Stadtnachrichten Biberach
Polizei-Videowagen bremst Raser aus
Noch keine halbe Stunde sind die beiden Polizisten zwischen Biberach und Ulm unterwegs, als gleich zwei dunkle Audi-Kombis ziemlich schnell an der Oberklasse-Limousine der Beamten vorbeifahren. Fahrer Joachim Thum setzt sich auf der linken Spur hinter die beiden. „Schalte mal die Kamera ein“, sagt Thum zu Dreher. Kurz darauf werden die Autos deutlich langsamer „Die sehen mir nach Vertreterautos aus, die ahnen vielleicht, dass wir die Polizei sind“, sagt Thum und bricht die Kontrollfahrt ab.
Aber die beiden müssen nicht lange auf die nächsten Sünder warten. Im Rückspiegel beobachtet Thum einen dunklen Seat, der sich schnell nähert, dicht hinter ihm ein schwarzer VW-Bus. „Der hält bestimmt viel zu wenig Abstand“, vermutet Thum. Als beide Fahrzeuge vorbeifahren, starten die Beamten die Auszeichnung, aber im gleichen Moment schert der Bus nach rechts vor dem Videowagen ein. „Wir bleiben an dem Seat dran, der ist ziemlich flott“, sagt Thum und fährt auf die linke Spur. Direkt hinter ihm her fährt auch der Bus rüber.
Mit 155 Sachen unterwegs
Durchschnittlich ist der Seat mit 155 Stundenkilometern unterwegs. Erlaubt wären 120 Stundenkilometer. Aber auch der Bus ist noch im Visier der Beamten. „Der fährt uns aber richtig dicht auf“, sagt Dreher. Nach dem die Messung des Seats beendet ist, schaltet Dreher auf die Heckkamera um. Jetzt gilt es möglichst, beide rauszuwinken. Zuerst schaltet Dreher das Blaulicht im Kühlergrill ein und klappt die Sonnenblende herunter, auf der „Polizei“ aufleuchtet. Dann fährt er die Anzeige im Heckfenster hoch mit der Anzeige „Polizei, folgen“. Thum setzt sich vor beide Auto und sein Kollege winkt sie mit der Kelle die Ausfahrt Schwendi hinaus. Beide Autos sind voll besetzt.
Nachdem die Papiere kontrolliert sind, dürfen sich die Fahrer die Videos anschauen. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir noch die Haare gemacht“, witzelt die Fahrerin des Seats noch. Dreher erklärt ihr, dass für Zeit, Abstand und Geschwindigkeit noch Toleranzen abgezogen werden, sie aber mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen muss. Jetzt lacht die Fahrerin nicht mehr. „Ich habe heute doch nur 100 Euro verdient.“ Was der Abstandssünder zu erwarten hat, kann Thum noch nicht genau sagen. „Das könnte aber schon ein Fahrverbot geben.“
(Erschienen: 02.01.2012 18:45)
Noch keine halbe Stunde sind die beiden Polizisten zwischen Biberach und Ulm unterwegs, als gleich zwei dunkle Audi-Kombis ziemlich schnell an der Oberklasse-Limousine der Beamten vorbeifahren. Fahrer Joachim Thum setzt sich auf der linken Spur hinter die beiden. „Schalte mal die Kamera ein“, sagt Thum zu Dreher. Kurz darauf werden die Autos deutlich langsamer „Die sehen mir nach Vertreterautos aus, die ahnen vielleicht, dass wir die Polizei sind“, sagt Thum und bricht die Kontrollfahrt ab.
Aber die beiden müssen nicht lange auf die nächsten Sünder warten. Im Rückspiegel beobachtet Thum einen dunklen Seat, der sich schnell nähert, dicht hinter ihm ein schwarzer VW-Bus. „Der hält bestimmt viel zu wenig Abstand“, vermutet Thum. Als beide Fahrzeuge vorbeifahren, starten die Beamten die Auszeichnung, aber im gleichen Moment schert der Bus nach rechts vor dem Videowagen ein. „Wir bleiben an dem Seat dran, der ist ziemlich flott“, sagt Thum und fährt auf die linke Spur. Direkt hinter ihm her fährt auch der Bus rüber.
Mit 155 Sachen unterwegs
Durchschnittlich ist der Seat mit 155 Stundenkilometern unterwegs. Erlaubt wären 120 Stundenkilometer. Aber auch der Bus ist noch im Visier der Beamten. „Der fährt uns aber richtig dicht auf“, sagt Dreher. Nach dem die Messung des Seats beendet ist, schaltet Dreher auf die Heckkamera um. Jetzt gilt es möglichst, beide rauszuwinken. Zuerst schaltet Dreher das Blaulicht im Kühlergrill ein und klappt die Sonnenblende herunter, auf der „Polizei“ aufleuchtet. Dann fährt er die Anzeige im Heckfenster hoch mit der Anzeige „Polizei, folgen“. Thum setzt sich vor beide Auto und sein Kollege winkt sie mit der Kelle die Ausfahrt Schwendi hinaus. Beide Autos sind voll besetzt.
Nachdem die Papiere kontrolliert sind, dürfen sich die Fahrer die Videos anschauen. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir noch die Haare gemacht“, witzelt die Fahrerin des Seats noch. Dreher erklärt ihr, dass für Zeit, Abstand und Geschwindigkeit noch Toleranzen abgezogen werden, sie aber mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen muss. Jetzt lacht die Fahrerin nicht mehr. „Ich habe heute doch nur 100 Euro verdient.“ Was der Abstandssünder zu erwarten hat, kann Thum noch nicht genau sagen. „Das könnte aber schon ein Fahrverbot geben.“
(Erschienen: 02.01.2012 18:45)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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