Stadtnachrichten Laupheim
Auch das Essen ist hier Musik

Beides wird während eines fünftägigen Kreismusikfests in rauen Mengen verzehrt. Die Bestellliste hat deshalb XXL-Format. Eine halbe Tonne Schnitzel, 350 Kilogramm Braten und 250 Kilogramm Grillfleisch wollen Kästle und Co. ordern, außerdem 6000 Festwürste, 2000 Currywürste, 2500 Paar Bratwürste, 500 Paar Wienerle und 450 Paar Weiße. Sie kalkulieren ferner mit 1,5 Tonnen Pommes und 17 000 Wecken.
Aus eigener Herstellung sind die Spätzle, die am 2. und 5. Juni zum Mittagessen serviert werden. Sechs „Spätzlesfrauen“ bereiten die schwäbische Leibspeise im Musikerheim zu. Roland Sontheimer leitet das Salatteam. „Die Saucen verfeinern wir auch alle selbst“, sagt Franz Kästle (51) – und fügt selbstbewusst an: „Wir machen eines der besten Zeltfestessen Oberschwabens.“
Von der Qualität können sich die Gäste der „Harmonie“ jedes Jahr beim Baustetter Zeltfest überzeugen. Das Kreismusikfest sei freilich drei Nummern größer, ist den Küchenchefs bewusst. So wird denn im Juni an der Straße Häldelesberg ein Versorgungszelt aufgeschlagen. Acht Fritteusen, 16 Bräter, drei Kipppfannen, fünf Soßen- und vier Salatwagen gehören zur Ausstattung, nicht zu vergessen die Spüle.
„Wir haben einen Küchenplan entwickelt und überlegt, wo welches Gerät am besten steht“, erklärt Benedikt Gutzer. Wenn der Ansturm der hungrigen Festgäste beginnt, müssen die Abläufe stimmen.
Mitte Mai geht die Bestellung raus. „Zwei Tage vor dem Kreismusikfest wird’s dann hektisch“, schätzt Franz Kästle. Die Küche wird eingeräumt und das Personal noch einmal in Sachen Hygiene geschult. Kopfbedeckung ist Pflicht.
„Wir brauchen mindestens 400 Leute in der Küche und bei der Essensausgabe“, sagt Kästle. Sie wechseln sich nach einem Schichtplan ab. Etwa 20 Mitglieder der „Harmonie“ bilden den harten Kern: „Wir arbeiten seit vielen Jahren zusammen und sind bestens aufeinander eingespielt.“ Die anderen Helfer stoßen aus dem Ort und von befreundeten Musikkapellen dazu. Sie arbeiten ehrenamtlich, erhalten Gutscheine für Essen und Trinken.
Guter Brauch ist, dass sich die Vereine, die das Kreismusikfest ausrichten, gegenseitig unterstützen. „Wir haben voriges Jahr den Kameraden in Berkheim geholfen, jetzt helfen sie uns“, erklärt Benedikt Gutzer. „Auch die Hörenhauser gehen uns zur Hand, wir revanchieren uns 2012. Bei der Musik gibt’s keine Konkurrenz, nur Kollegen.“
Während der Festtage finden die Küchenchefs wenig Schlaf. An den Tagen, an denen Mittagessen angeboten wird, stehen sie um 6 Uhr auf der Matte, rühren Saucen an, panieren Schnitzel, befüllen die Fritteusen. Die „Mannschaft“ beginnt um acht.
Vom Festgeschehen werde er wohl nur „Fetzen“ mitbekommen, sagt Franz Kästle. An ein Mitmusizieren sei nicht zu denken. Trotzdem wünscht er sich, „dass wir in der Küche an unsere absoluten Grenzen stoßen“. Dann ist das Zelt nämlich voll.
Übrigens: Am 14. Mai geht der Musikverein Baustetten wallfahrten auf den Henkenberg. Da werde man auch für gutes Wetter am Kreismusikfest beten, sagt Kästle. „Anlässlich unserer 75-Jahr-Feier haben wir das auch gemacht und es hat funktioniert.“
(Erschienen: 23.04.2011 00:10)

Beides wird während eines fünftägigen Kreismusikfests in rauen Mengen verzehrt. Die Bestellliste hat deshalb XXL-Format. Eine halbe Tonne Schnitzel, 350 Kilogramm Braten und 250 Kilogramm Grillfleisch wollen Kästle und Co. ordern, außerdem 6000 Festwürste, 2000 Currywürste, 2500 Paar Bratwürste, 500 Paar Wienerle und 450 Paar Weiße. Sie kalkulieren ferner mit 1,5 Tonnen Pommes und 17 000 Wecken.
Aus eigener Herstellung sind die Spätzle, die am 2. und 5. Juni zum Mittagessen serviert werden. Sechs „Spätzlesfrauen“ bereiten die schwäbische Leibspeise im Musikerheim zu. Roland Sontheimer leitet das Salatteam. „Die Saucen verfeinern wir auch alle selbst“, sagt Franz Kästle (51) – und fügt selbstbewusst an: „Wir machen eines der besten Zeltfestessen Oberschwabens.“
Von der Qualität können sich die Gäste der „Harmonie“ jedes Jahr beim Baustetter Zeltfest überzeugen. Das Kreismusikfest sei freilich drei Nummern größer, ist den Küchenchefs bewusst. So wird denn im Juni an der Straße Häldelesberg ein Versorgungszelt aufgeschlagen. Acht Fritteusen, 16 Bräter, drei Kipppfannen, fünf Soßen- und vier Salatwagen gehören zur Ausstattung, nicht zu vergessen die Spüle.
„Wir haben einen Küchenplan entwickelt und überlegt, wo welches Gerät am besten steht“, erklärt Benedikt Gutzer. Wenn der Ansturm der hungrigen Festgäste beginnt, müssen die Abläufe stimmen.
Mitte Mai geht die Bestellung raus. „Zwei Tage vor dem Kreismusikfest wird’s dann hektisch“, schätzt Franz Kästle. Die Küche wird eingeräumt und das Personal noch einmal in Sachen Hygiene geschult. Kopfbedeckung ist Pflicht.
„Wir brauchen mindestens 400 Leute in der Küche und bei der Essensausgabe“, sagt Kästle. Sie wechseln sich nach einem Schichtplan ab. Etwa 20 Mitglieder der „Harmonie“ bilden den harten Kern: „Wir arbeiten seit vielen Jahren zusammen und sind bestens aufeinander eingespielt.“ Die anderen Helfer stoßen aus dem Ort und von befreundeten Musikkapellen dazu. Sie arbeiten ehrenamtlich, erhalten Gutscheine für Essen und Trinken.
Guter Brauch ist, dass sich die Vereine, die das Kreismusikfest ausrichten, gegenseitig unterstützen. „Wir haben voriges Jahr den Kameraden in Berkheim geholfen, jetzt helfen sie uns“, erklärt Benedikt Gutzer. „Auch die Hörenhauser gehen uns zur Hand, wir revanchieren uns 2012. Bei der Musik gibt’s keine Konkurrenz, nur Kollegen.“
Während der Festtage finden die Küchenchefs wenig Schlaf. An den Tagen, an denen Mittagessen angeboten wird, stehen sie um 6 Uhr auf der Matte, rühren Saucen an, panieren Schnitzel, befüllen die Fritteusen. Die „Mannschaft“ beginnt um acht.
Vom Festgeschehen werde er wohl nur „Fetzen“ mitbekommen, sagt Franz Kästle. An ein Mitmusizieren sei nicht zu denken. Trotzdem wünscht er sich, „dass wir in der Küche an unsere absoluten Grenzen stoßen“. Dann ist das Zelt nämlich voll.
Übrigens: Am 14. Mai geht der Musikverein Baustetten wallfahrten auf den Henkenberg. Da werde man auch für gutes Wetter am Kreismusikfest beten, sagt Kästle. „Anlässlich unserer 75-Jahr-Feier haben wir das auch gemacht und es hat funktioniert.“
(Erschienen: 23.04.2011 00:10)
Themendossiers
Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
mehr





























