Stadtnachrichten Munderkingen
Land genehmigt Progymnasium nicht
Auf offene Ohren im gesamten Gremium war der Vorschlag Anton Nehers bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats getroffen, zu prüfen, ob in Munderkingen ein Progymnasium angesiedelt werden könne. Neher, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion -- und nicht wie berichtet Fraktionschef, dies ist Monika Veser --, erhoffte sich von einem solchen eine Attraktivitäts-Steigerung des Schulstandorts Munderkingen. Bürgermeister Lohner versprach, die Chancen für diese neue Schulform in Munderkingen auszuloten.
Doch der Idee hat das Kultusministerium des Landes nun einen Strich durch die Rechnung gemacht.<EA,1>„Progymnasien werden generell nicht mehr genehmigt“, informierte gestern Stefan Meisner, Pressereferent in der Abteilung „Bildung“ beim Regierungspräsidium in Tübingen. Zuvor hatte er das Kultusministerium in Stuttgart über den Wunsch aus Munderkingen unterrichtet. Das zuständige Ministerium erteilte der Idee eine Absage. Der Grund: Progymnasien seien nicht mehr zeitgemäß.
Anders als noch vor 30 Jahren, als Progymnasien im Trend lagen (im Regierungsbezirk gibt es sechs davon), schickten Eltern ihre Kinder heute lieber auf ein Gymnasium mit voll ausgebauter Oberstufe. Deshalb hegten viele Progymnasien, so Meisner, heute auch den Wunsch, zu „normalen“ Gymnasien mit Oberstufen ausgebaut zu werden.
Genehmigt worden sind Progymnasien -- sie reichen nur bis zur zehnten Klassenstufe -- einst nur, um den ländlichen Raum besser mit Gymnasien abzudecken, so Stefan Meisner. Nach und nach seien aber immer mehr Vollgymnasien entstanden -- auch in ländlichen Gebieten. Das Modell des Progymnasiums habe sich überlebt. Voraussetzung für ein Progymnasium sei, so Meisner, grundsätzlich eine stabile Zweizügikeit gewesen mit mindestens 55 Schülern in einer Klassenstufe.
Ebenfalls eine Absage erteilte das Kultusministerium dem von Brigitte Schmid gestellten Vorschlag, eine integrative Schulform für Munderkingen zu prüfen. In einer solchen würden Schüler beispielsweise in Klassenverbänden unterrichtet, die sich nach dem Leistungsstand der Schüler zusammensetzen.
(Erschienen: 10.03.2010 18:45)
Auf offene Ohren im gesamten Gremium war der Vorschlag Anton Nehers bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats getroffen, zu prüfen, ob in Munderkingen ein Progymnasium angesiedelt werden könne. Neher, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion -- und nicht wie berichtet Fraktionschef, dies ist Monika Veser --, erhoffte sich von einem solchen eine Attraktivitäts-Steigerung des Schulstandorts Munderkingen. Bürgermeister Lohner versprach, die Chancen für diese neue Schulform in Munderkingen auszuloten.
Doch der Idee hat das Kultusministerium des Landes nun einen Strich durch die Rechnung gemacht.<EA,1>„Progymnasien werden generell nicht mehr genehmigt“, informierte gestern Stefan Meisner, Pressereferent in der Abteilung „Bildung“ beim Regierungspräsidium in Tübingen. Zuvor hatte er das Kultusministerium in Stuttgart über den Wunsch aus Munderkingen unterrichtet. Das zuständige Ministerium erteilte der Idee eine Absage. Der Grund: Progymnasien seien nicht mehr zeitgemäß.
Anders als noch vor 30 Jahren, als Progymnasien im Trend lagen (im Regierungsbezirk gibt es sechs davon), schickten Eltern ihre Kinder heute lieber auf ein Gymnasium mit voll ausgebauter Oberstufe. Deshalb hegten viele Progymnasien, so Meisner, heute auch den Wunsch, zu „normalen“ Gymnasien mit Oberstufen ausgebaut zu werden.
Genehmigt worden sind Progymnasien -- sie reichen nur bis zur zehnten Klassenstufe -- einst nur, um den ländlichen Raum besser mit Gymnasien abzudecken, so Stefan Meisner. Nach und nach seien aber immer mehr Vollgymnasien entstanden -- auch in ländlichen Gebieten. Das Modell des Progymnasiums habe sich überlebt. Voraussetzung für ein Progymnasium sei, so Meisner, grundsätzlich eine stabile Zweizügikeit gewesen mit mindestens 55 Schülern in einer Klassenstufe.
Ebenfalls eine Absage erteilte das Kultusministerium dem von Brigitte Schmid gestellten Vorschlag, eine integrative Schulform für Munderkingen zu prüfen. In einer solchen würden Schüler beispielsweise in Klassenverbänden unterrichtet, die sich nach dem Leistungsstand der Schüler zusammensetzen.
(Erschienen: 10.03.2010 18:45)
































