Stadtnachrichten Biberach
Theater-AG begeistert Zuschauer mit dichter, düsterer Aufführung
Die Theater-AG „unZensiert“ des Wieland-Gymnasiums führt Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“ auf. Gleich zu Beginn eröffnet Regisseurin Corinna Palm dem Publikum, dass sie das Stück auf das Wesentliche reduziert habe – inhaltlich und auch was Bühnenbild und Kostüme betrifft. Außerdem habe sich die Gruppe bei der Verteilung der Rollen nicht entscheiden können, wer die Rollen am Besten verkörperte. „Darum haben wir die drei Hauptrollen doppelt besetzt. Mal sehen, wie Sie damit klarkommen“, sagt die Regisseurin.
Das eigens für dieses Stück gegründete Salonorchester des Gymnasiums Ochsenhausen „SalonOX“ betritt den Raum und nimmt seine Plätze auf der Bühne ein, gefolgt von den ganz in Schwarz gekleideten Schauspielern. Sie stellen sich aber nicht auf die Bühne, sondern mischen sich unter das Publikum. Manch einer streift unter den Blicken der Eltern, Lehrern und anderen Gäste sein schlichtes Kostüm über. Das Orchester eröffnet den Premierenabend.
Mit lauter und leise werdenden Harmonien tauchen die Zuschauer in eine andere Welt ein, in die Nöte und die Erlebnisse Jugendlicher aus dem 19. Jahrhundert. Die Freunde Melchior Gabor und Moritz Stiefel kämpfen genauso mit den Problemen der Pubertät, wie Wendla Bergmann und ihre Freundinnen. Das Stück zeigt, wie es für keiner der Freunde seine Persönlichkeit frei entfalten konnte – es zeichnet die Gesellschaft um 1890 als eine erdrückende, in der das Thema der aufkeimenden Sexualität totgeschwiegen wurde.
Die Protagonisten schaffen es, die Stimmung des ganzen Raumes zu beeinflussen, weil sie die Aula gänzlich als Bühne nutzen: Die Hauptbühne, die Stühle, auf denen die Spieler sitzen, die Projektionswände und die runde Bühne, auf die sich alles ausrichtet. Dadurch werden die Zuschauer in das Spiel integriert: Sie selbst repräsentieren die erdrückende Gesellschaft. Durch ihren Druck, den Druck der Gesellschaft, scheiden die drei Freunde im Laufe des Stücks freiwillig und unfreiwillig aus der Gesellschaft aus.
Mit nur wenigen Requisiten und parallel laufende Handlungen fordern die Akteure auch die volle Konzentration des Publikums. Musikalische Einlagen von Ana Bienek und dem Orchester unterbrechen den raschen Lauf der Handlung und geben dem Zuschauer Gelegenheit, das Gesehene und Gehörte zu verarbeiten.
Abgeschlossen wird die Aufführung von der Gesangssolistin Sonja Heiter, unterstützt von „SalonOX“.
„Eine solche Leistung ist normalerweise nicht von einer Schultruppe erwarten“ und „Wenn ich nicht wüsste, dass ich in einer Schulaufführung bin, wäre ich überzeugt davon in einem professionellen Theater zu sitzen!“, sagten die Zuschauer nach der Aufführung.
Schuldirektor Wolfgang Schott fasst die Komplimente zusammen, als er zu Ende schlicht und ergreifend meint: „Und wiedermal habt ihr mir einen Abend gegeben, an dem ich stolz sein kann, Schulleiter des Wieland-Gymnasiums zu sein. Vielen herzlichen Dank!“.
(Erschienen: 05.02.2012 14:30)
Die Theater-AG „unZensiert“ des Wieland-Gymnasiums führt Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“ auf. Gleich zu Beginn eröffnet Regisseurin Corinna Palm dem Publikum, dass sie das Stück auf das Wesentliche reduziert habe – inhaltlich und auch was Bühnenbild und Kostüme betrifft. Außerdem habe sich die Gruppe bei der Verteilung der Rollen nicht entscheiden können, wer die Rollen am Besten verkörperte. „Darum haben wir die drei Hauptrollen doppelt besetzt. Mal sehen, wie Sie damit klarkommen“, sagt die Regisseurin.
Das eigens für dieses Stück gegründete Salonorchester des Gymnasiums Ochsenhausen „SalonOX“ betritt den Raum und nimmt seine Plätze auf der Bühne ein, gefolgt von den ganz in Schwarz gekleideten Schauspielern. Sie stellen sich aber nicht auf die Bühne, sondern mischen sich unter das Publikum. Manch einer streift unter den Blicken der Eltern, Lehrern und anderen Gäste sein schlichtes Kostüm über. Das Orchester eröffnet den Premierenabend.
Mit lauter und leise werdenden Harmonien tauchen die Zuschauer in eine andere Welt ein, in die Nöte und die Erlebnisse Jugendlicher aus dem 19. Jahrhundert. Die Freunde Melchior Gabor und Moritz Stiefel kämpfen genauso mit den Problemen der Pubertät, wie Wendla Bergmann und ihre Freundinnen. Das Stück zeigt, wie es für keiner der Freunde seine Persönlichkeit frei entfalten konnte – es zeichnet die Gesellschaft um 1890 als eine erdrückende, in der das Thema der aufkeimenden Sexualität totgeschwiegen wurde.
Die Protagonisten schaffen es, die Stimmung des ganzen Raumes zu beeinflussen, weil sie die Aula gänzlich als Bühne nutzen: Die Hauptbühne, die Stühle, auf denen die Spieler sitzen, die Projektionswände und die runde Bühne, auf die sich alles ausrichtet. Dadurch werden die Zuschauer in das Spiel integriert: Sie selbst repräsentieren die erdrückende Gesellschaft. Durch ihren Druck, den Druck der Gesellschaft, scheiden die drei Freunde im Laufe des Stücks freiwillig und unfreiwillig aus der Gesellschaft aus.
Mit nur wenigen Requisiten und parallel laufende Handlungen fordern die Akteure auch die volle Konzentration des Publikums. Musikalische Einlagen von Ana Bienek und dem Orchester unterbrechen den raschen Lauf der Handlung und geben dem Zuschauer Gelegenheit, das Gesehene und Gehörte zu verarbeiten.
Abgeschlossen wird die Aufführung von der Gesangssolistin Sonja Heiter, unterstützt von „SalonOX“.
„Eine solche Leistung ist normalerweise nicht von einer Schultruppe erwarten“ und „Wenn ich nicht wüsste, dass ich in einer Schulaufführung bin, wäre ich überzeugt davon in einem professionellen Theater zu sitzen!“, sagten die Zuschauer nach der Aufführung.
Schuldirektor Wolfgang Schott fasst die Komplimente zusammen, als er zu Ende schlicht und ergreifend meint: „Und wiedermal habt ihr mir einen Abend gegeben, an dem ich stolz sein kann, Schulleiter des Wieland-Gymnasiums zu sein. Vielen herzlichen Dank!“.
(Erschienen: 05.02.2012 14:30)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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