Stadtnachrichten Biberach
Konzert krönt Jubiläumswoche
Von unserem Mitarbeiter Günter Vogel
Die Suite Nr. 2 in h-Moll von Johann Sebastian Bach gestaltete das Orchester von Schülern, Eltern, Lehrern und Ehemaligen mit klar modellierten musikalischen Figuren, aufgebettet auf einem warmen orchestralen Grundton. Dirigent Gerhard Trüg entwickelt die solide in sich ruhenden Dynamiken präzise und empfindsam. Er und seine Musiker lassen die langsamen Sätze blühen und die schnellen Abschnitte tänzerisch schwelgen. Manche dieser Sätze sind in den spieltechnischen Anforderungen ein höchst anspruchsvolles Flötenkonzert, das Andrea Ludwig mit musikalischer Souveränität gestaltete, vor allem den virtuosen Solo-Sturmlauf der abschließenden „Badinerie“.
Der zweite Teil des Konzerts war die 2003 entstandene „Mass of the children“, die „Kindermesse“ des zeitgenössischen englischen Komponisten John Rutter. Weit mehr als 100 Sänger, ebenfalls jetzige und ehemalige Schüler, Eltern, Lehrer gestalten den grandiosen Chorpart. Solistisch sangen Johannes Mooser mit wohltönender Baritonlinie, geschmackvollem Duktus und feinem Vibrato und die Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach mit großer, etwas gerader Oratorienstimme. Rutters Messe zeigt alle Stärken seiner Werke: Text und Musik gehen in idealer Weise zusammen; klassische Satztechniken verbinden sich mit populären Harmonien. Eine vielschichtige Harmonik und Rhythmik, die auch Jazz-Elemente aufnimmt, und ein großer melodischer Erfindungsreichtum geben Rutters Musik suggestive Kraft wie etwa das anrührende, eröffnende Kyrie. Es überwindet sofort jegliche Distanzen, der Funke springt unmittelbar über.
Der eingängige Rhythmus etwa im fröhlichen Gloria assoziiert Südamerikanisches. Andere überwiegend homophone Chorsätze mit zurückhaltend eingesetzten Solostellen verleihen dem Werk eine besondere Farbe und einen besinnlichen Charakter wie das ruhige „Sanctus“ und das wunderbar melodiöse „Benedictus“. Geheimnisvoll entwickelt sich das „Agnus Dei“ aus den Stimmgruppen auf dezenter Streicherbasis und mit Harfe und Pauke als Taktgeber zu volksliedhaft eindrucksvoller Schlichtheit. Lyrisch-romantisch dann das Finale.
Bernhard Bentz und Petra Schneider teilten sich das Dirigat, leiteten kraftvoll und mit präziser Übersichtlichkeit. Musiker und Chor waren hervorragend studiert mit großer dynamischer Bandbreite, die auch beim Fortissimo ihre klangliche Rundung bewahrte; klar verständlich der Text. Diese Konzert war ein würdiger Abschluss der PG-Feierlichkeiten, bot anrührendes Empfinden und schieren musikalischen Genuss.
(Erschienen: 08.03.2010 14:30)
Von unserem Mitarbeiter Günter Vogel
Die Suite Nr. 2 in h-Moll von Johann Sebastian Bach gestaltete das Orchester von Schülern, Eltern, Lehrern und Ehemaligen mit klar modellierten musikalischen Figuren, aufgebettet auf einem warmen orchestralen Grundton. Dirigent Gerhard Trüg entwickelt die solide in sich ruhenden Dynamiken präzise und empfindsam. Er und seine Musiker lassen die langsamen Sätze blühen und die schnellen Abschnitte tänzerisch schwelgen. Manche dieser Sätze sind in den spieltechnischen Anforderungen ein höchst anspruchsvolles Flötenkonzert, das Andrea Ludwig mit musikalischer Souveränität gestaltete, vor allem den virtuosen Solo-Sturmlauf der abschließenden „Badinerie“.
Der zweite Teil des Konzerts war die 2003 entstandene „Mass of the children“, die „Kindermesse“ des zeitgenössischen englischen Komponisten John Rutter. Weit mehr als 100 Sänger, ebenfalls jetzige und ehemalige Schüler, Eltern, Lehrer gestalten den grandiosen Chorpart. Solistisch sangen Johannes Mooser mit wohltönender Baritonlinie, geschmackvollem Duktus und feinem Vibrato und die Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach mit großer, etwas gerader Oratorienstimme. Rutters Messe zeigt alle Stärken seiner Werke: Text und Musik gehen in idealer Weise zusammen; klassische Satztechniken verbinden sich mit populären Harmonien. Eine vielschichtige Harmonik und Rhythmik, die auch Jazz-Elemente aufnimmt, und ein großer melodischer Erfindungsreichtum geben Rutters Musik suggestive Kraft wie etwa das anrührende, eröffnende Kyrie. Es überwindet sofort jegliche Distanzen, der Funke springt unmittelbar über.
Der eingängige Rhythmus etwa im fröhlichen Gloria assoziiert Südamerikanisches. Andere überwiegend homophone Chorsätze mit zurückhaltend eingesetzten Solostellen verleihen dem Werk eine besondere Farbe und einen besinnlichen Charakter wie das ruhige „Sanctus“ und das wunderbar melodiöse „Benedictus“. Geheimnisvoll entwickelt sich das „Agnus Dei“ aus den Stimmgruppen auf dezenter Streicherbasis und mit Harfe und Pauke als Taktgeber zu volksliedhaft eindrucksvoller Schlichtheit. Lyrisch-romantisch dann das Finale.
Bernhard Bentz und Petra Schneider teilten sich das Dirigat, leiteten kraftvoll und mit präziser Übersichtlichkeit. Musiker und Chor waren hervorragend studiert mit großer dynamischer Bandbreite, die auch beim Fortissimo ihre klangliche Rundung bewahrte; klar verständlich der Text. Diese Konzert war ein würdiger Abschluss der PG-Feierlichkeiten, bot anrührendes Empfinden und schieren musikalischen Genuss.
(Erschienen: 08.03.2010 14:30)

Themendossiers
Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
mehrSchützenfest Biberach


































