Ehingen Nachrichten
Henning Witte hat die Kurve gekriegt
Der Unfall passierte, als er in Namibia mit Freunden unterwegs war. Mit dem Motorrad heizten sie durch ein trockenes Flussbett. Dann der Sturz. Henning Wittes Oberschenkelknochen zersplitterte in viele kleine Teile. Er litt höllische Schmerzen. Seine Freunde packten ihn auf die Ladefläche eines Pick-ups. „Namibia ist zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland. Es leben aber nur rund zwei Millionen Menschen dort.“ Entsprechend lange dauerte die Fahrt ins nächste Krankenhaus. Vier Stunden musste der Verletzte ausharren. Er wurde dann mehrere Male operiert. Ein Jahr lang war er nach dem Unfall noch auf Krücken angewiesen.ss
Ein hartes Los für den ungemein sportlichen Namibier. „Ich war in der U-17-Fußball-Nationalmannschaft“, erzählt der 25-Jährige. Auf seinem Gesicht zeigt sich ein wehmütiges Lächeln. Auch Volleyball spielte er leidenschaftlich. Außerdem war er Leichtathlet. Seit dem Unfall ist all das nicht mehr möglich. „Für mich ist es schon schwer, 20 Meter weit zu rennen.“ Stahlschrauben fixieren seinen Oberschenkelknochen heute.
Und doch ist Henning Witte auf eine gewisse Art froh über das, was passiert ist. Denn nach dem schweren Sturz hatte er Zeit nachzudenken. Darüber, was er wirklich möchte. In Ehingen hat es der Namibier mit den deutschen Wurzeln gefunden. Er mag die Arbeit beim Ingenieurbüro. Oft geht es nach draußen zum Vermessen. Dort werden seine Kollegen und er häufig angesprochen, was sie denn da machen. „Wenn wir an einer Straße messen, merkt man immer, wie die Autofahrer abbremsen, wenn sie uns sehen. Die denken, wir blitzen.“
Den gesamten Text lesen Sie in der Montagsausgabe der Schwäbischen Zeitung.
(Erschienen: 19.02.2012 18:05)
Der Unfall passierte, als er in Namibia mit Freunden unterwegs war. Mit dem Motorrad heizten sie durch ein trockenes Flussbett. Dann der Sturz. Henning Wittes Oberschenkelknochen zersplitterte in viele kleine Teile. Er litt höllische Schmerzen. Seine Freunde packten ihn auf die Ladefläche eines Pick-ups. „Namibia ist zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland. Es leben aber nur rund zwei Millionen Menschen dort.“ Entsprechend lange dauerte die Fahrt ins nächste Krankenhaus. Vier Stunden musste der Verletzte ausharren. Er wurde dann mehrere Male operiert. Ein Jahr lang war er nach dem Unfall noch auf Krücken angewiesen.ss
Ein hartes Los für den ungemein sportlichen Namibier. „Ich war in der U-17-Fußball-Nationalmannschaft“, erzählt der 25-Jährige. Auf seinem Gesicht zeigt sich ein wehmütiges Lächeln. Auch Volleyball spielte er leidenschaftlich. Außerdem war er Leichtathlet. Seit dem Unfall ist all das nicht mehr möglich. „Für mich ist es schon schwer, 20 Meter weit zu rennen.“ Stahlschrauben fixieren seinen Oberschenkelknochen heute.
Und doch ist Henning Witte auf eine gewisse Art froh über das, was passiert ist. Denn nach dem schweren Sturz hatte er Zeit nachzudenken. Darüber, was er wirklich möchte. In Ehingen hat es der Namibier mit den deutschen Wurzeln gefunden. Er mag die Arbeit beim Ingenieurbüro. Oft geht es nach draußen zum Vermessen. Dort werden seine Kollegen und er häufig angesprochen, was sie denn da machen. „Wenn wir an einer Straße messen, merkt man immer, wie die Autofahrer abbremsen, wenn sie uns sehen. Die denken, wir blitzen.“
Den gesamten Text lesen Sie in der Montagsausgabe der Schwäbischen Zeitung.
(Erschienen: 19.02.2012 18:05)
Themendossiers
Der Drogeriekonzern Schlecker aus Ehingen war lange die Nummer eins der Branche in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl liegt bei über 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland. Nach hunderten Schließungen liegt die Zahl der Läden in Deutschland wohl knapp unter 7000, hinzu kommt die Tochter Ihr Platz. 3000 weitere Schlecker-Filialen gibt es im Ausland. Im Januar 2012 meldete das Ehinger Familienunternehmen Insolvenz an, jetzt sollen weitere Filialen geschlossen werden.
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