Rund um Ehingen
Nach der Fasnet: Jetzt verschwinden die Reste
„Wir haben viele sehr junge Jugendliche, ja Kinder, auf der Straße mit Wodka-Flaschen gesehen“, berichtet Alexander Hirsch, der mit seinem Security-Team an der Fasnet für Ordnung gesorgt hat. „Das wird in den vergangenen Jahren immer mehr“, sagt er. Auch die Polizei hat das beobachtet. „Wir mussten vielen Jugendlichen harten Alkohol wegnehmen“, so Wolfgang Jürgens von der Ulmer Polizeidirektion. Und auch er meint: „Die Menschen, die harten Alkohol trinken werden immer jünger.“ Allein in Dietenheim bei Illertissen haben Beamte 74 Jugendlichen harten Alkohol weggenommen. „Und das ist schon eine Zahl“, so Jürgens. Aber auch bei den Erwachsenen war Alkoholkonsum der Grund für die meisten Polizeieinsätze: 30 Fahrer wurden mit Alkohol am Steuer erwischt (im Vorjahr noch 24), mehrere Menschen mussten von den Veranstaltungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Die positive Seite
Und jetzt zur positiven Seite der Fasnet 2012: Sie war nämlich auch besonders friedlich. Alexander Hirsch wagt sogar folgende Aussage: „Es war der ruhigste Glombige seit Jahren“. Ein Grund sei gewesen, dass es mehr Platz gab, die Leute unterzubringen. So bliebt es an den Einlässen friedlich. Meistens. „Klar gab es Ausnahmen, aber die gibt es immer“, sagt Alexander Hirsch und er weiß, wovon er spricht. Eine der „Ausnahmen“ hat ihm am Glombigen nämlich ein blaues Auge verpasst.
Ein anderer Grund für die friedliche Stimmung sei das erprobte Sicherheitskonzept von Stadt, Polizei und Sicherheitskräften gewesen. „Wir haben das Konzept von Jahr zu Jahr verbessert“, sagt Hirsch. „Viel mehr kann man da gar nicht machen.“ Nur wenn es regne, dann könnte es zum Problem geben, wenn die Menschen sich nicht mehr draußen aufhalten können.
Aber schlechtes Wetter war dieses Jahr zum Glück kein Thema: Pünktlich zum Glombigen Doschdig hörte der Schneefall auf und am Fasnetsdienstag strahle dann die Sonne auf die 16000 Narren in der Ehinger Innenstadt. „Nach meiner Einschätzung war es eine sehr friedliche Fasnet“, sagt auch Hans-Martin Mayer vom der Stadt Ehingen. Er meldet: „Keine Beschädigungen, keine besonderen Vorkommnisse.“ Die Polizei bestätigt das: Die meisten Zwischenfälle waren „nicht nennenswert“, so Wolfgang Jürgens. In mehreren Fällen ermitteln die Beamten wegen Körperverletzung. Auch die Ermittlungen zu dem K.-O.-Tropfen-Fall in Ehinegn (eine 31-Jährige wurde in der Nacht nach dem Glombigen bewusstlos, Verdacht auf K.-O. Tropfen, wir berichteren) werden sich wohl noch hinziehen- das sind aber die Altlasten der Fasnet.
Damit die letzen Reste aus derStadt verschwinden war gestern Ein zwölfköpfiges Bauhof-Team plus Kehrmaschine unterwegs. Dieses Jahr sei es besonders viel Müll gewesen, berichtet Oliver Burget, Leiter des Bauhofs. Aber das habe wohl an den vielen Gästen gelegen – und ist damit auch ein Zeichen für eine gelungene Fasnet. Und spätestens der nächste Regen wird dann auch die letzen Konfetti- und Fasnets-Reste wegwischen.
(Erschienen: 22.02.2012 18:05)
„Wir haben viele sehr junge Jugendliche, ja Kinder, auf der Straße mit Wodka-Flaschen gesehen“, berichtet Alexander Hirsch, der mit seinem Security-Team an der Fasnet für Ordnung gesorgt hat. „Das wird in den vergangenen Jahren immer mehr“, sagt er. Auch die Polizei hat das beobachtet. „Wir mussten vielen Jugendlichen harten Alkohol wegnehmen“, so Wolfgang Jürgens von der Ulmer Polizeidirektion. Und auch er meint: „Die Menschen, die harten Alkohol trinken werden immer jünger.“ Allein in Dietenheim bei Illertissen haben Beamte 74 Jugendlichen harten Alkohol weggenommen. „Und das ist schon eine Zahl“, so Jürgens. Aber auch bei den Erwachsenen war Alkoholkonsum der Grund für die meisten Polizeieinsätze: 30 Fahrer wurden mit Alkohol am Steuer erwischt (im Vorjahr noch 24), mehrere Menschen mussten von den Veranstaltungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Die positive Seite
Und jetzt zur positiven Seite der Fasnet 2012: Sie war nämlich auch besonders friedlich. Alexander Hirsch wagt sogar folgende Aussage: „Es war der ruhigste Glombige seit Jahren“. Ein Grund sei gewesen, dass es mehr Platz gab, die Leute unterzubringen. So bliebt es an den Einlässen friedlich. Meistens. „Klar gab es Ausnahmen, aber die gibt es immer“, sagt Alexander Hirsch und er weiß, wovon er spricht. Eine der „Ausnahmen“ hat ihm am Glombigen nämlich ein blaues Auge verpasst.
Ein anderer Grund für die friedliche Stimmung sei das erprobte Sicherheitskonzept von Stadt, Polizei und Sicherheitskräften gewesen. „Wir haben das Konzept von Jahr zu Jahr verbessert“, sagt Hirsch. „Viel mehr kann man da gar nicht machen.“ Nur wenn es regne, dann könnte es zum Problem geben, wenn die Menschen sich nicht mehr draußen aufhalten können.
Aber schlechtes Wetter war dieses Jahr zum Glück kein Thema: Pünktlich zum Glombigen Doschdig hörte der Schneefall auf und am Fasnetsdienstag strahle dann die Sonne auf die 16000 Narren in der Ehinger Innenstadt. „Nach meiner Einschätzung war es eine sehr friedliche Fasnet“, sagt auch Hans-Martin Mayer vom der Stadt Ehingen. Er meldet: „Keine Beschädigungen, keine besonderen Vorkommnisse.“ Die Polizei bestätigt das: Die meisten Zwischenfälle waren „nicht nennenswert“, so Wolfgang Jürgens. In mehreren Fällen ermitteln die Beamten wegen Körperverletzung. Auch die Ermittlungen zu dem K.-O.-Tropfen-Fall in Ehinegn (eine 31-Jährige wurde in der Nacht nach dem Glombigen bewusstlos, Verdacht auf K.-O. Tropfen, wir berichteren) werden sich wohl noch hinziehen- das sind aber die Altlasten der Fasnet.
Damit die letzen Reste aus derStadt verschwinden war gestern Ein zwölfköpfiges Bauhof-Team plus Kehrmaschine unterwegs. Dieses Jahr sei es besonders viel Müll gewesen, berichtet Oliver Burget, Leiter des Bauhofs. Aber das habe wohl an den vielen Gästen gelegen – und ist damit auch ein Zeichen für eine gelungene Fasnet. Und spätestens der nächste Regen wird dann auch die letzen Konfetti- und Fasnets-Reste wegwischen.
(Erschienen: 22.02.2012 18:05)
Themendossiers
Der Drogeriekonzern Schlecker aus Ehingen war lange die Nummer eins der Branche in Deutschland. Die Mitarbeiterzahl liegt bei über 30 000 in Deutschland und weiteren rund 17 000 im Ausland. Nach hunderten Schließungen liegt die Zahl der Läden in Deutschland wohl knapp unter 7000, hinzu kommt die Tochter Ihr Platz. 3000 weitere Schlecker-Filialen gibt es im Ausland. Im Januar 2012 meldete das Ehinger Familienunternehmen Insolvenz an, jetzt sollen weitere Filialen geschlossen werden.
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