Nachrichten Laichingen
Findbuch lockt die Geschichte aus dem Versteck
In Feldstetten gibt es für die Altakten bereits ein altes Findbuch aus dem Jahr 1897, ein weiteres Verzeichnis von Angelika Bischoff aus dem Jahr 1980, und für die neuen Bestände „kommen wir ins Zeitalter der EDV“, stellt Schanbacher erfreut fest. Aus dieser Aufgabe ist ein etwas anderer Ferienjob für Schüler geworden. „Die jungen Leute beherrschen das einfach“, meint Schanbacher.
Elftklässlerinnen am Werk
Im zweiten Jahr kümmern sich jetzt schon die Elftklässlerinnen Stephanie Frank aus Laichingen und Anna-Carin Föhner aus Suppingen darum, Fotos zu scannen und die in den vergangenen 30 Jahren dazugekommenen Akten und anderen Quellen mit genauen Angaben im Computer zu erfassen. Danach genügt es, ein Stichwort einzugeben, und die moderne Technik weiß, in welchen Bänden und Akten dazu etwas steht.Die beiden 17-Jährigen, die das Laichinger Gymnasium besuchen, kennen sich mittlerweile schon ziemlich gut aus in der Feldstetter Geschichte. So reicht ihnen ein Blick auf das Haus auf dem alten Foto, um zu wissen, dass es 1972 abgebrochen wurde, und sie wissen auch, in welchem Ordner sie die weiterführenden Angaben dazu finden. „Sie machen das hervorragend und sind mit Eifer und Sachkenntnis dabei“, würdigt Schanbacher.
Auf genau solche akkuraten Vorarbeiten all der fleißigen Menschen in der Vergangenheit und Gegenwart ist der Archivar und Historiker angewiesen, um die Feldstetter Geschichte in Buchform zu bringen. Unterstützung dafür kommt auch noch von anderen Seiten, freut sich Schanbacher und zählt auf: Ortsvorsteher Hans Zeifang hat das Projekt mit einer Spende von 1000 Euro angeschoben, Bürgermeister Friedhelm Werner hat seinen ausgemusterten, aber einwandfreien Laptop dem Archiv übergeben, die Stadt hat zudem Drucker und Scanner angeschafft, Hauptamtsleiterin Jutta Schmid-Harscher hilft bei allen verwaltungstechnischen Problemen, und der EDV-Fachmann im Rathaus, Walter Karas, greift ein, wenn die Technik nicht kooperiert. Schanbacher, der auf ein Honorar verzichtet, hofft, dass nun auch der Gemeinderat bei den Etatberatungen im Herbst die Finanzierung des Buchs im Haushalt einplant.
Auf und Ab der Geschichte
Im Herbst 2009 soll das Feldstetter Heimatbuch erscheinen, dessen Inhaltsverzeichnis sehr vielversprechend ist. Schanbacher verfolgt die Entwicklung Feldstettens von der frühen Ansiedlung „Veltstettin“ bis hin zum „Weg ins dritte Jahrtausend“. Dabei wird er ein anschauliches Bild entstehen lassen vom mitleidlosen Auf und Ab der Geschichte und wie sich die Feldstetter immer wieder aufrappelten. Nach dem Untergang des Dorfs in der „großen Sterbete“ im 17. Jahrhundert kam die Neubesiedlung, der bald wieder Hungerjahre und eine Auswanderungswelle folgten. Dazwischen schufteten die Generationen in der Landwirtschaft und entwickelten trotz aller Existenznöte ein reges Dorfleben, in dem allerhand Kurioses passierte und sich bemerkenswerte Persönlichkeiten tummelten.Gebührend Platz bekommt der „Humor im Flecken“: Sagwörter, Neckverse und Schwänke werden übers ganze Buch verteilt, und da gibt es ein paar sehr nette Sachen, sagt Schanbacher und guckt ausgesprochen spitzbübisch.
(Erschienen: 06.09.2008 13:00)
In Feldstetten gibt es für die Altakten bereits ein altes Findbuch aus dem Jahr 1897, ein weiteres Verzeichnis von Angelika Bischoff aus dem Jahr 1980, und für die neuen Bestände „kommen wir ins Zeitalter der EDV“, stellt Schanbacher erfreut fest. Aus dieser Aufgabe ist ein etwas anderer Ferienjob für Schüler geworden. „Die jungen Leute beherrschen das einfach“, meint Schanbacher.
Elftklässlerinnen am Werk
Im zweiten Jahr kümmern sich jetzt schon die Elftklässlerinnen Stephanie Frank aus Laichingen und Anna-Carin Föhner aus Suppingen darum, Fotos zu scannen und die in den vergangenen 30 Jahren dazugekommenen Akten und anderen Quellen mit genauen Angaben im Computer zu erfassen. Danach genügt es, ein Stichwort einzugeben, und die moderne Technik weiß, in welchen Bänden und Akten dazu etwas steht.Die beiden 17-Jährigen, die das Laichinger Gymnasium besuchen, kennen sich mittlerweile schon ziemlich gut aus in der Feldstetter Geschichte. So reicht ihnen ein Blick auf das Haus auf dem alten Foto, um zu wissen, dass es 1972 abgebrochen wurde, und sie wissen auch, in welchem Ordner sie die weiterführenden Angaben dazu finden. „Sie machen das hervorragend und sind mit Eifer und Sachkenntnis dabei“, würdigt Schanbacher.
Auf genau solche akkuraten Vorarbeiten all der fleißigen Menschen in der Vergangenheit und Gegenwart ist der Archivar und Historiker angewiesen, um die Feldstetter Geschichte in Buchform zu bringen. Unterstützung dafür kommt auch noch von anderen Seiten, freut sich Schanbacher und zählt auf: Ortsvorsteher Hans Zeifang hat das Projekt mit einer Spende von 1000 Euro angeschoben, Bürgermeister Friedhelm Werner hat seinen ausgemusterten, aber einwandfreien Laptop dem Archiv übergeben, die Stadt hat zudem Drucker und Scanner angeschafft, Hauptamtsleiterin Jutta Schmid-Harscher hilft bei allen verwaltungstechnischen Problemen, und der EDV-Fachmann im Rathaus, Walter Karas, greift ein, wenn die Technik nicht kooperiert. Schanbacher, der auf ein Honorar verzichtet, hofft, dass nun auch der Gemeinderat bei den Etatberatungen im Herbst die Finanzierung des Buchs im Haushalt einplant.
Auf und Ab der Geschichte
Im Herbst 2009 soll das Feldstetter Heimatbuch erscheinen, dessen Inhaltsverzeichnis sehr vielversprechend ist. Schanbacher verfolgt die Entwicklung Feldstettens von der frühen Ansiedlung „Veltstettin“ bis hin zum „Weg ins dritte Jahrtausend“. Dabei wird er ein anschauliches Bild entstehen lassen vom mitleidlosen Auf und Ab der Geschichte und wie sich die Feldstetter immer wieder aufrappelten. Nach dem Untergang des Dorfs in der „großen Sterbete“ im 17. Jahrhundert kam die Neubesiedlung, der bald wieder Hungerjahre und eine Auswanderungswelle folgten. Dazwischen schufteten die Generationen in der Landwirtschaft und entwickelten trotz aller Existenznöte ein reges Dorfleben, in dem allerhand Kurioses passierte und sich bemerkenswerte Persönlichkeiten tummelten.Gebührend Platz bekommt der „Humor im Flecken“: Sagwörter, Neckverse und Schwänke werden übers ganze Buch verteilt, und da gibt es ein paar sehr nette Sachen, sagt Schanbacher und guckt ausgesprochen spitzbübisch.
(Erschienen: 06.09.2008 13:00)




































