Stadtnachrichten Erbach
Schwarzer Rauch sorgt für Unruhe
„Zuerst habe ich gedacht, da brennt was.“ Pro-Schelklingen-Stadträtin Ute Krey war gerade auf dem Weg zu einer Sitzung, als sie am 16. Juli gegen 21 Uhr schwarzen Rauch vom Zementwerk aufsteigen sah. „Ich nehme an, dass da etwas schief gelaufen ist“, sagte sie gestern auf SZ-Anfrage. Tags zuvor hatte sie den schwarzen Rauch zum Thema im Gemeinderat gemacht.
Licht ins Dunkel um die Wolke war gestern nicht zu bekommen. Weder Zementwerksleiter Hans-Georg Kraut noch dem Regierungspräsidium Tübingen als Aufsichtsbehörde ist etwas bekannt von dem am 16. Juli aufsteigenden Rauch. Kraut: „Ich kann ausschließen, dass er aus dem Schornstein kam.“ Am fraglichen Tag habe der Betrieb wegen Reparaturarbeiten geruht.
Da er selbst bis jetzt von der Wolke nichts mitbekommen habe, sagte Kraut gestern: „Ich kann über die Gründe nur spekulieren.“ Möglicherweise sei bei den Reparaturarbeiten Staub aufgewirbelt worden.
Der Werksleiter erkläuterte, dass Reparaturarbeiten im Zementwerk regelmäßig auf der Tagesordnung stünden. Überdies stehen derzeit zwei Öfen, in denen Zementklinker gebrannt wird, still: einer seit Mitte Juni, der andere seit dem 13. Juli, so das Regierungspräsidium Tübingen. Laut Kraut sei dies neben den fünf bis sechs Mal pro Jahr anstehenden Reparaturarbeiten auf die nach wie vor maue Auftragslage zurückzuführen.
„Wir haben nicht so viel Geschäft, dass beide Öfen ständig laufen müssen“, erklärte er. Seit Beginn der Wirtschaftskrise sei die Auftragslage merklich zurückgegangen. Der Werksleiter bezifferte diese für das Schelklinger Werk auf einen „deutlich zweistelligen“ Prozentbereich. Eine Gefahr des zum Konzern Heidelberg Cement gehörenden Werks bestünde aber nicht. Aktuell sind in Schelklingen ohne Vertrieb und Auszubildende 130 Menschen beschäftigt.
Stadträtin Ute Krey fordert unterdessen Aufklärung in Sachen schwarzer Rauchwolke. „Die Anwohner haben ein Recht darauf, zu erfahren, was am 16. Juli passiert ist.“ Krey wollte auch mit ihrer Anfrage am Mittwochabend im Schelklinger Gemeinderat verhindern, dass „gewisse Vorfälle bagatellisiert“ werden.
(Erschienen: 29.07.2010 23:10)
„Zuerst habe ich gedacht, da brennt was.“ Pro-Schelklingen-Stadträtin Ute Krey war gerade auf dem Weg zu einer Sitzung, als sie am 16. Juli gegen 21 Uhr schwarzen Rauch vom Zementwerk aufsteigen sah. „Ich nehme an, dass da etwas schief gelaufen ist“, sagte sie gestern auf SZ-Anfrage. Tags zuvor hatte sie den schwarzen Rauch zum Thema im Gemeinderat gemacht.
Licht ins Dunkel um die Wolke war gestern nicht zu bekommen. Weder Zementwerksleiter Hans-Georg Kraut noch dem Regierungspräsidium Tübingen als Aufsichtsbehörde ist etwas bekannt von dem am 16. Juli aufsteigenden Rauch. Kraut: „Ich kann ausschließen, dass er aus dem Schornstein kam.“ Am fraglichen Tag habe der Betrieb wegen Reparaturarbeiten geruht.
Da er selbst bis jetzt von der Wolke nichts mitbekommen habe, sagte Kraut gestern: „Ich kann über die Gründe nur spekulieren.“ Möglicherweise sei bei den Reparaturarbeiten Staub aufgewirbelt worden.
Der Werksleiter erkläuterte, dass Reparaturarbeiten im Zementwerk regelmäßig auf der Tagesordnung stünden. Überdies stehen derzeit zwei Öfen, in denen Zementklinker gebrannt wird, still: einer seit Mitte Juni, der andere seit dem 13. Juli, so das Regierungspräsidium Tübingen. Laut Kraut sei dies neben den fünf bis sechs Mal pro Jahr anstehenden Reparaturarbeiten auf die nach wie vor maue Auftragslage zurückzuführen.
„Wir haben nicht so viel Geschäft, dass beide Öfen ständig laufen müssen“, erklärte er. Seit Beginn der Wirtschaftskrise sei die Auftragslage merklich zurückgegangen. Der Werksleiter bezifferte diese für das Schelklinger Werk auf einen „deutlich zweistelligen“ Prozentbereich. Eine Gefahr des zum Konzern Heidelberg Cement gehörenden Werks bestünde aber nicht. Aktuell sind in Schelklingen ohne Vertrieb und Auszubildende 130 Menschen beschäftigt.
Stadträtin Ute Krey fordert unterdessen Aufklärung in Sachen schwarzer Rauchwolke. „Die Anwohner haben ein Recht darauf, zu erfahren, was am 16. Juli passiert ist.“ Krey wollte auch mit ihrer Anfrage am Mittwochabend im Schelklinger Gemeinderat verhindern, dass „gewisse Vorfälle bagatellisiert“ werden.
(Erschienen: 29.07.2010 23:10)
































