Stadtnachrichten Laupheim
Dienstag früh heißt es: Volleinsatz

Am Dienstag setzt der Schneefall kurz vor sieben Uhr ein. Fünf Fahrzeuge sind ab 7.15 Uhr im Einsatzgebiet unterwegs, das von Ingerkingen bis Wain und von Reinstetten bis Stetten 270 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen umfasst.
Gegen 9 Uhr wird mit zehn Fahrzeugen Volleinsatz gefahren. Eines davon steuert Hermann Gründler. Um 10.30 Uhr hat er seinen Unimog bereits zum zweiten Mal mit 2,5 Tonnen Streusalz beladen. 30 Kilometer Straße wird er damit eisfrei halten. Auf der schneebedeckten Straße in Richtung Untersulmetingen ist in den Fahrspuren schon der schwarze Asphalt sichtbar, das Ergebnis seiner ersten, zweistündigen Fahrt, auf der er nur gestreut, nicht geräumt hat. „Es ist wichtig, zuerst das Salz auf die Straße zu bringen. Der Verkehr zermahlt es und sorgt dafür, dass die Straßen frei werden, nicht der Schneepflug“, erklärt Gründler. Jetzt, auf der zweiten Fahrt, räumt er und streut mit Trocken- und Feuchtsalz.
Das Problem ist in diesen Tagen nicht der Schnee, sondern die extreme Kälte. Ab etwa minus 6 Grad Celsius verliert das trockene Streusalz etwas von seiner Wirkung; das Feuchtsalz ist etwas aggressiver, wirkt aber bis unter minus 10 Grad zuverlässig.
Über Obersulmetingen führt der Weg nach Ingerkingen und wieder zurück, schließlich müssen beide Fahrstreifen geräumt und gestreut werden. Unterwegs achtet Hermann Gründler darauf, dass er keinen Schnee auf Gehwege wirft und keine Bordsteine rammt. Auf der Eisenbahnbrücke bei Schemmerhofen verlangsamt er die Geschwindigkeit und vergewissert sich, dass kein Zug kommt – auch ihn darf er nicht mit Schnee „bewerfen“.
Mittlerweile hat es aufgehört zu schneien, aber der Ostwind weht den feinen Pulverschnee an manchen Stellen beständig auf die Fahrbahn. „Da sieht es eine Viertelstunde später dann aus, als ob noch kein Räumfahrzeug gefahren wäre“, sagt Gründler. Aber auch umgekehrt mischt sich der Wind in die Arbeit des Winterdienstes ein: Er bläst den leichten Schnee von der Fahrbahn.
Gegen 11.30 Uhr erreicht der Unimog Schemmerhofen. Laut Füllstandanzeige reicht das Salz nicht mehr bis nach Schemmerberg. Gründler steigt aus und schaut selber in den Salztank. „Es reicht noch“, stellt er fest und setzt seine Fahrt wie geplant fort. An einer Steigung gibt er salztechnisch „Vollgas“ und schüttet kurzzeitig 40 statt der bisherigen 20 Gramm pro Quadratmeter auf die Straße. Zurück in Laupheim, wäscht er die Scheiben und lädt noch einmal Salz auf, bevor er ein drittes Mal losfährt. Das Salz hat die Schneedecke in Matsch verwandelt, den es jetzt wegzuräumen gilt. Dann haben die Autofahrer freie Fahrt – bis zum nächsten Schneeschauer.
(Erschienen: 07.02.2012 23:40)

Am Dienstag setzt der Schneefall kurz vor sieben Uhr ein. Fünf Fahrzeuge sind ab 7.15 Uhr im Einsatzgebiet unterwegs, das von Ingerkingen bis Wain und von Reinstetten bis Stetten 270 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen umfasst.
Gegen 9 Uhr wird mit zehn Fahrzeugen Volleinsatz gefahren. Eines davon steuert Hermann Gründler. Um 10.30 Uhr hat er seinen Unimog bereits zum zweiten Mal mit 2,5 Tonnen Streusalz beladen. 30 Kilometer Straße wird er damit eisfrei halten. Auf der schneebedeckten Straße in Richtung Untersulmetingen ist in den Fahrspuren schon der schwarze Asphalt sichtbar, das Ergebnis seiner ersten, zweistündigen Fahrt, auf der er nur gestreut, nicht geräumt hat. „Es ist wichtig, zuerst das Salz auf die Straße zu bringen. Der Verkehr zermahlt es und sorgt dafür, dass die Straßen frei werden, nicht der Schneepflug“, erklärt Gründler. Jetzt, auf der zweiten Fahrt, räumt er und streut mit Trocken- und Feuchtsalz.
Das Problem ist in diesen Tagen nicht der Schnee, sondern die extreme Kälte. Ab etwa minus 6 Grad Celsius verliert das trockene Streusalz etwas von seiner Wirkung; das Feuchtsalz ist etwas aggressiver, wirkt aber bis unter minus 10 Grad zuverlässig.
Über Obersulmetingen führt der Weg nach Ingerkingen und wieder zurück, schließlich müssen beide Fahrstreifen geräumt und gestreut werden. Unterwegs achtet Hermann Gründler darauf, dass er keinen Schnee auf Gehwege wirft und keine Bordsteine rammt. Auf der Eisenbahnbrücke bei Schemmerhofen verlangsamt er die Geschwindigkeit und vergewissert sich, dass kein Zug kommt – auch ihn darf er nicht mit Schnee „bewerfen“.
Mittlerweile hat es aufgehört zu schneien, aber der Ostwind weht den feinen Pulverschnee an manchen Stellen beständig auf die Fahrbahn. „Da sieht es eine Viertelstunde später dann aus, als ob noch kein Räumfahrzeug gefahren wäre“, sagt Gründler. Aber auch umgekehrt mischt sich der Wind in die Arbeit des Winterdienstes ein: Er bläst den leichten Schnee von der Fahrbahn.
Gegen 11.30 Uhr erreicht der Unimog Schemmerhofen. Laut Füllstandanzeige reicht das Salz nicht mehr bis nach Schemmerberg. Gründler steigt aus und schaut selber in den Salztank. „Es reicht noch“, stellt er fest und setzt seine Fahrt wie geplant fort. An einer Steigung gibt er salztechnisch „Vollgas“ und schüttet kurzzeitig 40 statt der bisherigen 20 Gramm pro Quadratmeter auf die Straße. Zurück in Laupheim, wäscht er die Scheiben und lädt noch einmal Salz auf, bevor er ein drittes Mal losfährt. Das Salz hat die Schneedecke in Matsch verwandelt, den es jetzt wegzuräumen gilt. Dann haben die Autofahrer freie Fahrt – bis zum nächsten Schneeschauer.
(Erschienen: 07.02.2012 23:40)
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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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