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„Rettet Sankt Alban“ wirbt für Duckeck-Areal

Ein an die Kirche angrenzendes Grundstück soll gekauft werden – Als Alternative zum Pavillon
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asdasd (Foto: isi)

Von Ilja Siegemund

Laichingen Die Initiative „Rettet St. Alban“ macht Ernst, um den geplanten Bau eines Pavillons auf dem Gelände der Laichinger Albanskirche zu verhindern. Bei einem Diskussionsabend am Donnerstag trafen sich 30 Menschen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Ihr Ziel ist, die sogenannte Duckeck-Schmiede an der Weite Straße 31 zu kaufen. Dafür sammeln sie nun Spenden.

Das Grundstück, das direkt an die Kirche angrenzt, sei eine Alternative zum Bau des Pavillons. Dieser ist den Gegnern zu teuer, außerdem fügt er sich ihrer Meinung nach nicht in das Ortsbild ein. „Die evangelische Kirchengemeinde könnte das Grundstück zu einem Vorzugspreis von 300000 Euro erwerben“, heißt es aus Kreisen der Initiative. Das Gebäude, das sich auf dem Grundstück befindet und in dem früher eine Schlosserei untergebracht war, wäre nach Ansicht der Pavillongegner sofort für Veranstaltungen der Kirchengemeinde nutzbar.

Gegner verteilen Formulare

Die Gegner des Pavillons wollen die Menschen in Laichingen mit ihrem Vorschlag hinter sich wissen und verteilen deshalb Formulare, die im Reformhaus am Marktplatz und im Geschenk- und Teelädle ausliegen. Darauf können Befürworter der Idee ankreuzen, dass sie die Lösung begrüßen. Außerdem können sie angeben, ob und wie viel Geld sie spenden wollen, dass sie sich gegen den Bau des Pavillons im Kirchhof aussprechen und dass sie dafür kein Geld geben werden. Auf dem heutigen Wochenmarkt wollen die Pavillongegner für ihre Idee werben.

Der evangelische Pfarrer Karl-Hermann Gruhler erteilt diesem Vorschlag „ein klares Nein“. Denn für ihn kommt nur der Pavillon auf dem Kirchhof in Frage. Dieser solle im Übrigen kleiner ausfallen als zunächst geplant: Statt 271 soll er über 240 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Damit komme die Laichinger Kirchengemeinde der evangelischen Landeskirche entgegen. Denn sie hat die Verringerung der Geschossfläche gefordert – ansonsten würden die Zuschüsse für den etwa 800 000 Euro teuren Bau nicht fließen (Anm. d. Redaktion: nicht, wie ursprünglich berichtet 1,2 Millionen Euro) . Abzüglich der Zuschüsse bliebe ein Restbetrag von 300000 bis 350000 Euro, den die Kirchengemeinde durch Spenden aufbringen will.

Bevor der Spatenstich, wie bisher vorgesehen, im Frühjahr erfolgen kann, muss allerdings noch das Baugesuch bei der Stadt eingereicht werden. Sie leitet dieses dann an das Landratsamt weiter. „Das Baugesuch liegt uns noch nicht vor, deshalb müssen wir uns noch keine Gedanken darüber machen“, sieht Rudi Nerlich, Leiter des Fachdienstes Kreisentwicklung und Bauen, die Lage entspannt. Liege es vor, werden sich die Baubehörde, die Untere Naturschutzbehörde und das Denkmalamt mit den Plänen befassen, fügt Rudi Nerlich hinzu. Jede Behörde werde dann ihre Bedenken äußern, die in Einklang gebracht werden müssten. „In den seltensten Fällen haben die Behörden keine Bedenken. Jeder hat einen Einwand“, weiß Rudi Nerlich aus Erfahrung. In der Vergangenheit hätten sich die Beteiligten aber immer einigen können.

(Erschienen: 18.02.2012 13:00)

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