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Rund um Laupheim

Polizei hat alle Hände voll zu tun

LANDKREIS BIBERACH / sz Die Polizei im Landkreis Biberach ist zur Jahreswende mit verstärktem Personal präsent gewesen und hat dennoch alle Hände voll zu tun gehabt. Zwar blieben größere Schadens- oder Kriminalfälle aus, doch mittlere und kleinere Ereignisse fielen reichlich an. Als Stichworte seien Ruhestörungen, Streitigkeiten, Sachbeschädigungen, Brände und – wie nicht anders zu erwarten – überreichlicher Alkoholkonsum genannt. Die Fülle an Aufgaben betraf neben der Polizei auch den Rettungsdienst, Krankenhausambulanzen und teilweise auch die Feuerwehr.

In Biberach hatten sich geschätzte 150 bis 200 Personen auf dem Marktplatz versammelt und feierten den Jahreswechsel überwiegend friedlich. Einige Zeitgenossen schlugen dennoch über die Stränge, so zum Beispiel mehrere junge Leute, die übermäßig Alkohol tranken. Ein 19-Jähriger schlief in seiner eigenen Urinlache ein, ein 22-Jähriger stürzte in den Stadtbach, wurde von Umstehenden herausgezogen und schlief trotz seiner völlig durchnässten Kleider ebenfalls ein. Völlig fertig war auch ein 16-jähriges Mädchen, welches mit rund zwei Promille im Krankenhaus behandelt werden musste. Ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden musste eine alkoholisierte 17-Jährige, die von Passanten am Biberacher Stadtrand aufgelesen worden war.

Die Polizei in Ochsenhausen hatte es unter anderem mit einer überlauten Geburtstagsfeier in Goppertshofen, einer Keilerei unter Jugendlichen in Wennedach und einer gewalttätigen Privatparty in Rot an der Rot zu tun. Bei den beiden letztgenannten Ereignissen gab es Verletzte, die vom Rettungsdienst behandelt und teilweise gar ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Den insgesamt größten Einsatz gab es bereits an Silvesterabend in Riedlingen. Gegen 23.50 Uhr wurde in einer Wohnanlage im Greutweg ein Brand gemeldet. Vermutlich durch Feuerwerkskörper hatten auf einem Balkon Haushaltsgegenstände zu schmoren und teilweise auch zu brennen begonnen. Durch schnelles Löschen konnte ein Gebäudebrand verhindert werden. Allerdings drang Rauch in die Räume ein. Die Bewohner waren abwesend und sonstige Verletzte gab es zum Glück auch nicht. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden. Woher und von wem der Feuerwerkskörper gekommen ist, blieb unklar. Möglicherweise hat eine Gruppe Jugendlicher etwas damit zu tun, die etwa eine dreiviertel Stunde vor dem Brandausbruch auf einem am Haus vorbeiführenden Fußweg gesehen worden ist. Sollte jemand nähere Angaben machen können, wird um Mitteilung an das Polizeirevier Riedlingen, Telefon 0 73 71/93 80, gebeten. Am Brandplatz hatten sich Feuerwehr, Rettungsdienst mit Notarzt, weitere DRK-Helfer, der Kreisbrandmeister sowie der Bürgermeister eingefunden.

Noch als der Brandeinsatz lief, musste eine Polizeistreife als Schlichter aufmarschieren. In einer Wohnung ebenfalls in Riedlingen hatte sich ein junges Paar in die Wolle gekriegt. Ein deutlich alkoholisierter 25-jähriger Mann gab sich als Opfer aus; was durchaus mit seinen sichtbaren Verletzungen übereinstimmte. Weiterhin musste eine Streife die viel zu laute Musik in einem Mehrfamilienhaus „Am Bergle“ abstellen. Nichts zu beanstanden gab es für die Gesetzeshüter bei einer Reihe von Alkoholkontrollen. In Riedlingen und um Riedlingen herum nahmen Streifenpolizisten mehrere Dutzend Autofahrer unter die Lupe. 13 davon machten Alkoholtests; alle durften weiterfahren.

Knallkörper zerstört Briefkasten

Für die Laupheimer Polizei spielte die Musik weniger in Laupheim selbst, als vielmehr im Umland. Sowohl in Burgrieden als auch in Schemmerberg kam es bei Privatfeiern zu Tätlichkeiten, was beide Male zu verletzten Personen führte und den Einsatz des Rettungsdienstes und auch der Polizei erforderlich machte.

Um beträchtlichen Sachschaden ging es in der Straße Bachäcker in Achstetten. Am Neujahrsmorgen gegen 0.30 Uhr steckte ein Unbekannter einen größeren Knallkörper in ein Briefkastenelement eines Wohnhauses. Vom Briefkasten blieben nur Trümmer übrig. Außerdem wurde im Gebäudeinnern eine Glastüre beschädigt. Die genauen Folgekosten müssen noch festgestellt werden.

Sollte jemand Angaben zu einem möglichen Verursacher machen können, wird um Mitteilung an das Polizeirevier Laupheim, Telefon 073 92/9 63 00, gebeten.

(Erschienen: 02.01.2011 13:40)

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