Stadtnachrichten Biberach
Schüler lernen, sich zu entspannen
Die schönste Rückmeldung, die sie bisher erhalten habe, war ein Schüler, der sagte, er sei erwacht wie aus einem Ruherausch, sagt Kathrin Plachetka, Lehrerin am Wieland-Gymnasium (WG). Sie leitet zusammen mit ihrem Kollegen Lorenz Teidelt die Einführungen in den Ruheraum für die Unter- und Mittelstufe.
Der Ruheraum wurde nach einem langen Planungsprozess, an dem auch die Schülermitverantwortung (SMV) beteiligt war, im vergangenen Schuljahr fertiggestellt und eröffnet. Er besteht aus einer zweistufigen, mit Teppich bezogenen Empore, die mit Kissen ausgelegt ist und aus etlichen Sitzsäcken. Zielsetzung dabei war, den Schüler ganzheitlich auf sich selbst zurückzubesinnen, so Wolfgang Schott, Rektor des WG. „An einer Schule, an der man schon ab der Mittelstufe etwa 36 Schulstunden in der Woche verbringt, muss man auch die Möglichkeit zum Entspannen haben. Der Schüler muss als Persönlichkeit begriffen werden“, sagt er. Zur Umsetzung war ein Mentor-System geplant, bei dem ältere Schüler Jüngere beaufsichtigen. Dieses System scheiterte, da dennoch nur Radau herrschte. Die Schule reagierte mit der vorläufigen Schließung des Raums, um ihr Konzept zu überarbeiten.
Seit Anfang des aktuellen Schuljahres werden nun Einführungen angeboten. Für die Oberstufe ist der Raum noch frei. „Unsere Lehre aus dem ersten Scheitern ist, dass die Schüler lernen müssen zu entspannen“, erklärt Kathrin Plachetka. „Die Rückmeldung auf die Einführungen ist durchweg positiv, selbst sonst unruhige Schüler bleiben ruhig.“
In der Oberstufe hat sich der Ruheraum, laut Raffael Rogger, Schülersprecher des WG, schon etabliert. Er wird, fällt eine Stunde aus, sehr oft genutzt. Dabei war die erste Reaktion der Schüler auf das Konzept eines Ruheraums eher eine skeptische. „Ich habe gedacht, dass wird ein Pärchenraum“, gesteht Raffael Rogger. „Zum Glück habe ich mich geirrt.“
Die Schulleitung plant jetzt, Erfahrungen zu sammeln und anschließend den Ruheraum durch Angebot-Stunden in den Schulalltag einzufügen. Momentan ist er von 7.25 bis 9 Uhr und von 11.45 Uhr bis 13.20 Uhr geöffnet.
(Erschienen: 11.03.2010 19:40)
Die schönste Rückmeldung, die sie bisher erhalten habe, war ein Schüler, der sagte, er sei erwacht wie aus einem Ruherausch, sagt Kathrin Plachetka, Lehrerin am Wieland-Gymnasium (WG). Sie leitet zusammen mit ihrem Kollegen Lorenz Teidelt die Einführungen in den Ruheraum für die Unter- und Mittelstufe.
Der Ruheraum wurde nach einem langen Planungsprozess, an dem auch die Schülermitverantwortung (SMV) beteiligt war, im vergangenen Schuljahr fertiggestellt und eröffnet. Er besteht aus einer zweistufigen, mit Teppich bezogenen Empore, die mit Kissen ausgelegt ist und aus etlichen Sitzsäcken. Zielsetzung dabei war, den Schüler ganzheitlich auf sich selbst zurückzubesinnen, so Wolfgang Schott, Rektor des WG. „An einer Schule, an der man schon ab der Mittelstufe etwa 36 Schulstunden in der Woche verbringt, muss man auch die Möglichkeit zum Entspannen haben. Der Schüler muss als Persönlichkeit begriffen werden“, sagt er. Zur Umsetzung war ein Mentor-System geplant, bei dem ältere Schüler Jüngere beaufsichtigen. Dieses System scheiterte, da dennoch nur Radau herrschte. Die Schule reagierte mit der vorläufigen Schließung des Raums, um ihr Konzept zu überarbeiten.
Seit Anfang des aktuellen Schuljahres werden nun Einführungen angeboten. Für die Oberstufe ist der Raum noch frei. „Unsere Lehre aus dem ersten Scheitern ist, dass die Schüler lernen müssen zu entspannen“, erklärt Kathrin Plachetka. „Die Rückmeldung auf die Einführungen ist durchweg positiv, selbst sonst unruhige Schüler bleiben ruhig.“
In der Oberstufe hat sich der Ruheraum, laut Raffael Rogger, Schülersprecher des WG, schon etabliert. Er wird, fällt eine Stunde aus, sehr oft genutzt. Dabei war die erste Reaktion der Schüler auf das Konzept eines Ruheraums eher eine skeptische. „Ich habe gedacht, dass wird ein Pärchenraum“, gesteht Raffael Rogger. „Zum Glück habe ich mich geirrt.“
Die Schulleitung plant jetzt, Erfahrungen zu sammeln und anschließend den Ruheraum durch Angebot-Stunden in den Schulalltag einzufügen. Momentan ist er von 7.25 bis 9 Uhr und von 11.45 Uhr bis 13.20 Uhr geöffnet.
(Erschienen: 11.03.2010 19:40)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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