Nachrichten Laichingen
Pfarrer Heinz Bosler nimmt Abschied
"Den alten Platz besser verlassen als man ihn angetroffen hat" - dieses Motto hat sich der bald 64-Jährige zu seinem Lebensprinzip gemacht. Er geht davon aus, dass er es auch in Feldstetten umsetzen konnte, wo er am 9. März 2003 die Pfarrstelle antrat. Einen Schwerpunkt seiner seelsorgerischen Arbeit in den vergangenen sechs Jahren sah er dabei im Gemeindeaufbau - und zwar für alle Generationen.
"Mit meinen Gaben und Fähigkeiten wollte ich mit Hand anlegen am Gemeindeaufbau. Ich wollte Gottes Liebesangebot in die Gemeinde hin-eintragen", unterstreicht Bosler, der 1945 in Würtingen-St. Johann geboren wurde, wohin es ihn nun wieder zurückzieht. Dass ein Gemeindeaufbau nicht allein möglich ist, weiß er. Deshalb ist er froh und dankbar, dass so viele Gemeindeglieder sich eingebracht und ihn unterstützt haben. "Nur in einem guten Miteinander, in einem guten Team ist dies möglich. Denn jeder hat Talente, Fähigkeiten und gute Einfälle am Bau einer Gemeinde", erläutert er.
Für sein Ziel, eine lebendige Kirchengemeinde zu bauen, setzte der bald scheidende Pfarrer auf vielfältige Gottesdienstformen, um Jung und Alt zu erreichen. Mit einem Team aus Mitarbeitern führte er etwa den "Treff unterm Turm" ein und versuchte, möglichst viele Gemeindeglieder in die Gottesdienste einzubinden. Auch Jugendbands sowie Vereine und Gruppierungen aus Feldstetten gestalteten immer wieder die Feiern. Die traditionellen Bibelabenden unter Mitwirkung der Vereine setzte er fort.
Als ehemaliger Jugendreferent im Kirchenbezirk Münsingen lag Bosler die Jugendarbeit sehr am Herzen, sie hat er intensiv gefördert. Mit Erfolg. Er gewann Jugendliche als Mitarbeiter, die mittlerweile zwei Bubenjungschar- und Mädchenjungschargruppen sowie eine Jungenschaft und einen Mädchenkreis betreuen. Wertvolle Unterstützung erhielten die Jugendmitarbeiter dabei von jungen Leute, die ein freiwilliges soziales Jahr in Feldstetten absolvierten. 2005 wurde diese FSJ-Stelle eingerichtet. Höhepunkte für die Kinder und Jugendlichen war dabei die Jungscharzeltlager sowie die Jugend- und Männerskitage, die das Miteinander sehr förderten, wie der Pfarrer darlegt.
Die Seniorenarbeit ausgebaut
Doch auch an die Senioren dachten Bosler und seine Frau Elfriede, die ihn bei den vielfältigen Aufgaben in einer Pfarrgemeinde nachhaltig unterstützte. So bauten sie mit Helfern die Seniorenarbeit aus, organisierten regelmäßige Begegnungen wie auch Ausflüge und die Gemarkungsfahrten. Die jüngste führte dabei in dieser Woche zum Steinbruch "Rösch", wo die Senioren eine Sprengung miterlebten. "Man weiß oft gar nicht, was der eigene Ort so alles zu bieten hat", meint der Seelsorger. Ferner ist in der Kirchengemeinde das Frauenfrühstück als beliebte Einrichtung entstanden. Wert legte Bosler auch auf die Mitarbeiterfeste als gemeinschaftsfördernde Elemente.
"Mein Bestreben war immer ein gutes Miteinander der Kirchengemeinde mit den Vereinen und der bürgerlichen Gemeinde", betont Bosler und schätzt den Einsatz vieler Feldstetter bei der Außenrenovierung und Dachsanierung der St. Galluskirche: "Da haben alle an einem Strang gezogen und tatkräftig geholfen."
"Der Abschied aus Feldstetten fällt mir und meiner Frau schwer, wir haben uns hier wohlgefühlt und sind herzlich aufgenommen worden", sagt der gehende Seelsorger. Bereits nächsten Donnerstag fährt der Möbelwagen vor. So ganz weg werde er jedoch noch nicht sein, denn während der pfarrerlosen Zeit in Feldstetten helfe er bei den Gottesdiensten auch gerne mal aus, legt er dar.
(Erschienen: 12.06.2009 00:08)
"Den alten Platz besser verlassen als man ihn angetroffen hat" - dieses Motto hat sich der bald 64-Jährige zu seinem Lebensprinzip gemacht. Er geht davon aus, dass er es auch in Feldstetten umsetzen konnte, wo er am 9. März 2003 die Pfarrstelle antrat. Einen Schwerpunkt seiner seelsorgerischen Arbeit in den vergangenen sechs Jahren sah er dabei im Gemeindeaufbau - und zwar für alle Generationen.
"Mit meinen Gaben und Fähigkeiten wollte ich mit Hand anlegen am Gemeindeaufbau. Ich wollte Gottes Liebesangebot in die Gemeinde hin-eintragen", unterstreicht Bosler, der 1945 in Würtingen-St. Johann geboren wurde, wohin es ihn nun wieder zurückzieht. Dass ein Gemeindeaufbau nicht allein möglich ist, weiß er. Deshalb ist er froh und dankbar, dass so viele Gemeindeglieder sich eingebracht und ihn unterstützt haben. "Nur in einem guten Miteinander, in einem guten Team ist dies möglich. Denn jeder hat Talente, Fähigkeiten und gute Einfälle am Bau einer Gemeinde", erläutert er.
Für sein Ziel, eine lebendige Kirchengemeinde zu bauen, setzte der bald scheidende Pfarrer auf vielfältige Gottesdienstformen, um Jung und Alt zu erreichen. Mit einem Team aus Mitarbeitern führte er etwa den "Treff unterm Turm" ein und versuchte, möglichst viele Gemeindeglieder in die Gottesdienste einzubinden. Auch Jugendbands sowie Vereine und Gruppierungen aus Feldstetten gestalteten immer wieder die Feiern. Die traditionellen Bibelabenden unter Mitwirkung der Vereine setzte er fort.
Als ehemaliger Jugendreferent im Kirchenbezirk Münsingen lag Bosler die Jugendarbeit sehr am Herzen, sie hat er intensiv gefördert. Mit Erfolg. Er gewann Jugendliche als Mitarbeiter, die mittlerweile zwei Bubenjungschar- und Mädchenjungschargruppen sowie eine Jungenschaft und einen Mädchenkreis betreuen. Wertvolle Unterstützung erhielten die Jugendmitarbeiter dabei von jungen Leute, die ein freiwilliges soziales Jahr in Feldstetten absolvierten. 2005 wurde diese FSJ-Stelle eingerichtet. Höhepunkte für die Kinder und Jugendlichen war dabei die Jungscharzeltlager sowie die Jugend- und Männerskitage, die das Miteinander sehr förderten, wie der Pfarrer darlegt.
Die Seniorenarbeit ausgebaut
Doch auch an die Senioren dachten Bosler und seine Frau Elfriede, die ihn bei den vielfältigen Aufgaben in einer Pfarrgemeinde nachhaltig unterstützte. So bauten sie mit Helfern die Seniorenarbeit aus, organisierten regelmäßige Begegnungen wie auch Ausflüge und die Gemarkungsfahrten. Die jüngste führte dabei in dieser Woche zum Steinbruch "Rösch", wo die Senioren eine Sprengung miterlebten. "Man weiß oft gar nicht, was der eigene Ort so alles zu bieten hat", meint der Seelsorger. Ferner ist in der Kirchengemeinde das Frauenfrühstück als beliebte Einrichtung entstanden. Wert legte Bosler auch auf die Mitarbeiterfeste als gemeinschaftsfördernde Elemente.
"Mein Bestreben war immer ein gutes Miteinander der Kirchengemeinde mit den Vereinen und der bürgerlichen Gemeinde", betont Bosler und schätzt den Einsatz vieler Feldstetter bei der Außenrenovierung und Dachsanierung der St. Galluskirche: "Da haben alle an einem Strang gezogen und tatkräftig geholfen."
"Der Abschied aus Feldstetten fällt mir und meiner Frau schwer, wir haben uns hier wohlgefühlt und sind herzlich aufgenommen worden", sagt der gehende Seelsorger. Bereits nächsten Donnerstag fährt der Möbelwagen vor. So ganz weg werde er jedoch noch nicht sein, denn während der pfarrerlosen Zeit in Feldstetten helfe er bei den Gottesdiensten auch gerne mal aus, legt er dar.
(Erschienen: 12.06.2009 00:08)





































