Ehingen Nachrichten
Einmal Fräsen vor der großen Pause
Türe auf, Film ab. In dem Kurz-Informationsfilm geht es um ein Mädchen, das eine Ausbildung in einem technischen Beruf macht. Wenig später stehen Jessica Belmonte, Veronika Senn, Patricia Frielitz und Azima Schöne vor der CNC Maschine. Wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben. Andreas König von Südwestmetall erklärt ihnen, was eine Industriemechanikerin so macht. Er hält ein Koordinatensystem hoch. „Jetzt werden wir mal ein ‚8b‘ in das Aluminium fräsen“, sagt er und zeichnet es zwischen die X- und Y-Achse. Dann zeigt er den Schülern, wie man die Maschine programmiert. Veronika Senn gibt die Koordinaten ein, drückt auf Start und die Maschine beginnt die Acht in den Block zu fräsen, die Mädels stehen davor und staunen.
Vielleicht wird sich eines der Mädchen danach bei Liebherr bewerben. Insgesamt 165 Lehrlinge sind dort aktuell über alle Lehrjahre im gewerblich-technischen Bereich angestellt. Darunter auch immer mehr Mädchen. Andreas Reichart von Liebherr ist auch im Infomobil und verrät den Schülern, worauf es bei der Bewerbung ankommt. Und natürlich was man im ersten Lehrjahr so verdient.
„Ratet mal“, sagt er in die Runde. „600?“ sagt ein Mädchen. „Brutto oder netto?“, fragt Reichart nach. Ein Fragezeichen auf dem Gesicht der Schüler. „Etwa 800 Euro bekommt man am Ende auf sein Konto“, so Reichart, dann schaut er die Mädchen an. „In der Zwischenzeit arbeiten bei uns in allen Bereichen Damen“, sagt er. Besonders wichtig seien bei Liebherr natürlich Mathe und Physik-Noten.
Das erste Lehrstück
Türe zu, die Schule geht weiter. Die Schüler verabschieden sich von Andreas König und der Infomobil-Besatzung. Wieder draußen aus dem blauen Bus denken die Mädels darüber nach, ob aus ihnen vielleicht mal eine Industriemechanikerin wird. „Ich dachte immer, man muss da körperlich arbeiten“, sagt Jessica Belmonte. Partizia Frielitz will „was Soziales“ machen. Da ändert auch das Infomobil nichts. Aber Veronika Senn, das Mädchen, das vorhin die Koordinaten bei der CNC-Maschine eingegeben hat, ist nicht abgeneigt von einem technischen Beruf. Ihr erstes Lehrstück, den Alu-Block mit dem gefrästen „8b“ werden die Mädels auf jeden Fall in Ehren halten.
(Erschienen: 02.02.2012 21:25)
Türe auf, Film ab. In dem Kurz-Informationsfilm geht es um ein Mädchen, das eine Ausbildung in einem technischen Beruf macht. Wenig später stehen Jessica Belmonte, Veronika Senn, Patricia Frielitz und Azima Schöne vor der CNC Maschine. Wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben. Andreas König von Südwestmetall erklärt ihnen, was eine Industriemechanikerin so macht. Er hält ein Koordinatensystem hoch. „Jetzt werden wir mal ein ‚8b‘ in das Aluminium fräsen“, sagt er und zeichnet es zwischen die X- und Y-Achse. Dann zeigt er den Schülern, wie man die Maschine programmiert. Veronika Senn gibt die Koordinaten ein, drückt auf Start und die Maschine beginnt die Acht in den Block zu fräsen, die Mädels stehen davor und staunen.
Vielleicht wird sich eines der Mädchen danach bei Liebherr bewerben. Insgesamt 165 Lehrlinge sind dort aktuell über alle Lehrjahre im gewerblich-technischen Bereich angestellt. Darunter auch immer mehr Mädchen. Andreas Reichart von Liebherr ist auch im Infomobil und verrät den Schülern, worauf es bei der Bewerbung ankommt. Und natürlich was man im ersten Lehrjahr so verdient.
„Ratet mal“, sagt er in die Runde. „600?“ sagt ein Mädchen. „Brutto oder netto?“, fragt Reichart nach. Ein Fragezeichen auf dem Gesicht der Schüler. „Etwa 800 Euro bekommt man am Ende auf sein Konto“, so Reichart, dann schaut er die Mädchen an. „In der Zwischenzeit arbeiten bei uns in allen Bereichen Damen“, sagt er. Besonders wichtig seien bei Liebherr natürlich Mathe und Physik-Noten.
Das erste Lehrstück
Türe zu, die Schule geht weiter. Die Schüler verabschieden sich von Andreas König und der Infomobil-Besatzung. Wieder draußen aus dem blauen Bus denken die Mädels darüber nach, ob aus ihnen vielleicht mal eine Industriemechanikerin wird. „Ich dachte immer, man muss da körperlich arbeiten“, sagt Jessica Belmonte. Partizia Frielitz will „was Soziales“ machen. Da ändert auch das Infomobil nichts. Aber Veronika Senn, das Mädchen, das vorhin die Koordinaten bei der CNC-Maschine eingegeben hat, ist nicht abgeneigt von einem technischen Beruf. Ihr erstes Lehrstück, den Alu-Block mit dem gefrästen „8b“ werden die Mädels auf jeden Fall in Ehren halten.
(Erschienen: 02.02.2012 21:25)
Themendossiers
Der Drogeriekonzern Schlecker aus Ehingen war lange die Nummer eins der Branche in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl liegt bei über 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland. Nach hunderten Schließungen liegt die Zahl der Läden in Deutschland wohl knapp unter 7000, hinzu kommt die Tochter Ihr Platz. 3000 weitere Schlecker-Filialen gibt es im Ausland. Im Januar 2012 meldete das Ehinger Familienunternehmen Insolvenz an, jetzt sollen weitere Filialen geschlossen werden.
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