Stadtnachrichten Biberach
Podium plädiert für Erhalt von Rotem Bau
Sollten die Aussagen von Beate Hertlein auf dem Podium zutreffen, ist die Diskussion um den Abriss aber ohnehin überflüssig. Hertlein leitet das Sachgebiet Bau- und Kunstdenkmalpflege im Regierungspräsidium Tübingen. Diese ist für den Roten Bau zuständig. „Erhaltungswürdig ist er auf alle Fälle“, sagte Hertlein. Als schützenswert betrachtet sie den Ziegelmauerbau, die Struktur des Grundrisses und das Gebäudeinnere. Dazu habe das Gebäude eine hohe heimatgeschichtliche Bedeutung für Biberach und präge das Stadtbild.
Hertlein erklärte, der Bau solle innen nicht zu stark verändert werden. „Es muss nach einer Sanierung etwas herauskommen, das ein Kulturdenkmal ist.“ Damit sei die Lösung vom Tisch, dass ein Investor ein Archiv in den Bau integriert, sagte Wersch. „Auf diese Stellungnahme warten wir seit Monaten.“
Bei der Podiumsdiskussion schlugen Teilnehmer und Publikum auch andere Möglichkeiten für die Nutzung vor. Dies löse aber das eigentliche Problem nicht, sagte Hospitalrätin Christine Kapfer (SPD): „Es gibt keine Investoren.“ Und laut Satzung des Hospitals müsse es für die Sanierung ein wirtschaftliches Konzept geben. „Das ist bisher nicht passiert.“ Auch Wersch sagte der Schwäbischen Zeitung am Tag nach der Diskussion, dass es viele Möglichkeiten zur Nutzung gebe. Doch alle bislang geprüften Ideen seien so kostspielig, dass der Hospital den Roten Bau langfristig unterstützen müsse. Das sei mit den Richtlinien des Hospitals nicht vereinbar.
Auf dem Podium vertrat Martin Ernst, pensionierter Professor im Bereich Bauingenieurwesen an der Hochschule Biberach, eine andere Position: Die Satzung des Hospitals schreibe nicht vor, dass jedes einzelne Gebäude wirtschaftlich zu betreiben sei. Man könne auch die Einnahmen aus anderen Gebäuden nutzen, um die Ausgaben für den Roten Bau zu decken. Außerdem hätte der Hospital Rücklagen aus den Erträgen aus dem Denkmal bilden müssen, aus denen man nun die Sanierung zahlen könnte.
Wersch entgegnet, der Hospital habe mit dem Roten Bau seit Jahrzehnten nur wenig verdient. Das Geld habe man entsprechend dem Stiftungszweck ausgegeben. „Das waren keine Millionenbeträge“, sagt er. Die brauche man aber, um das Gebäude zu renovieren.
Der Biberacher Architekt Thomas Jörger schlug auf dem Podium vor, Läden, Cafés, Schulungs- oder Seminarräume in den Bau zu integrieren. Dies sei nicht so teuer wie etwa Wohnungen. Hertlein nannte dies eine denkbare Möglichkeit. Die Zuhörer, die sich äußerten, wollten den Bau erhalten. „Eine Gemeinde wie Biberach kann die Renovierung schultern“, sagte eine von ihnen.
(Erschienen: 02.02.2012 20:35)
Sollten die Aussagen von Beate Hertlein auf dem Podium zutreffen, ist die Diskussion um den Abriss aber ohnehin überflüssig. Hertlein leitet das Sachgebiet Bau- und Kunstdenkmalpflege im Regierungspräsidium Tübingen. Diese ist für den Roten Bau zuständig. „Erhaltungswürdig ist er auf alle Fälle“, sagte Hertlein. Als schützenswert betrachtet sie den Ziegelmauerbau, die Struktur des Grundrisses und das Gebäudeinnere. Dazu habe das Gebäude eine hohe heimatgeschichtliche Bedeutung für Biberach und präge das Stadtbild.
Hertlein erklärte, der Bau solle innen nicht zu stark verändert werden. „Es muss nach einer Sanierung etwas herauskommen, das ein Kulturdenkmal ist.“ Damit sei die Lösung vom Tisch, dass ein Investor ein Archiv in den Bau integriert, sagte Wersch. „Auf diese Stellungnahme warten wir seit Monaten.“
Bei der Podiumsdiskussion schlugen Teilnehmer und Publikum auch andere Möglichkeiten für die Nutzung vor. Dies löse aber das eigentliche Problem nicht, sagte Hospitalrätin Christine Kapfer (SPD): „Es gibt keine Investoren.“ Und laut Satzung des Hospitals müsse es für die Sanierung ein wirtschaftliches Konzept geben. „Das ist bisher nicht passiert.“ Auch Wersch sagte der Schwäbischen Zeitung am Tag nach der Diskussion, dass es viele Möglichkeiten zur Nutzung gebe. Doch alle bislang geprüften Ideen seien so kostspielig, dass der Hospital den Roten Bau langfristig unterstützen müsse. Das sei mit den Richtlinien des Hospitals nicht vereinbar.
Auf dem Podium vertrat Martin Ernst, pensionierter Professor im Bereich Bauingenieurwesen an der Hochschule Biberach, eine andere Position: Die Satzung des Hospitals schreibe nicht vor, dass jedes einzelne Gebäude wirtschaftlich zu betreiben sei. Man könne auch die Einnahmen aus anderen Gebäuden nutzen, um die Ausgaben für den Roten Bau zu decken. Außerdem hätte der Hospital Rücklagen aus den Erträgen aus dem Denkmal bilden müssen, aus denen man nun die Sanierung zahlen könnte.
Wersch entgegnet, der Hospital habe mit dem Roten Bau seit Jahrzehnten nur wenig verdient. Das Geld habe man entsprechend dem Stiftungszweck ausgegeben. „Das waren keine Millionenbeträge“, sagt er. Die brauche man aber, um das Gebäude zu renovieren.
Der Biberacher Architekt Thomas Jörger schlug auf dem Podium vor, Läden, Cafés, Schulungs- oder Seminarräume in den Bau zu integrieren. Dies sei nicht so teuer wie etwa Wohnungen. Hertlein nannte dies eine denkbare Möglichkeit. Die Zuhörer, die sich äußerten, wollten den Bau erhalten. „Eine Gemeinde wie Biberach kann die Renovierung schultern“, sagte eine von ihnen.
(Erschienen: 02.02.2012 20:35)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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