Stadtnachrichten Laupheim
Ritter rüsten für Schwendi
Herr Hummel, seit wann sind Sie fasziniert vom mittelalterlichen Leben und den damaligen Bräuchen?
Vor 30 Jahren habe ich in Niederstotzingen mein erstes Schwert geschmiedet. Das war praktisch der Einstieg in dieses Thema, dem ich mich im Lauf der Jahre mit anderen Gleichgesinnten intensiv gewidmet habe.
So intensiv, dass hieraus sogar ein Verein erwachsen istÉ
Richtig. Die "Württemberger Ritter e. V." mit Sitz in Stetten ob Lonetal, einem Teilort von Niederstotzingen, sind heute Deutschlands größte Ritterschaft mit 240 Mitgliedern. Wir haben eigene Liegenschaften und ein Rittergut, das wir gerade restaurieren. Wir veranstalten Ritterturniere und Schaukämpfe und organisieren Lagerleben. Sogar Anfragen aus USA und Korea liegen uns vor. Mit einer ehrenamtlichen Gruppe ist dies nicht mehr machbar.
Jetzt wollen Sie das Ganze auf eine professionelle Basis stellen?
In Stetten ob Lonetal haben wir nicht genügend Platz. Unser Konzept sieht einen Themenpark vor, in dem wir die Besucher auf eine Zeitreise ins Mittelalter mitnehmen. Wir wollen ihnen zeigen, wo ihre Wurzeln sind. Auf einem etwa 85 Hektar großen Gelände sollen eine Burg, ein Weiler, ein Kloster und eine Waldschenke genauso wie im 13. Jahrhundert gebaut werden. Plastik wird es dort nicht geben. Auch die Flora und Fauna soll einen Schutzraum erfahren. In diesem Park wollen wir dann das mittelalterliche Leben darstellen. Das Ganze soll Tiefgang haben, auf keinen Fall wollen wir Walt Disney im Mittelalter.
Ihr Verein allein kann dieses Projekt aber nicht stemmen?
Nein. Für die Verwirklichung des "Ritterlandes Schwaben" brauchen wir Investoren. Die Unternehmensberatungsfirma Navigate-Consulting aus Ulm, der Verein Württemberger Ritter und ich werden dann der Betreibergesellschaft angehören.
Wie viel Geld investieren Sie in das "Ritterland"?
Alles in allem werden etwa 40 Millionen Euro investiert, aufgeteilt in verschiedene Bauphasen. Die Bauzeit nach der Genehmigung würde ungefähr eineinhalb Jahre dauern. Durch dieses Projekt entstehen etwa 160 Arbeitsplätze, überwiegend für geringqualifizierte Kräfte.
Von welcher Besucherzahl geht Ihre Kalkulation aus?
Im ersten Jahr rechnen wir mit 300 000 Besuchern. Über die Nachfrage machen wir uns keine Sorgen, ein ähnliches Projekt in Frankreich arbeitet wirtschaftlich sehr erfolgreich.
Und der ideale Standort für dieses "Ritterland" ist der Wald bei Großschafhausen?
Dies ist eine von drei Alternativen, die wir gerade prüfen. Wir suchen ein Waldgelände, das ganz ruhig ist. Bei der Suche sind wir auf Max-Dieter Freiherr von Süßkind-Schwendi als großen Waldbesitzer gestoßen. Er könnte sich vorstellen, das Gelände an uns zu verkaufen.
(Erschienen: 07.06.2008 00:08)
Herr Hummel, seit wann sind Sie fasziniert vom mittelalterlichen Leben und den damaligen Bräuchen?
Vor 30 Jahren habe ich in Niederstotzingen mein erstes Schwert geschmiedet. Das war praktisch der Einstieg in dieses Thema, dem ich mich im Lauf der Jahre mit anderen Gleichgesinnten intensiv gewidmet habe.
So intensiv, dass hieraus sogar ein Verein erwachsen istÉ
Richtig. Die "Württemberger Ritter e. V." mit Sitz in Stetten ob Lonetal, einem Teilort von Niederstotzingen, sind heute Deutschlands größte Ritterschaft mit 240 Mitgliedern. Wir haben eigene Liegenschaften und ein Rittergut, das wir gerade restaurieren. Wir veranstalten Ritterturniere und Schaukämpfe und organisieren Lagerleben. Sogar Anfragen aus USA und Korea liegen uns vor. Mit einer ehrenamtlichen Gruppe ist dies nicht mehr machbar.
Jetzt wollen Sie das Ganze auf eine professionelle Basis stellen?
In Stetten ob Lonetal haben wir nicht genügend Platz. Unser Konzept sieht einen Themenpark vor, in dem wir die Besucher auf eine Zeitreise ins Mittelalter mitnehmen. Wir wollen ihnen zeigen, wo ihre Wurzeln sind. Auf einem etwa 85 Hektar großen Gelände sollen eine Burg, ein Weiler, ein Kloster und eine Waldschenke genauso wie im 13. Jahrhundert gebaut werden. Plastik wird es dort nicht geben. Auch die Flora und Fauna soll einen Schutzraum erfahren. In diesem Park wollen wir dann das mittelalterliche Leben darstellen. Das Ganze soll Tiefgang haben, auf keinen Fall wollen wir Walt Disney im Mittelalter.
Ihr Verein allein kann dieses Projekt aber nicht stemmen?
Nein. Für die Verwirklichung des "Ritterlandes Schwaben" brauchen wir Investoren. Die Unternehmensberatungsfirma Navigate-Consulting aus Ulm, der Verein Württemberger Ritter und ich werden dann der Betreibergesellschaft angehören.
Wie viel Geld investieren Sie in das "Ritterland"?
Alles in allem werden etwa 40 Millionen Euro investiert, aufgeteilt in verschiedene Bauphasen. Die Bauzeit nach der Genehmigung würde ungefähr eineinhalb Jahre dauern. Durch dieses Projekt entstehen etwa 160 Arbeitsplätze, überwiegend für geringqualifizierte Kräfte.
Von welcher Besucherzahl geht Ihre Kalkulation aus?
Im ersten Jahr rechnen wir mit 300 000 Besuchern. Über die Nachfrage machen wir uns keine Sorgen, ein ähnliches Projekt in Frankreich arbeitet wirtschaftlich sehr erfolgreich.
Und der ideale Standort für dieses "Ritterland" ist der Wald bei Großschafhausen?
Dies ist eine von drei Alternativen, die wir gerade prüfen. Wir suchen ein Waldgelände, das ganz ruhig ist. Bei der Suche sind wir auf Max-Dieter Freiherr von Süßkind-Schwendi als großen Waldbesitzer gestoßen. Er könnte sich vorstellen, das Gelände an uns zu verkaufen.
(Erschienen: 07.06.2008 00:08)
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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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