Rund um Laichingen
Druckerei Fink meldet Insolvenz an

„Die Buchhaltung des Unternehmens ist nicht auf dem optimalen Stand“, sagte Rechtsanwalt Dr. Günther Weiß gegenüber der SZ. Der Jurist wurde am Freitag vom Amtsgericht per Fax mit dem Fall als vorläufiger Insolvenzverwalter betraut. Er besuchte das Unternehmen noch am gleichen Tag vor Ort. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er aber nicht sagen, wie hoch die offenen Rechnungen sind, die die Merklinger Druckerei nicht mehr bezahlen kann. „Es gibt einige Gläubiger aus der Region.“ Einen genauen Überblick müsse er sich nun in den nächsten Tagen verschaffen.
Auffanggesellschaft geplant
Der Rechtsanwalt strebt an, die Druckerei M. Fink GmbH & Co. KG in dieser Form als Kommanditgesellschaft nicht weiter bestehen zu lassen. Geplant ist stattdessen eine Auffanggesellschaft. Einige Interessenten hätten sich das Gebäude der Druckerei am Siedlungsweg 2 bereits angeschaut. Der Auffanggesellschaft soll auch ein Mitglied der Familie Fink angehören. Ob es sich um den bisherigen Geschäftsführer Martin Fink handelt, ist allerdings noch unklar. Er muss seit der Insolvenz jeden Schritt mit dem Insolvenzverwalter abstimmen.
Wie es für die 20 Mitarbeiter – davon ist die Hälfte geringfügig beschäftigt – weitergeht, hänge zunächst von der Agentur für Arbeit ab. „Ich bemühe mich bei ihr um einen Vorschuss des Insolvenzgeldes“, sagte der Jurist.
Laut Günther Weiß dürften die für diese Woche geplanten Ausgaben der Amtsblätter von Merklingen und Laichingen, die vom Unternehmen Fink gedruckt werden, erscheinen. Auch dem Druck in der kommenden Woche stehe nichts im Wege.
Das 1948 gegründete Familienunternehmen druckt seit Anfang 2010 das Mitteilungsblatt Merklingen und seit Mai 2009 die Laichinger Nachrichten als gemeindliches Amtsblatt. Recht knapp äußerten sich Bürgermeister Sven Kneipp und sein Laichinger Amtskollege Friedhelm Werner zu der Situation. Sven Kneipp betonte, dass das Merklinger Amtsblatt eine „wichtige Rolle“ im Ort spiele. „Es ist ein ganz wichtiges Instrument für die Vereine, die so ihre Nachrichten veröffentlichen können“, sagte er. Welche Auswirkungen die Insolvenz der Druckerei Fink auf die Gemeinde Merklingen hat, dazu wollte sich Bürgermeister Kneipp jedoch nicht äußern. Nur so viel: Die Gemeindeverwaltung würde sich mit der Situation auseinandersetzen. „Wir prüfen den Vertrag.“
Laichingens Bürgermeister Werner verdeutlichte, dass jede Insolvenz tragisch für den Unternehmer, seine Familie und die Mitarbeiter sei. Er deutete aber an, dass die Stadt Laichingen und die Druckerei Fink getrennte Wege gehen werden – und zwar unabhängig von der Insolvenz: „Es ist kein Geheimnis, dass es Ideen gibt, wie das Laichinger Amtsblatt neu gestaltet werden kann.“ Näheres wollte der Bürgermeister nicht verraten.
(Erschienen: 14.02.2012 09:00)

„Die Buchhaltung des Unternehmens ist nicht auf dem optimalen Stand“, sagte Rechtsanwalt Dr. Günther Weiß gegenüber der SZ. Der Jurist wurde am Freitag vom Amtsgericht per Fax mit dem Fall als vorläufiger Insolvenzverwalter betraut. Er besuchte das Unternehmen noch am gleichen Tag vor Ort. Zum jetzigen Zeitpunkt könne er aber nicht sagen, wie hoch die offenen Rechnungen sind, die die Merklinger Druckerei nicht mehr bezahlen kann. „Es gibt einige Gläubiger aus der Region.“ Einen genauen Überblick müsse er sich nun in den nächsten Tagen verschaffen.
Auffanggesellschaft geplant
Der Rechtsanwalt strebt an, die Druckerei M. Fink GmbH & Co. KG in dieser Form als Kommanditgesellschaft nicht weiter bestehen zu lassen. Geplant ist stattdessen eine Auffanggesellschaft. Einige Interessenten hätten sich das Gebäude der Druckerei am Siedlungsweg 2 bereits angeschaut. Der Auffanggesellschaft soll auch ein Mitglied der Familie Fink angehören. Ob es sich um den bisherigen Geschäftsführer Martin Fink handelt, ist allerdings noch unklar. Er muss seit der Insolvenz jeden Schritt mit dem Insolvenzverwalter abstimmen.
Wie es für die 20 Mitarbeiter – davon ist die Hälfte geringfügig beschäftigt – weitergeht, hänge zunächst von der Agentur für Arbeit ab. „Ich bemühe mich bei ihr um einen Vorschuss des Insolvenzgeldes“, sagte der Jurist.
Laut Günther Weiß dürften die für diese Woche geplanten Ausgaben der Amtsblätter von Merklingen und Laichingen, die vom Unternehmen Fink gedruckt werden, erscheinen. Auch dem Druck in der kommenden Woche stehe nichts im Wege.
Das 1948 gegründete Familienunternehmen druckt seit Anfang 2010 das Mitteilungsblatt Merklingen und seit Mai 2009 die Laichinger Nachrichten als gemeindliches Amtsblatt. Recht knapp äußerten sich Bürgermeister Sven Kneipp und sein Laichinger Amtskollege Friedhelm Werner zu der Situation. Sven Kneipp betonte, dass das Merklinger Amtsblatt eine „wichtige Rolle“ im Ort spiele. „Es ist ein ganz wichtiges Instrument für die Vereine, die so ihre Nachrichten veröffentlichen können“, sagte er. Welche Auswirkungen die Insolvenz der Druckerei Fink auf die Gemeinde Merklingen hat, dazu wollte sich Bürgermeister Kneipp jedoch nicht äußern. Nur so viel: Die Gemeindeverwaltung würde sich mit der Situation auseinandersetzen. „Wir prüfen den Vertrag.“
Laichingens Bürgermeister Werner verdeutlichte, dass jede Insolvenz tragisch für den Unternehmer, seine Familie und die Mitarbeiter sei. Er deutete aber an, dass die Stadt Laichingen und die Druckerei Fink getrennte Wege gehen werden – und zwar unabhängig von der Insolvenz: „Es ist kein Geheimnis, dass es Ideen gibt, wie das Laichinger Amtsblatt neu gestaltet werden kann.“ Näheres wollte der Bürgermeister nicht verraten.
(Erschienen: 14.02.2012 09:00)

































