Stadtnachrichten Munderkingen
Hier kommt der Einzelnarr zum Zug
Fasnet-Professor Werner Mezger habe „Fasnet-Gromets“ beim Ringtreffen in Obermarchtal als „nette Kleinigkeiten, die Freude bereiten, aber nicht zwingend nötig sind, und früher vom Markt mit nach Hause gebracht wurden“, bezeichnet, erzählt Ott. „In Munderkingen wird jedes Jahr, sowohl bei den Maschgern, als auch in den originellen Gruppen viel Phantasie und Mühe in die Gromets investiert“, sagt der Narrenrat.
Gromets sind geheim
Josef Ott weiß wovon er spricht: Seit rund 35 Jahren ist er mit der Gruppe „Falch-Bertsche“ unterwegs und mehr als zehn Jahre hat er die Interessen der originellen Gruppen im Narrenrat vertreten. Zwölf der bunten Gruppen werden beim Umzug am Fasnetsonntag zu sehen sein. „Bis dahin ist sowohl das originelle Thema der Gruppe sowie das Aussehen der Gromets ein streng gehütetes Narrengeheimnis“, betont Ott.
Die teils langwierige Vorbereitung der Häser und das aufwendige Basteln der Gromets bringe bereits lange vor der Fasnet fast so viel Spaß wie die Fasnet selber. „Ziel ist immer der Zuschauer. Er soll unterhalten und zum Lachen gebracht werden“, betont Josef Ott.
Dass originelle Gruppen in der Munderkinger Fasnet eine lange Tradition haben, lässt sich im Archiv der Narrenzunft nachlesen: Bereits 65Mal war die Gruppe „Falch-Bertsche“, zuletzt als gut behütete Ascot-Besucher, unterwegs, auf mehr als 30Auftritte können „SuSa“ und „Kuttla-Kapell“ zurückblicken und die MKK war bereits 33 Mal mit ihren „gigantischen Gefährten“ unterwegs. „Lange Jahre war auch eine Gruppe der Feuerwehr dabei und die Jedermann-Frauen haben mehr als 50 Mal für tolle Fasnetlaune gesorgt“, erinnert sich Ott.
Im Gegensatz zur gemeinsamen Narretei in den Gruppen, kommt beim „Maschgera gau am Glombigen“ der Einzelnarr zum Zug. „Ausgehend von Frauen, die sich am Glombigen verkleidet haben, um ihren Männern im Wirtshaus die Leviten zu lesen, hat sich in Munderkingen eine schöne Maschger-Tradition entwickelt“, sagt Ott. Wer am Abend des Glombigen in einer Wirtschaft sitze, habe gute Chancen, von Maschgern auf die Schippe genommen und später mit einem Gromet belohnt zu werden, sagt Ott lachend.
„Viele der Maschger besuchen auch alte Leute oder Kranke, um ihnen ein bisschen Fasnetfreude in die Stube zu bringen.“ Weder Maschger noch originelle Gruppen gehören der Trommgesellenzunft an. „Weil sie aber die besondere Note unserer Munderkinger Fasnet ausmachen, unterstützt und pflegt die Narrenzunft diese schöne Tradition“, betont denn auch Josef Ott.
(Erschienen: 02.02.2012 21:25)
Fasnet-Professor Werner Mezger habe „Fasnet-Gromets“ beim Ringtreffen in Obermarchtal als „nette Kleinigkeiten, die Freude bereiten, aber nicht zwingend nötig sind, und früher vom Markt mit nach Hause gebracht wurden“, bezeichnet, erzählt Ott. „In Munderkingen wird jedes Jahr, sowohl bei den Maschgern, als auch in den originellen Gruppen viel Phantasie und Mühe in die Gromets investiert“, sagt der Narrenrat.
Gromets sind geheim
Josef Ott weiß wovon er spricht: Seit rund 35 Jahren ist er mit der Gruppe „Falch-Bertsche“ unterwegs und mehr als zehn Jahre hat er die Interessen der originellen Gruppen im Narrenrat vertreten. Zwölf der bunten Gruppen werden beim Umzug am Fasnetsonntag zu sehen sein. „Bis dahin ist sowohl das originelle Thema der Gruppe sowie das Aussehen der Gromets ein streng gehütetes Narrengeheimnis“, betont Ott.
Die teils langwierige Vorbereitung der Häser und das aufwendige Basteln der Gromets bringe bereits lange vor der Fasnet fast so viel Spaß wie die Fasnet selber. „Ziel ist immer der Zuschauer. Er soll unterhalten und zum Lachen gebracht werden“, betont Josef Ott.
Dass originelle Gruppen in der Munderkinger Fasnet eine lange Tradition haben, lässt sich im Archiv der Narrenzunft nachlesen: Bereits 65Mal war die Gruppe „Falch-Bertsche“, zuletzt als gut behütete Ascot-Besucher, unterwegs, auf mehr als 30Auftritte können „SuSa“ und „Kuttla-Kapell“ zurückblicken und die MKK war bereits 33 Mal mit ihren „gigantischen Gefährten“ unterwegs. „Lange Jahre war auch eine Gruppe der Feuerwehr dabei und die Jedermann-Frauen haben mehr als 50 Mal für tolle Fasnetlaune gesorgt“, erinnert sich Ott.
Im Gegensatz zur gemeinsamen Narretei in den Gruppen, kommt beim „Maschgera gau am Glombigen“ der Einzelnarr zum Zug. „Ausgehend von Frauen, die sich am Glombigen verkleidet haben, um ihren Männern im Wirtshaus die Leviten zu lesen, hat sich in Munderkingen eine schöne Maschger-Tradition entwickelt“, sagt Ott. Wer am Abend des Glombigen in einer Wirtschaft sitze, habe gute Chancen, von Maschgern auf die Schippe genommen und später mit einem Gromet belohnt zu werden, sagt Ott lachend.
„Viele der Maschger besuchen auch alte Leute oder Kranke, um ihnen ein bisschen Fasnetfreude in die Stube zu bringen.“ Weder Maschger noch originelle Gruppen gehören der Trommgesellenzunft an. „Weil sie aber die besondere Note unserer Munderkinger Fasnet ausmachen, unterstützt und pflegt die Narrenzunft diese schöne Tradition“, betont denn auch Josef Ott.
(Erschienen: 02.02.2012 21:25)































