Stadtnachrichten Biberach
Klaus Eckardt geht auf die literarische Langstrecke
Von unserem Redakteur Gerd Mägerle
Warum schreibt ein Journalist ein Buch? Die Antwort darauf lässt der Autor seine Hauptfigur Max von Steyn geben: „Und immer wieder machte er sich Notizen, die er später einmal verwenden wollte, wenn er das tat, wovon fast alle Journalisten träumen: ein Buch zu schreiben.“ Beide, von Steyn wie Eckardt, sind ehemalige Zeitungsredakteure. Eckardt war es im realen Leben unter anderem bei der Schwäbischen Zeitung in Biberach und Laupheim, von Steyn war es im Buch bei einem fiktiven Blatt im Oberland. Während der 49-jährige Eckardt mittlerweile als Volkshochschulleiter in Laupheim arbeitet, lässt er die Hauptfigur seines Buches als Hobbydetektiv ermitteln.
„Plötzlich war die Idee da“
Für den begeisterten Krimileser und -gucker Klaus Eckardt hat mit dem „Lauf des Todes“ eine Idee Gestalt angenommen, die er schon seit Jahren mit sich herumträgt – einen eigenen Krimi zu schreiben. Erfahrungen dafür hat er unter anderem in seiner Zeit als Polizei- und Gerichtsberichterstatter genügend gesammelt. Vor rund drei Jahren in einem Österreich-Urlaub habe es dann „Klack“ gemacht: „Da hatte ich innere Ruhe und plötzlich war die Idee zur Geschichte da“, erzählt Eckardt.
Diese hat er zwischenzeitlich mehrmals modifiziert. Im Kern dreht sich der Krimi des passionierten Läufers Klaus Eckardt ums Joggen, um Machenschaften in der Pharmaindustrie, um Themen wie Gentechnik und Doping und um andere Affären. Und: Die Handlung ist hauptsächlich in Oberschwaben angesiedelt. „Es war für mich völlig klar, dass die Geschichte zum Großteil hier angesiedelt sein muss“, sagt Klaus Eckardt, „hier bin ich seit 15 Jahren zu Hause, hier kenne ich mich aus.“
Wichtig ist ihm aber, dass nicht der Journalist, sondern der Buchautor Eckardt schreibt: „Die Handlung spielt in einer oberschwäbischen Stadt, die aber nicht benannt wird. Jeder Biberacher, Laupheimer oder Ravensburger wird Elemente seiner Heimat darin entdecken.“ Viel wichtiger sei ihm gewesen, die oberschwäbische Mentalität in seinem Buch zu transportieren. Die ist nach Eckardts Ansicht geprägt von Natur und Glauben einerseits und Moderne und Innovation andererseits.
Rätselhafte Todesfälle
Wie es sich für einen richtigen Krimi gehört, gibt es rätselhafte Todesfälle – und alle scheinen sie einen Bezug zum Thema Laufen zu haben. Kein Wunder, ist Eckardt doch selbst begeisterter Hobbyläufer. So sieht man ihn gerne mal durch den Biberacher Burrenwald joggen.
In seinem Buch verschwindet der Chef einer Pharmafirma beim Laufen scheinbar spurlos – gäbe es da nicht ein elektronisches Hilfsmittel, das den Romanhelden Max von Steyn an den mutmaßlichen Ort des Verschwindens führt, in die Nähe eines Hotels in den österreichischen Bergen.
Für Klaus Eckardt war das Krimischreiben eine Art literarischer Marathonlauf: „Als Journalist war ich ja eher an die Kurzstrecke gewöhnt.“ Die Suche nach einem Verlag für das 208-Seiten-Werk zog sich rund ein Jahr hin. Der Tübinger Silberburg-Verlag bringt es nun in seiner Regionalkrimi-Reihe am 27. Juli heraus. Und Klaus Eckardt ist schon gespannt: „Wenn ich das erste Exemplar in Händen halte, wird das ein ähnliches Gefühl sein wie beim Marathon-Zieleinlauf.“
(Erschienen: 23.07.2010 12:35)
Von unserem Redakteur Gerd Mägerle
Warum schreibt ein Journalist ein Buch? Die Antwort darauf lässt der Autor seine Hauptfigur Max von Steyn geben: „Und immer wieder machte er sich Notizen, die er später einmal verwenden wollte, wenn er das tat, wovon fast alle Journalisten träumen: ein Buch zu schreiben.“ Beide, von Steyn wie Eckardt, sind ehemalige Zeitungsredakteure. Eckardt war es im realen Leben unter anderem bei der Schwäbischen Zeitung in Biberach und Laupheim, von Steyn war es im Buch bei einem fiktiven Blatt im Oberland. Während der 49-jährige Eckardt mittlerweile als Volkshochschulleiter in Laupheim arbeitet, lässt er die Hauptfigur seines Buches als Hobbydetektiv ermitteln.
„Plötzlich war die Idee da“
Für den begeisterten Krimileser und -gucker Klaus Eckardt hat mit dem „Lauf des Todes“ eine Idee Gestalt angenommen, die er schon seit Jahren mit sich herumträgt – einen eigenen Krimi zu schreiben. Erfahrungen dafür hat er unter anderem in seiner Zeit als Polizei- und Gerichtsberichterstatter genügend gesammelt. Vor rund drei Jahren in einem Österreich-Urlaub habe es dann „Klack“ gemacht: „Da hatte ich innere Ruhe und plötzlich war die Idee zur Geschichte da“, erzählt Eckardt.
Diese hat er zwischenzeitlich mehrmals modifiziert. Im Kern dreht sich der Krimi des passionierten Läufers Klaus Eckardt ums Joggen, um Machenschaften in der Pharmaindustrie, um Themen wie Gentechnik und Doping und um andere Affären. Und: Die Handlung ist hauptsächlich in Oberschwaben angesiedelt. „Es war für mich völlig klar, dass die Geschichte zum Großteil hier angesiedelt sein muss“, sagt Klaus Eckardt, „hier bin ich seit 15 Jahren zu Hause, hier kenne ich mich aus.“
Wichtig ist ihm aber, dass nicht der Journalist, sondern der Buchautor Eckardt schreibt: „Die Handlung spielt in einer oberschwäbischen Stadt, die aber nicht benannt wird. Jeder Biberacher, Laupheimer oder Ravensburger wird Elemente seiner Heimat darin entdecken.“ Viel wichtiger sei ihm gewesen, die oberschwäbische Mentalität in seinem Buch zu transportieren. Die ist nach Eckardts Ansicht geprägt von Natur und Glauben einerseits und Moderne und Innovation andererseits.
Rätselhafte Todesfälle
Wie es sich für einen richtigen Krimi gehört, gibt es rätselhafte Todesfälle – und alle scheinen sie einen Bezug zum Thema Laufen zu haben. Kein Wunder, ist Eckardt doch selbst begeisterter Hobbyläufer. So sieht man ihn gerne mal durch den Biberacher Burrenwald joggen.
In seinem Buch verschwindet der Chef einer Pharmafirma beim Laufen scheinbar spurlos – gäbe es da nicht ein elektronisches Hilfsmittel, das den Romanhelden Max von Steyn an den mutmaßlichen Ort des Verschwindens führt, in die Nähe eines Hotels in den österreichischen Bergen.
Für Klaus Eckardt war das Krimischreiben eine Art literarischer Marathonlauf: „Als Journalist war ich ja eher an die Kurzstrecke gewöhnt.“ Die Suche nach einem Verlag für das 208-Seiten-Werk zog sich rund ein Jahr hin. Der Tübinger Silberburg-Verlag bringt es nun in seiner Regionalkrimi-Reihe am 27. Juli heraus. Und Klaus Eckardt ist schon gespannt: „Wenn ich das erste Exemplar in Händen halte, wird das ein ähnliches Gefühl sein wie beim Marathon-Zieleinlauf.“
(Erschienen: 23.07.2010 12:35)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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