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Baumarkt-Ode erfreut das Publikum

Joe Laemmle brachte mit einer meisterhaften Performance im Stil des „New Art Drumming“ die Trommelfelle zum Glühen.
Joe Laemmle brachte mit einer meisterhaften Performance im Stil des „New Art Drumming“ die Trommelfelle zum Glühen.

LAUPHEIM / sz Freunde der Schlagzeug- und Percussionmusik sind am Samstag auf ihre Kosten gekommen. Die Schlagzeugschule „Rhythmpoint“ von Michael Porter veranstaltete ihre Drummerparty. Ob Drumset, Pappkarton oder gar Milchkanne – die Akteure zeigten die enorme Vielfalt der Schlaginstrumente.

Von unserem Mitarbeiter  Julian Buckenheu

Schon die Bühne, randvoll bepackt mit Schlaginstrumenten aller Art, ließ die musikalische Bandbreite des Abends erahnen. Rhythmusinstrumente, das wurde deutlich, können viel mehr als nur begleiten. Eröffnet wurde die Drummerparty vom Jüngsten der knapp 400 Rhythmpoint-Schüler: Matthias Schurr überzeugte mit Rhythmus im Blut an der Snare Drum. Der junge Finn Wiest zeigte anschließend sein Können bei einer feurigen Soloeinlage am Drum Set mit dem Stück „Vani‘s flight from Rio to L.A. and back“.

Das „Junge Percussion-Ensemble Baden-Württemberg“ nutzte den ganzen Saal des Kulturhauses für ihre Darbietung. Die Musiker sind nicht nur Könner an den Instrumenten, sondern binden auch Schreie, Stampfen und andere Geräusche in ihre Stücke ein. Zu ihren Gerätschaften zählen Pappkartons, Porzellanschüsseln, Milchkannen und Feuerzeuge. Aus allem können die Akteure Geräusche entlocken und daraus ein rhythmisches Feuerwerk zaubern. Mit Joe Laemmle kam ein Mann der feinen Töne ans Schlagzeug. In einer meisterhaften Performance im Stil des „New Art Drumming“ forderte er seinem Instrument alles ab und brachte die Trommelfelle zum Glühen.

Anschließend entführte das Duo „Double Drums“ sein Publikum auf spektakuläre Weise mit teils rhythmischen, teils sphärischen Klängen an Orte wie die Antarktis und die Karibik. Die zwei Percussionisten Alexander Glöggler und Philipp Jungk verstehen es, Naturereignisse rhythmisch zu vertonen und Geräusche wie Vogelstimmen oder Meeresrauschen mit ihren Instrumenten zu erzeugen. Doch es geht auch anders: Mit Akkuschraubern, Hämmern, Spachteln und anderem Werkzeug gestalteten sie unter anderem die wummernde Ode „Im Baumarkt“. „Das ist Schlagzeugkunst auf höchstem Niveau“, freute sich Initiator Michael Porter.

Der zweite Teil des Abends gehörte der Band „The Beauties & the Beats“, bestehend aus musikalischen Profis der Region. Dazu war mit Steffen Schorn ein hochkarätiger musikalischer Leiter eingeladen. Er leitet unter anderem das Bundesjazzorchester. In einem anspruchsvollen Programm, zum Teil aus Schorns eigener Feder, begeisterte die Band mit rhythmischem Jazz auf höchstem Niveau.

(Erschienen: 21.03.2010 13:55)

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