Nachrichten Laichingen
Neue Halle ist gestrichen
Zu den Gründen sagte Friedhelm Werner, dass dies der Tenor der Gemeinderäte gewesen sei, als sie bei der Klausurtagung im vergangenen Jahr die wichtigsten aktuellen sowie mittelfristigen Projekte vorbesprochen hatten. „Es war mein Eindruck, dass angesichts der Vielzahl an freiwilligen Aufgaben, die die Stadt in Angriff nimmt, keine Bereitschaft vorhanden ist, das Geld für die Halle auszugeben.“ Rund vier Millionen Euro würde die Halle kosten. Viel Geld, dass die Stadt angesichts ihrer angesparten Rücklagen (rund drei Millionen Euro) aufbringen könnte – doch das nun in andere Projekte fließen soll. Die Halle, dies wurde am Montag deutlich, ist einem Abwägungsprozess zum Opfer gefallen.
Konkret sieht der Haushaltsentwurf der Stadt fürs laufende Jahr folgende Investitionen vor: Der Sitzungssaal im Rathaus soll eine neue Mikrofonanlage bekommen (20 000 Euro), fürs Feuerwehrgerätehaus Feldstetten sind 100 000 Euro veranschlagt, für Brandschutz an der Erich-Kästner-Schule stehen 30 000 Euro im Haushalt, die Mensa (Planung und Verpflichtungsermächtigung) schlägt mit 1,52 Millionen Euro zu Buche, der Ausbau des Kindergartens am Bleichberg mit 465 000 Euro, die energetische Sanierung des Hallenbads soll eine Million Euro kosten, die Fortsetzung der Sanierung der Weite Straße 400 000 Euro, und für die Erneuerung der Fernwärmeversorgung sind nochmal 240 000 Euro vorgesehen.
Mensa-Planung in diesem Jahr
Der 2012er-Haushalt, so Friedhelm Werner, stehe unter dem Motto „Ausbau, Arbeit, Bildung, Mensa“. Angegangen werden soll letzteres Projekt schon in diesem Jahr mit der Ausschreibung der Arbeiten (Werner: „Im November oder Dezember.) Baubeginn wäre dann im Jahr 2013. Am Bleichberg-Kindergarten sollen schon im kommenden März die Bagger anrücken.
Und die Halle? Scheint gestorben, zumindest bis 2015. Bis dahin reicht das Investitionsprogramm der Stadt, und die Halle (konzipiert vom Architekturbüro Ott aus Laichingen) taucht darin nicht auf. Doch komplett begraben wollte auch Bürgermeister Werner das – nicht nur von einigen Kulturschaffenden Laichingens – sehnlichst herbeigewünschte Projekt nicht. Dazu bemühte er Dichter Antoine de Saint-Exupery: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ Auch das Modell, dass ein Privatinvestor die Halle doch noch bauen könnte (wir berichteten) scheint unrealistisch: „Ich sehe auch hier keine Initiativen. Wenn ja – dann müsste eine Fraktion, oder noch besser die Fraktionen, einen Antrag stellen, dass dafür Geld bereitgestellt wird. Diese Bereitschaft sehe ich nicht“, so der Schultes auf Nachfrage der SZ. Zudem müsste der Sportverein (als Betreiber der Halle) der Stadt ein schlüssiges Konzept vorlegen, mit dem in den Gemeinderat gegangen werden könnte.
Durch Klopfgeräusche auf ihren Tischen signalisierte eine Mehrheit der Gemeinderäte dem vorgestellten Haushaltsentwurf Zustimmung. Honoriert haben dürften sie damit auch den Umstand, dass trotz aller Vorhaben keine neuen Schulden gemacht werden sollen. Was auch der Gewerbesteuer zu verdanken ist. Sie soll heuer 3,5 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen (2011: 2,8 Millionen).
(Erschienen: 01.02.2012 12:00)
Zu den Gründen sagte Friedhelm Werner, dass dies der Tenor der Gemeinderäte gewesen sei, als sie bei der Klausurtagung im vergangenen Jahr die wichtigsten aktuellen sowie mittelfristigen Projekte vorbesprochen hatten. „Es war mein Eindruck, dass angesichts der Vielzahl an freiwilligen Aufgaben, die die Stadt in Angriff nimmt, keine Bereitschaft vorhanden ist, das Geld für die Halle auszugeben.“ Rund vier Millionen Euro würde die Halle kosten. Viel Geld, dass die Stadt angesichts ihrer angesparten Rücklagen (rund drei Millionen Euro) aufbringen könnte – doch das nun in andere Projekte fließen soll. Die Halle, dies wurde am Montag deutlich, ist einem Abwägungsprozess zum Opfer gefallen.
Konkret sieht der Haushaltsentwurf der Stadt fürs laufende Jahr folgende Investitionen vor: Der Sitzungssaal im Rathaus soll eine neue Mikrofonanlage bekommen (20 000 Euro), fürs Feuerwehrgerätehaus Feldstetten sind 100 000 Euro veranschlagt, für Brandschutz an der Erich-Kästner-Schule stehen 30 000 Euro im Haushalt, die Mensa (Planung und Verpflichtungsermächtigung) schlägt mit 1,52 Millionen Euro zu Buche, der Ausbau des Kindergartens am Bleichberg mit 465 000 Euro, die energetische Sanierung des Hallenbads soll eine Million Euro kosten, die Fortsetzung der Sanierung der Weite Straße 400 000 Euro, und für die Erneuerung der Fernwärmeversorgung sind nochmal 240 000 Euro vorgesehen.
Mensa-Planung in diesem Jahr
Der 2012er-Haushalt, so Friedhelm Werner, stehe unter dem Motto „Ausbau, Arbeit, Bildung, Mensa“. Angegangen werden soll letzteres Projekt schon in diesem Jahr mit der Ausschreibung der Arbeiten (Werner: „Im November oder Dezember.) Baubeginn wäre dann im Jahr 2013. Am Bleichberg-Kindergarten sollen schon im kommenden März die Bagger anrücken.
Und die Halle? Scheint gestorben, zumindest bis 2015. Bis dahin reicht das Investitionsprogramm der Stadt, und die Halle (konzipiert vom Architekturbüro Ott aus Laichingen) taucht darin nicht auf. Doch komplett begraben wollte auch Bürgermeister Werner das – nicht nur von einigen Kulturschaffenden Laichingens – sehnlichst herbeigewünschte Projekt nicht. Dazu bemühte er Dichter Antoine de Saint-Exupery: „Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ Auch das Modell, dass ein Privatinvestor die Halle doch noch bauen könnte (wir berichteten) scheint unrealistisch: „Ich sehe auch hier keine Initiativen. Wenn ja – dann müsste eine Fraktion, oder noch besser die Fraktionen, einen Antrag stellen, dass dafür Geld bereitgestellt wird. Diese Bereitschaft sehe ich nicht“, so der Schultes auf Nachfrage der SZ. Zudem müsste der Sportverein (als Betreiber der Halle) der Stadt ein schlüssiges Konzept vorlegen, mit dem in den Gemeinderat gegangen werden könnte.
Durch Klopfgeräusche auf ihren Tischen signalisierte eine Mehrheit der Gemeinderäte dem vorgestellten Haushaltsentwurf Zustimmung. Honoriert haben dürften sie damit auch den Umstand, dass trotz aller Vorhaben keine neuen Schulden gemacht werden sollen. Was auch der Gewerbesteuer zu verdanken ist. Sie soll heuer 3,5 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen (2011: 2,8 Millionen).
(Erschienen: 01.02.2012 12:00)


































