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Neuer Förderverein will Turm retten

Neuer Förderverein will Turm retten
Neuer Förderverein will Turm retten

MUNDERKINGEN / sz Es regt sich Widerstand gegen die Pläne, den historischen Turm des ehemaligen Munderkinger Krankenhauses abzureißen. Mehrere Munderkinger wollen einen Förderverein zur Rettung des Turms aus der Taufe heben. Die erste Versammlung ist am Dienstag im „Rössle“ geplant. Auch der Standort des Ärztehauses soll dabei neu diskutiert werden.

Von unserem Redakteur   Johannes Rauneker

„Viele Munderkinger sind gegen den Abriss des Turms. Unserer Meinung nach muss es Möglichkeiten geben, den Turm zu erhalten und trotzdem ein medizinisches Versorgungszentrum in Munderkingen zu realisieren“, sagt Andreas Körner.

Zusammen mit anderen Munderkingern hatte der bei Göppingen praktizierende, aber in Munderkingen lebende Arzt die Idee, einen Förderverein zu gründen. Oberstes Ziel des Vereins: Wege zu finden, wie der Fachwerkturm des ehemaligen Krankenhauses erhalten werden kann. Auch der aus Munderkingen stammende Historiker Guido Hinterkeuser, Geschichtsvereinsvorsitzender Winfried Nuber und Günther Gedenk sind mit im Boot des geplanten Fördervereins. Und auch bei vielen anderen Munderkingern – bei Geschäftsleuten wie Bürgern – würden die Pläne des Turmerhalts auf viel Zuspruch treffen, sagt Körner. Alle können kommen

Das erste Mal zusammenkommen wollen die Gegner des Turm-Abrisses am Dienstag, 7. September, ab 20 Uhr im „Rössle“. Alle Interessierten sind eingeladen. „Bei der Sitzung wollen wir den weiteren Weg und die Ziele des Fördervereins formulieren“, sagt Körner.

Die Gründungsversammlung soll in den nächsten zwei bis drei Wochen stattfinden, wenn klar ist, wie viele Mitglieder der Verein haben wird. „Mindestens neun Mitglieder sind nötig, um Vereinsstatuts zu erlangen“, so Andreas Körner. Wie viele andere Turm-Fürsprecher, ist auch er nicht gegen das Ärztehaus. „Das gesamte Projekt – der Abriss des alten Krankenhauses und das neue MVZ – sind mit mindestens sechs Millionen Euro veranschlagt. Warum aber bleibt da kein Geld mehr für die Turmsanierung?“, fragt er sich.

Die mögliche spätere Betreiberin des Ärztehauses, die ADK GmbH, hatte in der Vergangenheit betont, dass der Turm aus ihrer Sicht erhalten bleiben könne. Vorausgesetzt, die Stadt oder andere Investoren kommen für die Sanierung auf. Körner appelliert, das MVZ und den Turm nicht gegeneinander auszuspielen. „Man muss die Angst rausnehmen, dass ein MVZ scheitert, wenn der Turm saniert wird.“ Beide Projekte seien realisierbar.MVZ im Alten Schulhof?

Trotzdem diskutieren will der Förderverein über die Frage, ob das MVZ nicht doch noch an einem anderen Platz (dann auch in anderer Form) in Munderkingen realisiert werden könne – im Alten Schulhof beispielsweise. „Viele Geschäfte im Schulhof stehen leer. Dies wäre eventuell ein gut gelegener Standort für Mediziner und medizinische Dienstleister“, so Körner. Durch die Tiefgarage gebe es dort auch ausreichend Parkplätze.

(Erschienen: 02.09.2010 23:00)

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