Stadtnachrichten Biberach
Werkrealschulen treiben Fahrtkosten in die Höhe
Von unserer Redakteurin Katja Tölle
Wer bisher von Winterstettenstadt mit dem Bus nach Ingoldingen fuhr, muss künftig bis nach Bad Schussenried fahren – das ist nur ein Beispiel von vielen. Die Wege werden länger und die Busse voller – das stellt zum einen den öffentlichen Nahverkehr vor das Problem, wie dieses Mehr an Arbeit bewältigt wird, zum anderen die Kreisräte, wer das Mehr an Kosten bezahlen soll – die Verwaltung rechnet mit etwa 350 000 bis 410 000 Euro.
Zwar hat das Land die Werkrealschulen beschlossen. Die Kosten tragen will Baden-Württemberg aber offenbar nicht: „Im Haushalt, in der mittelfristigen Finanzplanung: niente“, sagte Fleischer im Finanz- und Verwaltungsausschuss: „Da ist nichts eingeplant.“ Der Landtagsabgeordnete muss es wissen: „Mappus hat kürzlich noch gesagt, dass alle frei werdenden Kapazitäten in die Bildung fließen werden“ – ein Geldsegen für die Schülerbeförderung sei demnach nicht zu erwarten. Also gibt es nur drei Möglichkeiten: Entweder der Kreis trägt die Mehrkosten, er gibt sie an die Eltern weiter oder Kreis und Eltern teilen sich die Kosten – in welcher Forma auch immer.
Die Verwaltung wird nun eine neue Satzung ausarbeiten, die die Finanzierungsfrage klärt. Außerdem laufen bereits Gespräche mit den Busunternehmen.
(Erschienen: 12.03.2010 15:20)
Von unserer Redakteurin Katja Tölle
Wer bisher von Winterstettenstadt mit dem Bus nach Ingoldingen fuhr, muss künftig bis nach Bad Schussenried fahren – das ist nur ein Beispiel von vielen. Die Wege werden länger und die Busse voller – das stellt zum einen den öffentlichen Nahverkehr vor das Problem, wie dieses Mehr an Arbeit bewältigt wird, zum anderen die Kreisräte, wer das Mehr an Kosten bezahlen soll – die Verwaltung rechnet mit etwa 350 000 bis 410 000 Euro.
Zwar hat das Land die Werkrealschulen beschlossen. Die Kosten tragen will Baden-Württemberg aber offenbar nicht: „Im Haushalt, in der mittelfristigen Finanzplanung: niente“, sagte Fleischer im Finanz- und Verwaltungsausschuss: „Da ist nichts eingeplant.“ Der Landtagsabgeordnete muss es wissen: „Mappus hat kürzlich noch gesagt, dass alle frei werdenden Kapazitäten in die Bildung fließen werden“ – ein Geldsegen für die Schülerbeförderung sei demnach nicht zu erwarten. Also gibt es nur drei Möglichkeiten: Entweder der Kreis trägt die Mehrkosten, er gibt sie an die Eltern weiter oder Kreis und Eltern teilen sich die Kosten – in welcher Forma auch immer.
Die Verwaltung wird nun eine neue Satzung ausarbeiten, die die Finanzierungsfrage klärt. Außerdem laufen bereits Gespräche mit den Busunternehmen.
(Erschienen: 12.03.2010 15:20)



































