Nachrichten Ehingen
Preisfux: Volksbank-Neubau wackelt
Von unserem Redakteur
Klaus Wieschemeyer
„Attraktive Innenstadtflächen“ bietet das große Werbe-Schild von Acitv-Immobilien am weiterhin leer stehenden „Preisfux“ derzeit an. Passend für „Einzelhandel, Dienstleistung, Praxen, Wohnen, Büros oder Freizeit“, verspricht das Schild. Wo diese Flächen zur Auswahl stehen, sagt das Schild allerdings nicht: Denn derzeit hat die Firma von Investor Andreas Dünkel mehrere Flächen im Angebot: Die alte – derzeit verschwindende -- Sparkasse oder das Gelände Adolffstraße. Und vielleicht auch den Preisfux selber.
Bisher hatte die Ehinger Volksbank angekündigt, hier die neue Zentrale zu bauen. Bis Ende 2011 oder Mitte 2012 sollte das neue Geldhaus stehen: Es gibt erste konkrete Baupläne für einen attraktiven Glasbau (die SZ berichtete exklusiv), es gibt ein Architekturbüro -- nur ein Verhandlungsergebnis mit Dünkel steht noch aus.
Man verhandle noch, sagt Volksbank-Vorstandssprecher Hans-Peter Hirling. Er sieht deswegen nicht nur den bisherigen Zeitplan als nicht mehr aktuell an. „Es ist alles offen“, sagt er und meint damit neben dem Zeitplan auch den Standort. Kann noch sein, dass sich Dünkel und Volksbank einig werden -- muss aber nicht mehr.
Alternativen offen
Andreas Dünkel selbst schweigt bislang zu dem Thema: Bei der offiziellen Sparkassen-Eröffnung am 9. März hatte er gesagt, es gebe derzeit keine neuen Entwicklungen -- eine Anfrage der SZ von Donnerstag blieb bis zum gestrigen Redaktionsschluss mit Hinweis des Sekretariats auf den vollen Terminkalender Dünkels unbeantwortet.
Damit stehen wieder viele Alternativen offen: Für den „Preisfux“ könnte dies bedeuten, dass zum Beispiel auch wieder ein Einzelhändler auf das Gelände zieht. Dies entspräche der letzten Nutzung und wäre demnach baurechtlich problemlos.
Auch die Volksbank hat Alternativen. Die nahe Liegendste: dort zu bleiben, wo sie jetzt ist. Die Lage am Markt will man sowieso nicht aufgeben. Und zwischen Marktplatz, Schul- und Sonnengasse gehört dem Geldhaus ein ansehnlicher Grundbesitz -- der allerdings in L-Form angelegt ist. Damit ist den Volksbank-Leuten an dieser Stelle eine ähnlich großzügige Schalterhalle wie bei der neuen Sparkasse gegenüber verbaut.
(Erschienen: 14.03.2010 15:00)
Von unserem Redakteur
Klaus Wieschemeyer
„Attraktive Innenstadtflächen“ bietet das große Werbe-Schild von Acitv-Immobilien am weiterhin leer stehenden „Preisfux“ derzeit an. Passend für „Einzelhandel, Dienstleistung, Praxen, Wohnen, Büros oder Freizeit“, verspricht das Schild. Wo diese Flächen zur Auswahl stehen, sagt das Schild allerdings nicht: Denn derzeit hat die Firma von Investor Andreas Dünkel mehrere Flächen im Angebot: Die alte – derzeit verschwindende -- Sparkasse oder das Gelände Adolffstraße. Und vielleicht auch den Preisfux selber.
Bisher hatte die Ehinger Volksbank angekündigt, hier die neue Zentrale zu bauen. Bis Ende 2011 oder Mitte 2012 sollte das neue Geldhaus stehen: Es gibt erste konkrete Baupläne für einen attraktiven Glasbau (die SZ berichtete exklusiv), es gibt ein Architekturbüro -- nur ein Verhandlungsergebnis mit Dünkel steht noch aus.
Man verhandle noch, sagt Volksbank-Vorstandssprecher Hans-Peter Hirling. Er sieht deswegen nicht nur den bisherigen Zeitplan als nicht mehr aktuell an. „Es ist alles offen“, sagt er und meint damit neben dem Zeitplan auch den Standort. Kann noch sein, dass sich Dünkel und Volksbank einig werden -- muss aber nicht mehr.
Alternativen offen
Andreas Dünkel selbst schweigt bislang zu dem Thema: Bei der offiziellen Sparkassen-Eröffnung am 9. März hatte er gesagt, es gebe derzeit keine neuen Entwicklungen -- eine Anfrage der SZ von Donnerstag blieb bis zum gestrigen Redaktionsschluss mit Hinweis des Sekretariats auf den vollen Terminkalender Dünkels unbeantwortet.
Damit stehen wieder viele Alternativen offen: Für den „Preisfux“ könnte dies bedeuten, dass zum Beispiel auch wieder ein Einzelhändler auf das Gelände zieht. Dies entspräche der letzten Nutzung und wäre demnach baurechtlich problemlos.
Auch die Volksbank hat Alternativen. Die nahe Liegendste: dort zu bleiben, wo sie jetzt ist. Die Lage am Markt will man sowieso nicht aufgeben. Und zwischen Marktplatz, Schul- und Sonnengasse gehört dem Geldhaus ein ansehnlicher Grundbesitz -- der allerdings in L-Form angelegt ist. Damit ist den Volksbank-Leuten an dieser Stelle eine ähnlich großzügige Schalterhalle wie bei der neuen Sparkasse gegenüber verbaut.
(Erschienen: 14.03.2010 15:00)
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Der Drogeriekonzern Schlecker aus Ehingen war lange die Nummer eins der Branche in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl liegt bei über 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland. Nach hunderten Schließungen liegt die Zahl der Läden in Deutschland wohl knapp unter 7000, hinzu kommt die Tochter Ihr Platz. 3000 weitere Schlecker-Filialen gibt es im Ausland. Im Januar 2012 meldete das Ehinger Familienunternehmen Insolvenz an.
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