Stadtnachrichten Biberach
Klotz lobt das Stadtbild, kritisiert aber die Tourist-Info
Seit Sonntagabend ist der von Stadt und Werbegemeinschaft beauftragte Experte Christian Klotz in Biberach (die SZ berichtete). Seine Aufgabe: Schwachstellen in Biberachs Innenstadt ausfindig machen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. „Ich werde wie ein ganz normaler Tourist völlig ziel- und planlos durch die Innenstadt laufen“, erklärt Klotz.
Der Ausgangspunkt seiner Besichtigung ist nicht auf dem Marktplatz, sondern vor den Toren der Stadt. Klotz ist mit seinem Auto auf der B312 in Richtung Biberach unterwegs. Aufmerksam beobachtet er die Beschilderungen, die Touristen helfen sollen, ihr Ziel zu erreichen. Am Jordanei muss er sich entscheiden. Biberach-Süd oder Biberach-Nord? Klotz schüttelt den Kopf. „Keinerlei Hinweise auf die Innenstadt, da ist man als Fremder vollkommen hilflos“, stellt er fest. Und dabei sei für Touristen doch gerade dieser Hinweis der einzig wichtige.
Kurz nach dem Passieren des Kreisstadtschildes bemängelt Klotz eine fehlende Informationsbucht, in der sich Besucher über Parkplatzangebot und Hotels informieren können. „Aber Biberach ist ja auch keine reine Touristenstadt“, fügt er hinzu. Trotzdem sei es angebracht, seine Gäste willkommen zu heißen: „Eine positive Begrüßung auf einem Schild fehlt komplett.“
In der Stadt angekommen, fallen dem Bad Reichenhaller gleich die Parkgebühren auf dem Parkdeck der Stadthalle auf. „Gemessen an der Größe der Stadt ist das eindeutig zu teuer.“ Und auch die gegenüberliegende Touristen-Information bekommt ihr Fett weg. „Es ist praktisch keine Beschilderung vorhanden, ein Tourist würde sie niemals finden.“ Beim Versuch, sich Informationen über die Stadt zu besorgen, scheitert der 56-Jährige. Die Touristen-Information hat geschlossen. „Am Montag scheint es in Biberach wohl keine Touristen zu geben“, schmunzelt Klotz.
Auf dem Weg in Richtung Marktplatz mustert Klotz weiter aufmerksam die Umgebung. Egal ob Zigarettenstummel vor einer Kneipe, leerstehende Geschäfte oder in die Jahre gekommenen Innenstadtgebäude, ihm entgeht nichts. Notizen macht sich Klotz während seines Rundgangs wenig bis gar keine. „Ich kann mir die Eindrücke merken.“
Vom Marktplatz ist der Experte beeindruckt: „Der Marktplatz mit dem Kirchturm ist sehr imposant.“ Was ihm allerdings nicht so gefällt ist die Tatsache, dass auf dem Marktplatz trotz des schönen Wetters wenig Leute sind. Sein Vorschlag: Parkplätze einrichten: „Warum sollten Autos hier nicht parken dürfen, wenn sonst nichts los ist?“
Doch Klotz kritisiert nicht nur, er kann Biberach auch Positives abgewinnen. „Biberach hat ein traumhaftes Stadtbild mit alten Häusern, bei denen der Großteil liebevoll gepflegte Fassaden hat“, so der Innenstadtexperte. Was ihm gestern außerdem gefiel, waren die vielen kleinen Stadtpläne, die die Orientierung in der Innenstadt erleichtern.Vortrag heute Abend
Gestern Nachmittag stand noch eine Besichtigung der einzelnen Geschäfte, Wirtshäuser und Cafés an. Die Eindrücke, die Klotz bei seinem zweitägigen Rundgang durch Biberach gesammelt hat, fasst er heute Abend in einem Vortrag mit anschließender Diskussion zusammen. Gezeigt wird auch ein Film der Medienwerkstatt, die ihn heute noch begleitet. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Kundenhalle der Kreissparkasse Biberach. Der Eintritt ist frei.
(Erschienen: 08.03.2010 22:30)
Seit Sonntagabend ist der von Stadt und Werbegemeinschaft beauftragte Experte Christian Klotz in Biberach (die SZ berichtete). Seine Aufgabe: Schwachstellen in Biberachs Innenstadt ausfindig machen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. „Ich werde wie ein ganz normaler Tourist völlig ziel- und planlos durch die Innenstadt laufen“, erklärt Klotz.
Der Ausgangspunkt seiner Besichtigung ist nicht auf dem Marktplatz, sondern vor den Toren der Stadt. Klotz ist mit seinem Auto auf der B312 in Richtung Biberach unterwegs. Aufmerksam beobachtet er die Beschilderungen, die Touristen helfen sollen, ihr Ziel zu erreichen. Am Jordanei muss er sich entscheiden. Biberach-Süd oder Biberach-Nord? Klotz schüttelt den Kopf. „Keinerlei Hinweise auf die Innenstadt, da ist man als Fremder vollkommen hilflos“, stellt er fest. Und dabei sei für Touristen doch gerade dieser Hinweis der einzig wichtige.
Kurz nach dem Passieren des Kreisstadtschildes bemängelt Klotz eine fehlende Informationsbucht, in der sich Besucher über Parkplatzangebot und Hotels informieren können. „Aber Biberach ist ja auch keine reine Touristenstadt“, fügt er hinzu. Trotzdem sei es angebracht, seine Gäste willkommen zu heißen: „Eine positive Begrüßung auf einem Schild fehlt komplett.“
In der Stadt angekommen, fallen dem Bad Reichenhaller gleich die Parkgebühren auf dem Parkdeck der Stadthalle auf. „Gemessen an der Größe der Stadt ist das eindeutig zu teuer.“ Und auch die gegenüberliegende Touristen-Information bekommt ihr Fett weg. „Es ist praktisch keine Beschilderung vorhanden, ein Tourist würde sie niemals finden.“ Beim Versuch, sich Informationen über die Stadt zu besorgen, scheitert der 56-Jährige. Die Touristen-Information hat geschlossen. „Am Montag scheint es in Biberach wohl keine Touristen zu geben“, schmunzelt Klotz.
Auf dem Weg in Richtung Marktplatz mustert Klotz weiter aufmerksam die Umgebung. Egal ob Zigarettenstummel vor einer Kneipe, leerstehende Geschäfte oder in die Jahre gekommenen Innenstadtgebäude, ihm entgeht nichts. Notizen macht sich Klotz während seines Rundgangs wenig bis gar keine. „Ich kann mir die Eindrücke merken.“
Vom Marktplatz ist der Experte beeindruckt: „Der Marktplatz mit dem Kirchturm ist sehr imposant.“ Was ihm allerdings nicht so gefällt ist die Tatsache, dass auf dem Marktplatz trotz des schönen Wetters wenig Leute sind. Sein Vorschlag: Parkplätze einrichten: „Warum sollten Autos hier nicht parken dürfen, wenn sonst nichts los ist?“
Doch Klotz kritisiert nicht nur, er kann Biberach auch Positives abgewinnen. „Biberach hat ein traumhaftes Stadtbild mit alten Häusern, bei denen der Großteil liebevoll gepflegte Fassaden hat“, so der Innenstadtexperte. Was ihm gestern außerdem gefiel, waren die vielen kleinen Stadtpläne, die die Orientierung in der Innenstadt erleichtern.Vortrag heute Abend
Gestern Nachmittag stand noch eine Besichtigung der einzelnen Geschäfte, Wirtshäuser und Cafés an. Die Eindrücke, die Klotz bei seinem zweitägigen Rundgang durch Biberach gesammelt hat, fasst er heute Abend in einem Vortrag mit anschließender Diskussion zusammen. Gezeigt wird auch ein Film der Medienwerkstatt, die ihn heute noch begleitet. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Kundenhalle der Kreissparkasse Biberach. Der Eintritt ist frei.
(Erschienen: 08.03.2010 22:30)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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