Stadtnachrichten Laupheim
Herrlich klingen die Geschichten

Die vier exzellenten Musikerinnen in klassischer Kammerquartettbesetzung machen auch klassische Musik, meistens jedenfalls. Ihre Arrangements verbinden damit aber oft unversehens Pop- oder Volksmusik, die sie tempo- und einfallsreich präsentieren – nie ganz ernst, selten ganz Comedy.
Die „Introduction und Tarantella“ von Pablo de Sarasate zum Beispiel fängt harmlos-hingebungsvoll als Violinduo von Angelika Bachmann und Iris Siegfried an, artet unvermutet als kleiner Zwist der beiden aus, bei dem böse Blicke das energischer werdende Spiel begleiten – bis sich das Klavier einmischt und Jennifer Rüth dafür gespielt vorwurfsvolle Blicke erntet.
Umgekehrt machen Salut Salon zu allem, was sie erzählen, den entsprechenden musikalischen Klang. Die Haifischzähne aus Kurt Weills berühmter Moritat lässt Jennifer Rüth durch das Zupfen der Klaviersaiten entstehen. Im „Aquarium“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns untermalen durchsichtige Klavierarpeggien die getragene Streichermelodie und versetzen das Publikum in die blaue Unterwasserwelt – in die plötzlich der Hai in Gestalt von Astor Piazollas Tango „Escualo“ einbricht. Mit der Kraft seiner Phantasie (und der der 400 Zuhörer) sowie mit Hilfe des Temperaments der vier Hamburgerinnen sprengt er das enge Glas, um auf seiner Reise durchs Programm im Schwanensee, der schönen blauen Donau und der Moldau immer wieder aufzutauchen, bis ihn die Laupheimer Bürgerinitiative „Pro Hai“ wieder in heimische Gefilde, in diesem Fall das chinesische Meer vor Shang-Hai, bringt.
Belastungstest für die Instrumente
Zwischendurch hat Puppe „Oskar“ ihren Auftritt: Mit Bachmanns Geigenbogen angelt er im Flügel nach Schuberts launischer Forelle, was die Vier vom Warten über das Anbeißen bis zum Zurückspringen in die Tiefen des Flügels pantomimisch und klangmalerisch präzise darstellen. Dabei müssen die Instrumente einiges aushalten: Der Flügel dient als Schlagzeug, die Geigenrückseite wird mit einem Jazzbesen bearbeitet, das Cello von Sonja Lena Schmid wird zum Kontrabass für Oskar, die Streichinstrumente beim letzten Lied „We’ll meet again“ zu Gitarren.
Ob sie nun original Kammermusik spielen, finnische Volkslieder oder chinesische Popsongs singen oder Geräusche imitieren – alles geschieht virtuos auf höchst unterhaltsame Weise. Das Publikum revanchierte sich mit begeistertem Applaus und Bravo-Rufen – und der einen oder anderen Spende für ihr Musikschulprojekt in Chile, dem Bau und Unterhalt der „Escuela Popular de Artes“ in einem Elendsviertel von Viña del Mar.
(Erschienen: 25.11.2011 19:45)

Die vier exzellenten Musikerinnen in klassischer Kammerquartettbesetzung machen auch klassische Musik, meistens jedenfalls. Ihre Arrangements verbinden damit aber oft unversehens Pop- oder Volksmusik, die sie tempo- und einfallsreich präsentieren – nie ganz ernst, selten ganz Comedy.
Die „Introduction und Tarantella“ von Pablo de Sarasate zum Beispiel fängt harmlos-hingebungsvoll als Violinduo von Angelika Bachmann und Iris Siegfried an, artet unvermutet als kleiner Zwist der beiden aus, bei dem böse Blicke das energischer werdende Spiel begleiten – bis sich das Klavier einmischt und Jennifer Rüth dafür gespielt vorwurfsvolle Blicke erntet.
Umgekehrt machen Salut Salon zu allem, was sie erzählen, den entsprechenden musikalischen Klang. Die Haifischzähne aus Kurt Weills berühmter Moritat lässt Jennifer Rüth durch das Zupfen der Klaviersaiten entstehen. Im „Aquarium“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns untermalen durchsichtige Klavierarpeggien die getragene Streichermelodie und versetzen das Publikum in die blaue Unterwasserwelt – in die plötzlich der Hai in Gestalt von Astor Piazollas Tango „Escualo“ einbricht. Mit der Kraft seiner Phantasie (und der der 400 Zuhörer) sowie mit Hilfe des Temperaments der vier Hamburgerinnen sprengt er das enge Glas, um auf seiner Reise durchs Programm im Schwanensee, der schönen blauen Donau und der Moldau immer wieder aufzutauchen, bis ihn die Laupheimer Bürgerinitiative „Pro Hai“ wieder in heimische Gefilde, in diesem Fall das chinesische Meer vor Shang-Hai, bringt.
Belastungstest für die Instrumente
Zwischendurch hat Puppe „Oskar“ ihren Auftritt: Mit Bachmanns Geigenbogen angelt er im Flügel nach Schuberts launischer Forelle, was die Vier vom Warten über das Anbeißen bis zum Zurückspringen in die Tiefen des Flügels pantomimisch und klangmalerisch präzise darstellen. Dabei müssen die Instrumente einiges aushalten: Der Flügel dient als Schlagzeug, die Geigenrückseite wird mit einem Jazzbesen bearbeitet, das Cello von Sonja Lena Schmid wird zum Kontrabass für Oskar, die Streichinstrumente beim letzten Lied „We’ll meet again“ zu Gitarren.
Ob sie nun original Kammermusik spielen, finnische Volkslieder oder chinesische Popsongs singen oder Geräusche imitieren – alles geschieht virtuos auf höchst unterhaltsame Weise. Das Publikum revanchierte sich mit begeistertem Applaus und Bravo-Rufen – und der einen oder anderen Spende für ihr Musikschulprojekt in Chile, dem Bau und Unterhalt der „Escuela Popular de Artes“ in einem Elendsviertel von Viña del Mar.
(Erschienen: 25.11.2011 19:45)
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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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