Millionen Euro jährlich im Vergleich mit 235 Millionen in Biberach.
(Erschienen: 10.01.2009 01:00)
Nicht damit abfinden
Der freiberufliche Berater aus Riedlingen, auch als Pate für Existenzgründer aktiv, möchte sich mit Ladenleerständen und der Verdrängung alteingesessener Läden durch große Handelsketten nicht abfinden. Mit Gleichgesinnten stellt er zur Diskussion, den Donau-Taler als Regiogeld einzuführen. "Wir brauchen eine Währung, die nicht ungehindert abwandern kann, sondern in der Region bleibt", sagt Hoffmann.
Nicht das erste, aber durch viele Zeitungs- und TV-Berichte wohl bekannteste Beispiel für eine solche regionale Währung ist der "Chiemgauer" aus Prien am Chiemsee. Die Verbraucher können Euro eins zu eins in "Chiemgauer" tauschen und damit in inzwischen 607 Geschäften einkaufen. Die Händler können die "Chiemgauer" in Euro zurückwechseln, erhalten dann aber nur 95 Cent - oder sie wiederum bei Unternehmen in der Region ausgeben.
Die Befürworter versprechen sich davon einen Anreiz, dass der regionale Wirtschaftskreislauf gestärkt, Kaufkraft am Ort gebunden und Arbeitsplätze in der Region gesichert werden. Eine weiteres Merkmal des "Chiemgauers" und vieler weiterer Regionalwährungen ist, dass sie mit der Zeit an Wert verliert - ein Anreiz, das Geld auszugeben statt zu sparen. Der Wertverlust kommt Vereinen und sozialen Einrichtungen an Spenden zugute.
"Die Zeit ist reif"
Der "Chiemgauer" existiert seit 2003 und inzwischen sind der Internetseite des Vereins zufolge knapp 300000 Stück davon im Umlauf. Sogar Kartenzahlung ist möglich und es wird mit der örtlichen Voba-Raiba und Sparkasse kooperiert. Über die Erfahrungen berichtet Christian Gelleri, Initiator des "Chiemgauers" und geschäftsführender Vorstand des Vereins, am Donnerstag, 22. Januar, in der Volksbank-Raiffeisenbank Riedlingen. "Die Zeit ist reif für den Donau-Taler", sagt Hoffmann. Seiner Meinung nach wäre eine regionale Währung ein starkes Marketinginstrument für die regionale Wirtschaft, dass Riedlingen obendrein zu mehr Bekanntheit verhelfen könnte.
Ob dies wirklich so ist, darüber kann am 22. Januar diskutiert werden. Es gibt auch nicht geldgedeckte Regiowährungen. Sie sind im Prinzip nichts anderes als Gutscheine, wie sie die Riedlinger Gemeinschaftswerbung bereits anbietet - allerdings häufig kombiniert mit Rabatten.
Josef Röll, Handelsreferent der IHK Ulm-Oberschwaben, verweist auf die "biber-card" in Biberach, "das ist das Gleiche in Grün. Dort gibt es sehr geteilte Meinungen. Den Verein jedenfalls halte ich für sehr schlagkräftig." Er merkt allerdings an, dass solche Experimente eine gewisse Größe haben müssten. Riedlingen hat laut GfK einen Einzelhandelsumsatz von 88 Millionen Euro jährlich im Vergleich mit 235 Millionen in Biberach.
(Erschienen: 10.01.2009 01:00)
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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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