Nachrichten Laichingen
Technik steckt hinter Formel-1-Schuhen und ferrari-rotem Lippenstift

Durch die kuriose Bemerkung über Topmodel Heidi Klum hatten die beiden Besucher die Aufmerksamkeit der Schüler sofort gewonnen. Eine Erklärung zu der Aussage lieferten sie prompt mit: Die Farbe des Lippenstifts, den Heidi Klum des Öfteren aufträgt, heißt „Ferrari-Rot“. Sie stammt also aus der Autoindustrie. „In dem Lippenstift ist das gleiche Farbpulver enthalten, mit dem auch Ferrari seine Autos lackiert.“ Von der Fahrzeugindustrie haben sich die Schönen und Reichen außerdem eine weitere Technik abgeschaut: Um stets sonnengebräunt zu wirken, „lassen sie sich mit einer Airbrush-Pistole besprühen“, sagte Christian Walczuch. Diese Technik wurde ursprünglich in der „Mint-Branche“ entwickelt, um Fahrzeuge zu lackieren, erklärte der Experte den Zusammenhang zwischen Technik und Lifestyle.
Bereits zum zweiten Mal hatte die Laichinger Schule im Rahmen des Projekts „Coaching 4 future“ Besuch erhalten. Dadurch können die Schüler mit einigen Vorurteilen aufräumen, weiß Silke Fanta. „Viele denken, die Fächer sind trocken und langweilig – aber das stimmt nicht. Die Schüler finden sie sehr spannend.“ Die Experten erzählten anschaulich, auf welche Bereiche des Lebens die „Mint-Branchen“ Einfluss haben: zum Beispiel auf das Wohnen, das Arbeiten, den Lifestyle, die Kommunikation und vieles mehr. So erfuhren die etwa 150 Mädchen und Jungen aus fünf Klassen, dass Produktions- und Verfahrenstechniker auch dafür gesorgt hätten, dass ein Schuh mittels neuster Technologie von einem Drucker hergestellt werden kann. „Das Fraunhofer Institut versucht mit der gleichen Technik, künstliche Hüftgelenke zu produzieren“, verriet Silke Fanta.
Eine kühne Behauptung stellte Biotechniker Christian Walczuch bezüglich des ersten Weltmeistertitels der deutschen Fußballnationalmannschaft auf: „Die Mannschaft war bei der Weltmeisterschaft 1954 technisch gedopt.“ Denn, im Gegensatz zu den Konkurrenten, verfügten die deutschen Spieler über Fußballschuhe, an denen man Stollen befestigen konnte. „Diese hatten für jedes Wetter eine unterschiedliche Länge und konnten so, je nach Bedarf, ausgetauscht werden.“
Die Experten hatten für ihre Zuhörer auch interessante Gegenstände dabei: So durften die Schüler eine Schraube und eine Mutter aus einem 3D-Drucker sowie einen Schuh, der von den Formel-1-Rennfahrern getragen wird, unter die Lupe nehmen.
(Erschienen: 17.02.2012 11:00)

Durch die kuriose Bemerkung über Topmodel Heidi Klum hatten die beiden Besucher die Aufmerksamkeit der Schüler sofort gewonnen. Eine Erklärung zu der Aussage lieferten sie prompt mit: Die Farbe des Lippenstifts, den Heidi Klum des Öfteren aufträgt, heißt „Ferrari-Rot“. Sie stammt also aus der Autoindustrie. „In dem Lippenstift ist das gleiche Farbpulver enthalten, mit dem auch Ferrari seine Autos lackiert.“ Von der Fahrzeugindustrie haben sich die Schönen und Reichen außerdem eine weitere Technik abgeschaut: Um stets sonnengebräunt zu wirken, „lassen sie sich mit einer Airbrush-Pistole besprühen“, sagte Christian Walczuch. Diese Technik wurde ursprünglich in der „Mint-Branche“ entwickelt, um Fahrzeuge zu lackieren, erklärte der Experte den Zusammenhang zwischen Technik und Lifestyle.
Bereits zum zweiten Mal hatte die Laichinger Schule im Rahmen des Projekts „Coaching 4 future“ Besuch erhalten. Dadurch können die Schüler mit einigen Vorurteilen aufräumen, weiß Silke Fanta. „Viele denken, die Fächer sind trocken und langweilig – aber das stimmt nicht. Die Schüler finden sie sehr spannend.“ Die Experten erzählten anschaulich, auf welche Bereiche des Lebens die „Mint-Branchen“ Einfluss haben: zum Beispiel auf das Wohnen, das Arbeiten, den Lifestyle, die Kommunikation und vieles mehr. So erfuhren die etwa 150 Mädchen und Jungen aus fünf Klassen, dass Produktions- und Verfahrenstechniker auch dafür gesorgt hätten, dass ein Schuh mittels neuster Technologie von einem Drucker hergestellt werden kann. „Das Fraunhofer Institut versucht mit der gleichen Technik, künstliche Hüftgelenke zu produzieren“, verriet Silke Fanta.
Eine kühne Behauptung stellte Biotechniker Christian Walczuch bezüglich des ersten Weltmeistertitels der deutschen Fußballnationalmannschaft auf: „Die Mannschaft war bei der Weltmeisterschaft 1954 technisch gedopt.“ Denn, im Gegensatz zu den Konkurrenten, verfügten die deutschen Spieler über Fußballschuhe, an denen man Stollen befestigen konnte. „Diese hatten für jedes Wetter eine unterschiedliche Länge und konnten so, je nach Bedarf, ausgetauscht werden.“
Die Experten hatten für ihre Zuhörer auch interessante Gegenstände dabei: So durften die Schüler eine Schraube und eine Mutter aus einem 3D-Drucker sowie einen Schuh, der von den Formel-1-Rennfahrern getragen wird, unter die Lupe nehmen.
(Erschienen: 17.02.2012 11:00)

































