Rund um Laupheim
Nico engagiert sich für seine Mitschüler
„Politik hat mich schon immer interessiert“, sagt Nico, zu dessen Lieblingsfächern Gemeinschaftskunde zählt. Deshalb war er im Frühjahr 2010 sofort dabei, als eine Einladung zum Treffen des Schülernachrichtendienstes, einem regionalen Schülermitverwaltung-Arbeitskreis in Stuttgart und Tübingen, ins Haus flatterte. „Dort bin ich mit dem Vorsitzenden des LSBR ins Gespräch gekommen, der mich über die anstehende Wahl zum neunten LSBR informierte.“
Nico ist daraufhin nach Tübingen gefahren – und als Vorstandsmitglied zurückgekommen. Wahlberechtigt sind die Mitglieder des Schülerrats, der sich aus Klassen- und Schülersprechern aller Schularten zusammensetzt. Seither opfert Nico einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Freizeit für die Arbeit in dem 48-köpfigen Gremium. Einmal pro Monat findet eine Sitzung in Stuttgart statt, die jedes zweite Mal mehrtägig ist. „Diese Sitzung ist für mich Pflicht-sache“, erklärt Nico. „Dort beraten wir zum Beispiel über Vorlagen aus dem Ministerium. Alles, was im Schulgesetz geändert wird, bekommen wir auf den Schreibtisch.“
Hören denn die Politiker auf die Vorschläge des LSBR? „Wir werden auf jeden Fall respektiert. Unsere Einwände führen oft zu einem Kompromiss“, berichtet der 16-Jährige. Daneben arbeitet er in mehreren Ausschüssen mit, ist Delegierter für die Bundesschülerkonferenz und Beauftragter im „Kontaktkreis Oper-Schule“. Dort diskutieren Schüler mit Vertretern von SWR und Opernhäusern darüber, wie man den Musikunterricht besser gestalten kann. „Es macht Spaß, mit solchen Leuten zusammenzusitzen und zu reden“, findet Nico.
Mittlerweile haben sich auch seine Klassenkameraden daran gewöhnt, dass er öfter mal fehlt. Sie finden es gut, einen so direkten Draht zum Kultusministerium zu haben. Konkret profitieren die Schulen durch Schülermitverwaltung-Fortbildungen, wenn die Schülerbeiräte als Referenten die Schülersprecher über Möglichkeiten der Mitgestaltung informieren.
Das nächste große Projekt ist der Landesschülerkongress am 3. und 4. März in Tuttlingen. Dort ist Nico Mäder für die Technik zuständig. 40 Workshops – darunter Themen wie Rhetorik und Teambildung in der Schülermitverwaltung, Cybermobbing und ein Planspiel „Demokratie“ – werden angeboten, dazu Podiumsdiskussionen mit Politikern. Nico hofft, dass sich viele Schüler anmelden und die Chance nutzen, sich aktiv zu beteiligen.
Nächsten Mittwoch sind LSBR-Wahlen. Nico lässt sich wieder aufstellen. Denn: „Was ich durch meine Arbeit im Landesschülerbeirat lerne, kann ich in der Schule nicht lernen.“
(Erschienen: 04.02.2012 00:15)
„Politik hat mich schon immer interessiert“, sagt Nico, zu dessen Lieblingsfächern Gemeinschaftskunde zählt. Deshalb war er im Frühjahr 2010 sofort dabei, als eine Einladung zum Treffen des Schülernachrichtendienstes, einem regionalen Schülermitverwaltung-Arbeitskreis in Stuttgart und Tübingen, ins Haus flatterte. „Dort bin ich mit dem Vorsitzenden des LSBR ins Gespräch gekommen, der mich über die anstehende Wahl zum neunten LSBR informierte.“
Nico ist daraufhin nach Tübingen gefahren – und als Vorstandsmitglied zurückgekommen. Wahlberechtigt sind die Mitglieder des Schülerrats, der sich aus Klassen- und Schülersprechern aller Schularten zusammensetzt. Seither opfert Nico einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Freizeit für die Arbeit in dem 48-köpfigen Gremium. Einmal pro Monat findet eine Sitzung in Stuttgart statt, die jedes zweite Mal mehrtägig ist. „Diese Sitzung ist für mich Pflicht-sache“, erklärt Nico. „Dort beraten wir zum Beispiel über Vorlagen aus dem Ministerium. Alles, was im Schulgesetz geändert wird, bekommen wir auf den Schreibtisch.“
Hören denn die Politiker auf die Vorschläge des LSBR? „Wir werden auf jeden Fall respektiert. Unsere Einwände führen oft zu einem Kompromiss“, berichtet der 16-Jährige. Daneben arbeitet er in mehreren Ausschüssen mit, ist Delegierter für die Bundesschülerkonferenz und Beauftragter im „Kontaktkreis Oper-Schule“. Dort diskutieren Schüler mit Vertretern von SWR und Opernhäusern darüber, wie man den Musikunterricht besser gestalten kann. „Es macht Spaß, mit solchen Leuten zusammenzusitzen und zu reden“, findet Nico.
Mittlerweile haben sich auch seine Klassenkameraden daran gewöhnt, dass er öfter mal fehlt. Sie finden es gut, einen so direkten Draht zum Kultusministerium zu haben. Konkret profitieren die Schulen durch Schülermitverwaltung-Fortbildungen, wenn die Schülerbeiräte als Referenten die Schülersprecher über Möglichkeiten der Mitgestaltung informieren.
Das nächste große Projekt ist der Landesschülerkongress am 3. und 4. März in Tuttlingen. Dort ist Nico Mäder für die Technik zuständig. 40 Workshops – darunter Themen wie Rhetorik und Teambildung in der Schülermitverwaltung, Cybermobbing und ein Planspiel „Demokratie“ – werden angeboten, dazu Podiumsdiskussionen mit Politikern. Nico hofft, dass sich viele Schüler anmelden und die Chance nutzen, sich aktiv zu beteiligen.
Nächsten Mittwoch sind LSBR-Wahlen. Nico lässt sich wieder aufstellen. Denn: „Was ich durch meine Arbeit im Landesschülerbeirat lerne, kann ich in der Schule nicht lernen.“
(Erschienen: 04.02.2012 00:15)
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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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