Stadtnachrichten Biberach
Ummendorfer Ried wird wieder ein richtiges Moor

Das beauftragte Planungsbüro Dr. Blasy - Dr. Øverland hat bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt. Der Landschaftsarchitekt Gerd-Michael Krüger stellt sie vor, er arbeitet in dem Büro. „Der optimale Wasserstand in einem Moor liegt zehn Zentimeter unter der Oberfläche“, sagt Krüger. Doch im Ummendorfer Ried liegt der Wasserstand an vielen Stellen zwischen 60 und 80 Zentimetern unter der Oberfläche. Dadurch wird der Torf oben zu trocken, dass das Moor schrumpft.
Um das Moor wieder feuchter zu machen, werden darin kleine Dämme und Furten gebaut. Außerdem wird die raue Riss-Rampe, eine Staustufe in dem Fluss, um 20 Zentimeter erhöht. Das Büro erwägt auch, den Pegelstand der beiden Seen zu erhöhen. „Die Seen können ganz erheblich den Grundwasserpegel stützen“, sagt Krüger. Der Natursee zum Beispiel wird durch das Grundwasser gespeist. Dadurch hält er seinen Pegel auch dann lange, wenn es nicht regnet. Allerdings will das Büro noch prüfen, wie viel Strand überflutet würde, wenn der Pegel beim Badesee angehoben würde. „Wenn dort Fläche in erheblichem Maße überflutet würde, dann machen wir das nicht“, sagt Krüger.
Entstanden ist das Ummendorfer Ried seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10000 Jahren. Moore entstanden vor allem dort, wo sich Gewässer mit nur sehr schwachem Gefälle durch die Landschaft flossen. Die Riß zum Beispiel hat im Bereich des Ummendorfer Rieds nur ein Gefälle von 1,5 Promille, also 15 Zentimeters auf einen Kilometer. „Es ist ja anzunehmen, dass sich der Fluss durch die Landschaft geschlängelt hat“, sagt Krüger.
Doch durch die Begradigung werde das Gefälle erhöht, so dass die Gegend trockener würde. „Man hat das gemacht, um diese vermeintlich nutzlosen Flächen nutzen zu können“, sagt Krüger. Außerdem habe man den Torf verbrennen können.
Nach den Umbauten wird der Wasserpegel nach Berechnungen der Ingenieure innerhalb von ein paar Wochen wieder ansteigen. Abhängig davon, wie sich die Moorarten wieder ausbreiten und zurückbilden, dauert es dann aber etwa Jahrzehnt, bis der Torf wieder wächst, sagt Krüger. „Den Rückgang des Moores beenden wir aber sofort.“
Die Mitglieder des Bauausschuss zeigten sich begeistert von der Maßnahme. „Das Ummendorfer Ried ist jedem, der hier aufgewachsen ist, ans Herz gewachsen“, sagte Friedrich Kolesch (CDU). Deshalb sei seine Fraktion froh, dass das Moor nun wieder hergestellt würde.
(Erschienen: 12.02.2012 22:05)

Das beauftragte Planungsbüro Dr. Blasy - Dr. Øverland hat bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt. Der Landschaftsarchitekt Gerd-Michael Krüger stellt sie vor, er arbeitet in dem Büro. „Der optimale Wasserstand in einem Moor liegt zehn Zentimeter unter der Oberfläche“, sagt Krüger. Doch im Ummendorfer Ried liegt der Wasserstand an vielen Stellen zwischen 60 und 80 Zentimetern unter der Oberfläche. Dadurch wird der Torf oben zu trocken, dass das Moor schrumpft.
Um das Moor wieder feuchter zu machen, werden darin kleine Dämme und Furten gebaut. Außerdem wird die raue Riss-Rampe, eine Staustufe in dem Fluss, um 20 Zentimeter erhöht. Das Büro erwägt auch, den Pegelstand der beiden Seen zu erhöhen. „Die Seen können ganz erheblich den Grundwasserpegel stützen“, sagt Krüger. Der Natursee zum Beispiel wird durch das Grundwasser gespeist. Dadurch hält er seinen Pegel auch dann lange, wenn es nicht regnet. Allerdings will das Büro noch prüfen, wie viel Strand überflutet würde, wenn der Pegel beim Badesee angehoben würde. „Wenn dort Fläche in erheblichem Maße überflutet würde, dann machen wir das nicht“, sagt Krüger.
Entstanden ist das Ummendorfer Ried seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10000 Jahren. Moore entstanden vor allem dort, wo sich Gewässer mit nur sehr schwachem Gefälle durch die Landschaft flossen. Die Riß zum Beispiel hat im Bereich des Ummendorfer Rieds nur ein Gefälle von 1,5 Promille, also 15 Zentimeters auf einen Kilometer. „Es ist ja anzunehmen, dass sich der Fluss durch die Landschaft geschlängelt hat“, sagt Krüger.
Doch durch die Begradigung werde das Gefälle erhöht, so dass die Gegend trockener würde. „Man hat das gemacht, um diese vermeintlich nutzlosen Flächen nutzen zu können“, sagt Krüger. Außerdem habe man den Torf verbrennen können.
Nach den Umbauten wird der Wasserpegel nach Berechnungen der Ingenieure innerhalb von ein paar Wochen wieder ansteigen. Abhängig davon, wie sich die Moorarten wieder ausbreiten und zurückbilden, dauert es dann aber etwa Jahrzehnt, bis der Torf wieder wächst, sagt Krüger. „Den Rückgang des Moores beenden wir aber sofort.“
Die Mitglieder des Bauausschuss zeigten sich begeistert von der Maßnahme. „Das Ummendorfer Ried ist jedem, der hier aufgewachsen ist, ans Herz gewachsen“, sagte Friedrich Kolesch (CDU). Deshalb sei seine Fraktion froh, dass das Moor nun wieder hergestellt würde.
(Erschienen: 12.02.2012 22:05)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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