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Freud und Leid liegen eng beieinander

Narrenzünfte zeigen sich nach Tod der 51-jährigen Kirchenerin betroffen
Freud und Leid liegen eng beieinander
Freud und Leid liegen eng beieinander

Von Barbara Körner, Melanie Maunz und Natalie Schick

Kügeleshausen Wenn die Ehinger Fasnet feiern, dann tun sie das mit einem Wetter, das „traumhaft und vom Herrgott geliebt“ ist. Davon ist jedenfalls Ehingens Narrenchef Lothar Huber überzeugt. Und wahrlich: Kalt war es zwar gestern, aber die Sonne lachte. Rund 13 000 Zuschauer säumten die Straßen und etwa 3000 Narren juckten durch die Innenstadt, schätzten Polizei und Narrenzunft. Umzug-Moderator Peter Groß schmetterte gefühlte 1000 „Kügele-Hoi“ von der Tribüne durch sein Mikrofon, und die Zuschauer mussten nur einen Regen über sich ergehen lassen: den Konfetti-Regen.

Trotzdem gab es nicht nur Freude. So gedachte man etwa beim Zunftmeisterempfang der verstorbenen Hästrägerin der Radschuah-Rätscha, die am Montag beim Kirchener Umzug gestorben war (siehe Artikel rechts). Verständlicherweise waren deswegen die Kirchener Bürgeles-Hexa und Grashüpfer nicht so närrisch unterwegs wie sonst. „Wir freuen uns besonders, dass ihr trotzdem gekommen seid!“, rief ihnen Peter Groß entgegen und auf der Ehrentribüne gab es spontanen Beifall.

Der Fasnetsdienstag begann am Landratsamt. Landrat Heinz Seiffert und Peter Hecht von der Kfz-Zulassungsstelle warteten mit einem Eimer voll Rollmöpsen, schwarzer Wurst und Zwiebeln auf die Büttel. Doch die schienen verschlafen zu haben. Mit einem akademischen Viertel, Verspätung und blank geputzten Stiefeln trudelten sie schließlich ein – und Hunger haben sie auch. „Nummern ziehen und dann Raum sechs“, schrie einer, doch die Heringe und Zwiebeln dufteten intensiv aus einer anderen Ecke. Genüsslich wurden sie von den Bütteln verschmaust. Und das eine oder andere Bier schmeckt auch schon wieder. Dieses Herings-Frühstück hat eine lange Tradition. Seifferts Vorgänger Wolfgang Schürle hatte es im alten Vermessungsamt am Gänsberg vor vielen Jahren eingeführt.

Mit einer halben Stunde Verspätung fing gestern der Zunftmeisterempfang in der Linde an. Grund: Oberbürgermeister Alexander Baumann hatte, so Narrenchef Lothar Huber, eine eigene Veranstaltung „in unserer Lokalität“. Denn: „Das Rathaus gehört ja bis morgen noch uns. Ich habe ihm aber schon gesagt, dass er keinen Saustall hinterlassen soll“, so Huber.

Mehr lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Schwäbischen Zeitung.

(Erschienen: 21.02.2012 20:50)

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