Ehingen Nachrichten
Harald Neu hört als Kommandant der Bürgerwache auf
Harald Neus Erklärung im Wortlaut: „Aufgrund einer von mir durchgeführten erforderlichen Maßnahme kam es Anfang Dezember 2011 zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Zugführer des III. Zuges. Hierbei ging es in keiner Weise um persönliche Dinge und schon gar nicht um Anschuldigungen. Durch unwahre Gerüchte eskalierte die gesamte Situation in den vergangenen Wochen, was ich bedaure. Ich erkläre ausdrücklich, dass Gerüchte über interne Unregelmäßigkeiten durch den Zugführer des III. Zuges in seiner Funktion als Kassier absolut haltlos und unwahr sind und jeglicher Tatsache entbehren.
Wie bereits der Presse zu entnehmen war, hat der III. Zug auf Grund dieses Vorfalls beschlossen und mir erklärt, sich aufzulösen. Obwohl in der Vergangenheit und auch bei der letzten Zugversammlung des III. Zuges im Oktober 2011, bei welcher ich anwesend war, keine Vorwürfe gegen mich erhoben wurden, wurde ich bei allen in den letzten Wochen geführten Gesprächen mit massiven Anschuldigungen konfrontiert, die zum Teil bis zur Schwedenfahrt im Jahr 2002 zurückgehen. Auf Grund des bevorstehenden Landestreffens ist es erforderlich, dass alle Mitglieder der Bürgerwache an einem Strang ziehen. Ich habe mich 40 Jahre mit bestem Wissen und Gewissen für die Bürgerwache Ehingen eingesetzt und das meiste meiner freien Zeit dafür aufgewendet. In diesem Jahr trage ich 50 Jahre die Uniform des Bürgers im Bunten Rock. Die Bürgerwache stand meistens vor der Familie im Vordergrund. Da das Vertrauensverhältnis zwischen dem III. Zug und mir massiv gestört ist und ich nicht erkennen kann, dass – auch im Hinblick auf das Landestreffen – in Kürze ein Schlussstrich gezogen werden kann, habe ich mich entschlossen, als Kommandant der Bürgerwache Ehingen zurückzutreten.“
Geschockt zeigte sich am Dienstagabend der CDU-Stadtrat und Bürgerwachen-Mitglied Thomas Sontheimer. „Das haut mich fast um. Die Bürgerwache war Harald Neus Leben. Mit dem Rücktritt ist was Enormes passiert“, sagt Sontheimer, der betont: „Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte bis zum Landestreffen oberste Friedenspflicht gegolten. Immerhin haben wir von der Bürgerwache auch eine Verpflichtung der Stadt Ehingen gegenüber.“
„Trifft mich hart“
„Das muss ich erst runterschlucken, das trifft mich hart“, sagte auch Berthold Wiedmaier, dienstältester Offizier bei der Bürgerwache, der den Entschluss Neus gestern von der SZ erfahren hat. „Jetzt müssen wir viele Gespräche führen. Wir haben am Samstag sowieso eine Sitzung des Verwaltungsrats. Jetzt müssen viele Dinge bereinigt werden“, erklärt Wiedmaier. Wie es mit der Bürgerwache nun weitergehen wird, weiß Wiedmaier noch nicht. „Sollte Harald Neu bei seinem Entschluss bleiben, könnte auf der Korpsversammlung Mitte März ein neuer Kommandant und Stellvertreter gewählt werden. Doch den Aufwand, den Harald Neu betrieben hat, wird so schnell keiner machen können“, sagt Wiedmaier, der die ganze Sache noch sacken lassen muss.
(Erschienen: 08.02.2012 09:30)
Harald Neus Erklärung im Wortlaut: „Aufgrund einer von mir durchgeführten erforderlichen Maßnahme kam es Anfang Dezember 2011 zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Zugführer des III. Zuges. Hierbei ging es in keiner Weise um persönliche Dinge und schon gar nicht um Anschuldigungen. Durch unwahre Gerüchte eskalierte die gesamte Situation in den vergangenen Wochen, was ich bedaure. Ich erkläre ausdrücklich, dass Gerüchte über interne Unregelmäßigkeiten durch den Zugführer des III. Zuges in seiner Funktion als Kassier absolut haltlos und unwahr sind und jeglicher Tatsache entbehren.
Wie bereits der Presse zu entnehmen war, hat der III. Zug auf Grund dieses Vorfalls beschlossen und mir erklärt, sich aufzulösen. Obwohl in der Vergangenheit und auch bei der letzten Zugversammlung des III. Zuges im Oktober 2011, bei welcher ich anwesend war, keine Vorwürfe gegen mich erhoben wurden, wurde ich bei allen in den letzten Wochen geführten Gesprächen mit massiven Anschuldigungen konfrontiert, die zum Teil bis zur Schwedenfahrt im Jahr 2002 zurückgehen. Auf Grund des bevorstehenden Landestreffens ist es erforderlich, dass alle Mitglieder der Bürgerwache an einem Strang ziehen. Ich habe mich 40 Jahre mit bestem Wissen und Gewissen für die Bürgerwache Ehingen eingesetzt und das meiste meiner freien Zeit dafür aufgewendet. In diesem Jahr trage ich 50 Jahre die Uniform des Bürgers im Bunten Rock. Die Bürgerwache stand meistens vor der Familie im Vordergrund. Da das Vertrauensverhältnis zwischen dem III. Zug und mir massiv gestört ist und ich nicht erkennen kann, dass – auch im Hinblick auf das Landestreffen – in Kürze ein Schlussstrich gezogen werden kann, habe ich mich entschlossen, als Kommandant der Bürgerwache Ehingen zurückzutreten.“
Geschockt zeigte sich am Dienstagabend der CDU-Stadtrat und Bürgerwachen-Mitglied Thomas Sontheimer. „Das haut mich fast um. Die Bürgerwache war Harald Neus Leben. Mit dem Rücktritt ist was Enormes passiert“, sagt Sontheimer, der betont: „Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte bis zum Landestreffen oberste Friedenspflicht gegolten. Immerhin haben wir von der Bürgerwache auch eine Verpflichtung der Stadt Ehingen gegenüber.“
„Trifft mich hart“
„Das muss ich erst runterschlucken, das trifft mich hart“, sagte auch Berthold Wiedmaier, dienstältester Offizier bei der Bürgerwache, der den Entschluss Neus gestern von der SZ erfahren hat. „Jetzt müssen wir viele Gespräche führen. Wir haben am Samstag sowieso eine Sitzung des Verwaltungsrats. Jetzt müssen viele Dinge bereinigt werden“, erklärt Wiedmaier. Wie es mit der Bürgerwache nun weitergehen wird, weiß Wiedmaier noch nicht. „Sollte Harald Neu bei seinem Entschluss bleiben, könnte auf der Korpsversammlung Mitte März ein neuer Kommandant und Stellvertreter gewählt werden. Doch den Aufwand, den Harald Neu betrieben hat, wird so schnell keiner machen können“, sagt Wiedmaier, der die ganze Sache noch sacken lassen muss.
(Erschienen: 08.02.2012 09:30)
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Der Drogeriekonzern Schlecker aus Ehingen war lange die Nummer eins der Branche in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl liegt bei über 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland. Nach hunderten Schließungen liegt die Zahl der Läden in Deutschland wohl knapp unter 7000, hinzu kommt die Tochter Ihr Platz. 3000 weitere Schlecker-Filialen gibt es im Ausland. Im Januar 2012 meldete das Ehinger Familienunternehmen Insolvenz an, jetzt sollen weitere Filialen geschlossen werden.
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