Stadtnachrichten Munderkingen
„Entsorgter“ Munderkinger Vater will aufrütteln
Seit kurzem ist der Munderkinger Peter Stökler für den Verein „Väteraufbruch für Kinder“ tätig. Die Themen „Der entsorgte Vater“ oder „Väteraufbruch für Kinder“ sind Peter Stökler eine Herzensangelegenheit: Seit mehreren Jahren kämpft der „uneheliche Vater“ um das gemeinsame Sorgerecht für seinen vierjährigen Sohn Lorenz, der mit seiner Mutter in Mengen lebt.
Sein Herz für Kinder hat Stökler bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So ist er seit vielen Jahren Organisator der Initiative „KiM – Kinder in Munderkingen“, mit der er ehrenamtlich Kinderfeste ausrichtet. Außerdem hat er sich nach seiner Scheidung als alleinerziehender Vater um seine heute 20-jährige Tochter Leonie gekümmert. „Es geht nicht darum, die Sorte von Vätern zu unterstützen, die sich um den Unterhalt drücken wollen und sich nicht für ihre Kinder interessieren“, sagt er. Kontakt geht verloren
Nach Stöklers Erfahrung verlieren mehr als 50 Prozent der Kinder bei einer Trennung ihrer Eltern innerhalb von zwei Jahren den Kontakt zum anderen Elternteil, in der Regel zum Vater. Viele Väter würden sich gerne um ihre Sprösslinge kümmern, der Umgang werde ihnen aber durch die Mütter, oft sogar mit Hilfe von Gerichten und Jugendämtern, verwehrt.
Per Gerichtsbeschluss hat sich Stökler ein Umgangsrecht mit seinem Sohn erkämpft. Eigentlich hat er das Recht, sein Kind jedes zweite Wochenende zu sich nach Munderkingen zu holen. „Das klappt mal mehr, mal weniger. Je nach Befindlichkeit der Mutter“, erzählt er.
Stöklers Ziel ist, das gemeinsame Sorgerecht für Lorenz zu bekommen: „Dabei geht es nicht um meine Wünsche, sondern um das Wohl meines Sohnes. Ich bin der Meinung, dass ein Kind während seiner Sozialisation Umgang mit Mutter und Vater braucht.“ Von Gerichten gedemütigt
Weil sich Stökler auf diesem steinigen Weg von Gerichten und Jugendämtern nicht nur im Stich gelassen, sondern als Vater sogar gedemütigt fühlt, hat er nach Hilfe gesucht und ist beim Verein „Väteraufbruch für Kinder“ fündig geworden. „Ich war total verblüfft, wie viele Väter in derselben Situation leben wie ich und genauso wie ich darunter leiden“, sagt er. Kinder würden, trotz geleisteter Unterhaltszahlungen und Interesse am Umgang, vielfach „wie eine Waffe“ gegen den Vater eingesetzt. Weil der Verein „Väteraufbruch für Kinder“ im Raum Ehingen keinen Ansprechpartner hat, sprang Stökler in die Presche: „Ich stehe betroffenen Vätern und Müttern mit Rat zur Seite, zeige mögliche Wege auf und gebe Adressen von Beratungsstellen weiter“, sagt er.
Weil Filmemacher Douglas Wolfsperger -- bekannt als Regisseur des Films „Die Blutritter“ -- das Thema in einem Dokumentarfilm verarbeitet hat, hat Stökler die Vorführung des Films „Der entsorgte Vater“ im Central-Kino initiiert. „Als ich den Streifen zum ersten Mal sah, hatte ich Tränen in den Augen, weil ich meine Situation sofort wieder erkannt habe.“
Die Schwäbische Zeitung präsentiert den Filmabend. Ihre Teilnahme an der anschließenden Diskussion haben Franz-Jörg Krieg, betroffener Vater und Darsteller, sowie Helge Messner, Betroffener und vor kurzem Gesprächspartner von Günter Jauch bei „Stern TV“ über das Thema „Entrechtete Väter“, zugesagt. Außerdem hat Stökler Familiengerichte, Jugendämter und Beratungsstellen nach Ehingen eingeladen. „Ich hoffe, dass viele Richter, Mitarbeiter des Jugendamts sowie viele Bürger den Film mit uns ansehen und mit uns diskutieren“, sagt Stökler. „Nur dann können wir auf unsere problematische Situation aufmerksam machen und für unser Anliegen sensibilisieren.“
(Erschienen: 08.07.2010 22:00)
Seit kurzem ist der Munderkinger Peter Stökler für den Verein „Väteraufbruch für Kinder“ tätig. Die Themen „Der entsorgte Vater“ oder „Väteraufbruch für Kinder“ sind Peter Stökler eine Herzensangelegenheit: Seit mehreren Jahren kämpft der „uneheliche Vater“ um das gemeinsame Sorgerecht für seinen vierjährigen Sohn Lorenz, der mit seiner Mutter in Mengen lebt.
Sein Herz für Kinder hat Stökler bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So ist er seit vielen Jahren Organisator der Initiative „KiM – Kinder in Munderkingen“, mit der er ehrenamtlich Kinderfeste ausrichtet. Außerdem hat er sich nach seiner Scheidung als alleinerziehender Vater um seine heute 20-jährige Tochter Leonie gekümmert. „Es geht nicht darum, die Sorte von Vätern zu unterstützen, die sich um den Unterhalt drücken wollen und sich nicht für ihre Kinder interessieren“, sagt er. Kontakt geht verloren
Nach Stöklers Erfahrung verlieren mehr als 50 Prozent der Kinder bei einer Trennung ihrer Eltern innerhalb von zwei Jahren den Kontakt zum anderen Elternteil, in der Regel zum Vater. Viele Väter würden sich gerne um ihre Sprösslinge kümmern, der Umgang werde ihnen aber durch die Mütter, oft sogar mit Hilfe von Gerichten und Jugendämtern, verwehrt.
Per Gerichtsbeschluss hat sich Stökler ein Umgangsrecht mit seinem Sohn erkämpft. Eigentlich hat er das Recht, sein Kind jedes zweite Wochenende zu sich nach Munderkingen zu holen. „Das klappt mal mehr, mal weniger. Je nach Befindlichkeit der Mutter“, erzählt er.
Stöklers Ziel ist, das gemeinsame Sorgerecht für Lorenz zu bekommen: „Dabei geht es nicht um meine Wünsche, sondern um das Wohl meines Sohnes. Ich bin der Meinung, dass ein Kind während seiner Sozialisation Umgang mit Mutter und Vater braucht.“ Von Gerichten gedemütigt
Weil sich Stökler auf diesem steinigen Weg von Gerichten und Jugendämtern nicht nur im Stich gelassen, sondern als Vater sogar gedemütigt fühlt, hat er nach Hilfe gesucht und ist beim Verein „Väteraufbruch für Kinder“ fündig geworden. „Ich war total verblüfft, wie viele Väter in derselben Situation leben wie ich und genauso wie ich darunter leiden“, sagt er. Kinder würden, trotz geleisteter Unterhaltszahlungen und Interesse am Umgang, vielfach „wie eine Waffe“ gegen den Vater eingesetzt. Weil der Verein „Väteraufbruch für Kinder“ im Raum Ehingen keinen Ansprechpartner hat, sprang Stökler in die Presche: „Ich stehe betroffenen Vätern und Müttern mit Rat zur Seite, zeige mögliche Wege auf und gebe Adressen von Beratungsstellen weiter“, sagt er.
Weil Filmemacher Douglas Wolfsperger -- bekannt als Regisseur des Films „Die Blutritter“ -- das Thema in einem Dokumentarfilm verarbeitet hat, hat Stökler die Vorführung des Films „Der entsorgte Vater“ im Central-Kino initiiert. „Als ich den Streifen zum ersten Mal sah, hatte ich Tränen in den Augen, weil ich meine Situation sofort wieder erkannt habe.“
Die Schwäbische Zeitung präsentiert den Filmabend. Ihre Teilnahme an der anschließenden Diskussion haben Franz-Jörg Krieg, betroffener Vater und Darsteller, sowie Helge Messner, Betroffener und vor kurzem Gesprächspartner von Günter Jauch bei „Stern TV“ über das Thema „Entrechtete Väter“, zugesagt. Außerdem hat Stökler Familiengerichte, Jugendämter und Beratungsstellen nach Ehingen eingeladen. „Ich hoffe, dass viele Richter, Mitarbeiter des Jugendamts sowie viele Bürger den Film mit uns ansehen und mit uns diskutieren“, sagt Stökler. „Nur dann können wir auf unsere problematische Situation aufmerksam machen und für unser Anliegen sensibilisieren.“
(Erschienen: 08.07.2010 22:00)


































