Stadtnachrichten Laupheim
„An der Bildung dürfen wir nicht sparen“

Von unserem Redakteur Roland Ray
10,3 Millionen Euro waren ursprünglich in der Haushaltsplanung für das Projekt vorgesehen, im Mai allerdings lag die Kostenschätzung bei 13,1 Millionen. Vor allem bei der Baukonstruktion und der Haustechnik haben die Ingenieure seither abgespeckt. Sie strichen die Schrägfassade zum Innenhof und ein Klassenzimmer auf dem Dach, begradigten Innenwände, nahmen Änderungen am Fassadenmaterial vor. Am 1. Juli lautete der Planungsstand 10,88 Millionen Euro.
„Wir haben so optimiert, dass möglichst wenig Qualität verloren geht“, betonte Jan Leis von der Ulmer Fides Projekt GmbH. An anderer Stelle habe man sogar an Qualität gewonnen; so seien Räume ohne schräge Wände bei weniger Flächenverbrauch leichter zu möblieren. Auf eine Betonkernaktivierung verzichte man aus wirtschaftlichen Gründen und weil die Raumakustik empfindlich leiden würde. Ziel ist es nun, die Luft mit dem Quellwasser des Laubach- und Grundgrabens vorzukühlen.
Bei den Schulen war zwischenzeitlich die Sorge gewachsen, die Stadt könnte zu Lasten der Ausstattung sparen und damit die pädagogischen Möglichkeiten im neuen Schulhaus beschneiden. Dem trat Bürgermeister Rainer Kapellen am Montag entgegen: „Wir sollten der Pädagogik Rechnung tragen und nicht hinter den aktuellen Standards zurückbleiben.“
Die Stadt hat zu diesem Zweck das Budget um 322 000 Euro aufgestockt, außerdem ist eine Kostenreserve von 286 000 Euro eingeplant. In Summe stehen damit theoretisch gut 600 000 Euro zusätzlich für die Ausstattung zur Verfügung. Das sei genug für die Wünsche der Schulen, versichert der Kämmerer Gerold Rechle. Zu den Optionen zählen eine Medienversorgung in den Fachräumen von oben, ein Medienpaket und Garderoben/Schränke in den Fluren. Das gewünschte flexible Mobiliar im Ganztagesbereich sei bereits im Kostenansatz für die Ausstattung enthalten, sagte Rainer Kapellen.
Auf Vorschlag der Verwaltung werden die Gesamtkosten des neuen Schulhauses nun bei 11,2 Millionen Euro gedeckelt. Das bedeutet, es müssen 900 000 Euro in den Jahren 2011 bis 2013 nachfinanziert werden. Die Stadt erhofft sich höhere Zuschüsse als zunächst kalkuliert. Für die weitere Feinabstimmung wird ein Lenkungsausschuss eingerichtet, dem Vertreter der Verwaltung, der Fraktionen und der Schulen angehören.
CDU-Fraktionschef Burkhard Volkholz warnte davor, den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs kaputt zu sparen. Auch müsse klar sein: „ An der Bildung dürfen wir nicht sparen!“ Das sorgsam ausgearbeitete und genehmigte Schulkonzept zur Ganztagesbetreuung müsse 1:1 umgesetzt werden können -- „mit den Mitteln und der Technik von heute“. Eine Kostenobergrenze sei im Prinzip richtig, doch wenn es notwendig sei, „kann diese Grenze auch wieder eingerissen werden“.
„Was Sie hier präsentieren, geht in Ordnung“, resümierte Werner Lehmann (Freie Wähler). „Jetzt muss ein Deckel drauf.“ Ein wenig trauerte er der Außenklasse auf dem Dach und der Betonkernaktivierung nach.
Iris Godel-Ruepp (Offene Liste) vermisst die ursprünglich vorgesehenen Fächerelemente in den Gängen: „Das war ein bestechendes Element.“ Insgesamt gebe es nun aber ein schlüssiges Konzept -- „wir hoffen, dass die Schule der Zukunft realisiert werden kann, da sind wir in der Pflicht“.
CLG-Rektor Gerhard Weithmann zeigte sich zufrieden, „dass das eine oder andere bei der Ausstattung doch noch möglich ist“. Die Realschulrektorin Dr. Romy Popp habe ihm gesagt, die jetzige Planung entspreche ihren Vorstellungen, so Rainer Kapellen.
(Erschienen: 29.07.2010 00:20)

Von unserem Redakteur Roland Ray
10,3 Millionen Euro waren ursprünglich in der Haushaltsplanung für das Projekt vorgesehen, im Mai allerdings lag die Kostenschätzung bei 13,1 Millionen. Vor allem bei der Baukonstruktion und der Haustechnik haben die Ingenieure seither abgespeckt. Sie strichen die Schrägfassade zum Innenhof und ein Klassenzimmer auf dem Dach, begradigten Innenwände, nahmen Änderungen am Fassadenmaterial vor. Am 1. Juli lautete der Planungsstand 10,88 Millionen Euro.
„Wir haben so optimiert, dass möglichst wenig Qualität verloren geht“, betonte Jan Leis von der Ulmer Fides Projekt GmbH. An anderer Stelle habe man sogar an Qualität gewonnen; so seien Räume ohne schräge Wände bei weniger Flächenverbrauch leichter zu möblieren. Auf eine Betonkernaktivierung verzichte man aus wirtschaftlichen Gründen und weil die Raumakustik empfindlich leiden würde. Ziel ist es nun, die Luft mit dem Quellwasser des Laubach- und Grundgrabens vorzukühlen.
Bei den Schulen war zwischenzeitlich die Sorge gewachsen, die Stadt könnte zu Lasten der Ausstattung sparen und damit die pädagogischen Möglichkeiten im neuen Schulhaus beschneiden. Dem trat Bürgermeister Rainer Kapellen am Montag entgegen: „Wir sollten der Pädagogik Rechnung tragen und nicht hinter den aktuellen Standards zurückbleiben.“
Die Stadt hat zu diesem Zweck das Budget um 322 000 Euro aufgestockt, außerdem ist eine Kostenreserve von 286 000 Euro eingeplant. In Summe stehen damit theoretisch gut 600 000 Euro zusätzlich für die Ausstattung zur Verfügung. Das sei genug für die Wünsche der Schulen, versichert der Kämmerer Gerold Rechle. Zu den Optionen zählen eine Medienversorgung in den Fachräumen von oben, ein Medienpaket und Garderoben/Schränke in den Fluren. Das gewünschte flexible Mobiliar im Ganztagesbereich sei bereits im Kostenansatz für die Ausstattung enthalten, sagte Rainer Kapellen.
Auf Vorschlag der Verwaltung werden die Gesamtkosten des neuen Schulhauses nun bei 11,2 Millionen Euro gedeckelt. Das bedeutet, es müssen 900 000 Euro in den Jahren 2011 bis 2013 nachfinanziert werden. Die Stadt erhofft sich höhere Zuschüsse als zunächst kalkuliert. Für die weitere Feinabstimmung wird ein Lenkungsausschuss eingerichtet, dem Vertreter der Verwaltung, der Fraktionen und der Schulen angehören.
CDU-Fraktionschef Burkhard Volkholz warnte davor, den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs kaputt zu sparen. Auch müsse klar sein: „ An der Bildung dürfen wir nicht sparen!“ Das sorgsam ausgearbeitete und genehmigte Schulkonzept zur Ganztagesbetreuung müsse 1:1 umgesetzt werden können -- „mit den Mitteln und der Technik von heute“. Eine Kostenobergrenze sei im Prinzip richtig, doch wenn es notwendig sei, „kann diese Grenze auch wieder eingerissen werden“.
„Was Sie hier präsentieren, geht in Ordnung“, resümierte Werner Lehmann (Freie Wähler). „Jetzt muss ein Deckel drauf.“ Ein wenig trauerte er der Außenklasse auf dem Dach und der Betonkernaktivierung nach.
Iris Godel-Ruepp (Offene Liste) vermisst die ursprünglich vorgesehenen Fächerelemente in den Gängen: „Das war ein bestechendes Element.“ Insgesamt gebe es nun aber ein schlüssiges Konzept -- „wir hoffen, dass die Schule der Zukunft realisiert werden kann, da sind wir in der Pflicht“.
CLG-Rektor Gerhard Weithmann zeigte sich zufrieden, „dass das eine oder andere bei der Ausstattung doch noch möglich ist“. Die Realschulrektorin Dr. Romy Popp habe ihm gesagt, die jetzige Planung entspreche ihren Vorstellungen, so Rainer Kapellen.
(Erschienen: 29.07.2010 00:20)
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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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