Rund um Munderkingen
Das Blasorchester rockt
Bereits die Dekoration der Römerhalle kündigte den rund 400 Besuchern einen abwechslungsreichen und stilübergreifenden Abend an: Neben Frack, Zylinder und Kontrabass auf der einen Bühnenseite, stand in blau-metallic eine Honda Shadow auf der anderen.
Und die Kerzen auf den stilvollen Leuchter brannten über schweren Ketten und Stacheldraht.
„Mit viel Geduld hat Gerhard die Musiker in langen Proben für das Jubiläumskonzert motiviert und gezeigt, dass Blasinstrumenten auch rockige Töne zu entlocken sind“, lobte MV-Vorsitzender Roland Lang den Dirigenten.
Gleich zum Konzertauftakt zeigte der Emerkinger Musikernachwuchs aus dem Jugendvororchester, dass der Spagat zwischen Klassik und Rock möglich ist. Auf den Dreiviertel-Takt der Wiener Variationen und Wolfgang Amadeus Mozart folgte „We will rock you“ und „We are the champions“ der legendären britischen Rockgruppe Queen. Die Forderung der Konzertzuschauer nach einer Zugabe erfüllten die Jungmusiker natürlich mottogerecht mit „Rocking Bach“.
„Concerto d’Amore“ hieß das erste Stück der 35-köpfigen Jugendkapelle, in dem barocke Klänge genauso zu erkennen waren, wie Rock, Pop und Jazz. Nach dem modernen Stück „Imagasy“ von Thiemo Krass griffen die jungen Musiker als Zugabe in die Pop-Kiste: „Let me entertain you“ von Robbie Williams.
Ohrwürmer im Repertoire
Mit der Fanfare „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss eröffnete die 66 Musiker der aktiven Kapelle ihren Konzertteil und blieben zunächst mit der „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé klassisch. Auch der Titel „Toccata in d-Moll“ mutete klassisch an, entpuppte sich aber als Rockversion eines Orgelwerks aus dem Barock, von Jacob de Haan für Blasorchester arrangiert. Mit Freddie Mercurys (Queen) „Bohemian Rhapsody“ wurde es rockig, und die Emerkinger legten mit einem Deep Purple-Medley nach. Ohrwürmer wie „Burn“ und „Smoke on the Water“ rockten jetzt die Römerhalle und das lange Gitarrensolo aus dem „Highway Star“ lieferte in der Emerkinger Version das Tenor-Saxofon.
Der lange Applaus der Zuhörer forderte zwei Zugaben, bei denen das Orchester seinem Konzertmotto „Klassik trifft Rock“ treu blieb: Auf „Music“ von John Miles folgte das „Lied des Toreros“ aus der Oper Carmen. Fazit des Abends: Wer bisher dachte, Blasmusik sei nichts für Rockfans, der wurde von der Emerkinger Musikkapelle am Samstag gewiss eines Besseren belehrt.
(Erschienen: 11.12.2011 21:10)
Bereits die Dekoration der Römerhalle kündigte den rund 400 Besuchern einen abwechslungsreichen und stilübergreifenden Abend an: Neben Frack, Zylinder und Kontrabass auf der einen Bühnenseite, stand in blau-metallic eine Honda Shadow auf der anderen.
Und die Kerzen auf den stilvollen Leuchter brannten über schweren Ketten und Stacheldraht.
„Mit viel Geduld hat Gerhard die Musiker in langen Proben für das Jubiläumskonzert motiviert und gezeigt, dass Blasinstrumenten auch rockige Töne zu entlocken sind“, lobte MV-Vorsitzender Roland Lang den Dirigenten.
Gleich zum Konzertauftakt zeigte der Emerkinger Musikernachwuchs aus dem Jugendvororchester, dass der Spagat zwischen Klassik und Rock möglich ist. Auf den Dreiviertel-Takt der Wiener Variationen und Wolfgang Amadeus Mozart folgte „We will rock you“ und „We are the champions“ der legendären britischen Rockgruppe Queen. Die Forderung der Konzertzuschauer nach einer Zugabe erfüllten die Jungmusiker natürlich mottogerecht mit „Rocking Bach“.
„Concerto d’Amore“ hieß das erste Stück der 35-köpfigen Jugendkapelle, in dem barocke Klänge genauso zu erkennen waren, wie Rock, Pop und Jazz. Nach dem modernen Stück „Imagasy“ von Thiemo Krass griffen die jungen Musiker als Zugabe in die Pop-Kiste: „Let me entertain you“ von Robbie Williams.
Ohrwürmer im Repertoire
Mit der Fanfare „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss eröffnete die 66 Musiker der aktiven Kapelle ihren Konzertteil und blieben zunächst mit der „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppé klassisch. Auch der Titel „Toccata in d-Moll“ mutete klassisch an, entpuppte sich aber als Rockversion eines Orgelwerks aus dem Barock, von Jacob de Haan für Blasorchester arrangiert. Mit Freddie Mercurys (Queen) „Bohemian Rhapsody“ wurde es rockig, und die Emerkinger legten mit einem Deep Purple-Medley nach. Ohrwürmer wie „Burn“ und „Smoke on the Water“ rockten jetzt die Römerhalle und das lange Gitarrensolo aus dem „Highway Star“ lieferte in der Emerkinger Version das Tenor-Saxofon.
Der lange Applaus der Zuhörer forderte zwei Zugaben, bei denen das Orchester seinem Konzertmotto „Klassik trifft Rock“ treu blieb: Auf „Music“ von John Miles folgte das „Lied des Toreros“ aus der Oper Carmen. Fazit des Abends: Wer bisher dachte, Blasmusik sei nichts für Rockfans, der wurde von der Emerkinger Musikkapelle am Samstag gewiss eines Besseren belehrt.
(Erschienen: 11.12.2011 21:10)































