Stadtnachrichten Biberach
Hund beißt Pferd tot – Besitzer hilflos
Von unserem Mitarbeiter Tobias Rehm
Idyllisch liegt Heribert Schwabs Pferdehof im Biberacher Wolfental. Umgeben von der Natur und weit weg von jeglichem Lärm lebt Schwab mit seiner Familie dort seit fast 20 Jahren. Doch in der Schützenwoche wurde diese Idylle jäh zerstört. Ein Hund macht auf der Koppel von Heribert Schwab Jagd auf Pferde, verletzt eins der Tiere am Bein. Einige Tage später ist es tot.
Schwab selbst bekam von all dem nichts mit. „Mir ist nur aufgefallen, dass die Tiere sich anders als sonst verhalten“, berichtet Schwab. Auch den Reitern sei dies aufgefallen. Er habe sich aber zunächst keine weiteren Gedanken darüber gemacht. An Schützensamstag entdeckt er, dass eines seiner Pferde ein stark angeschwollenes Bein hat, zwei Tage später kommt deshalb die Tierärztin. Sie stellt schnell fest, dass das Tier von einem Hund gebissen wurde.
„Das Vorderbein war maximal angeschwollen und hatte eitrige Verletzungen, die nur von einem Hundebiss stammen können“, erklärt Tierärztin Andrea Hagenlocher. In den folgenden Tagen behandelte sie das Pferd „intensiv mit Antibiotika“, worauf die Schwellung zurückging. Doch vor knapp zwei Wochen dann der Schock: Schwab findet das Tier morgens tot auf der Koppel. „Es ist an den Folgen einer Blutvergiftung gestorben“, sagt die Tierärztin.
Schwab wendet sich daraufhin umgehend an die Biberacher Polizei. Doch diese teilt ihm mit, dass sie für diesen Fall nicht zuständig sei. „Es wurde mir gesagt, dass dies eine Privatsache sei“, erzählt Schwab verärgert. Da der Pferdebesitzer sich mit dieser Auskunft nicht zufrieden gibt, gibt er sein Anliegen wenige Tage später schriftlich bei der Polizei ein. Doch darauf hat er bis heute keine Antwort erhalten.
„Ich komme mir einer Willkür ausgeliefert vor“; ärgert sich Schwab. „Es kann doch nicht sein, dass sich dafür niemand interessiert und ich nur abgewimmelt werde.“ Immerhin sei ihm auch ein immenser Schaden entstanden. „Der Wiederbeschaffungswert eines solchen Islandpferdes liegt zwischen 8 000 Euro und 10 000 Euro.“ Entgegen der ersten Aussagen gegenüber dem Pferdebesitzer ermittelt die Biberacher Polizei mittlerweile doch. „Der Vorgang ist bei uns aufgenommen“, erklärt Pressesprecher Helmut Stuhler auf Nachfrage der SZ. Genaueres wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen, meinte aber. „Wenn es keinerlei Anhaltspunkte für Hund oder Besitzer gibt, ist es schwierig zu ermitteln.“
Heribert Schwab hofft trotzdem, dass eines Tages derjenige gefunden wird, der für den Tod seines Islandpferdes verantwortlich ist. Um Rache geht es dem Pferdebesitzer dabei weniger. Ihm ist es vor allem wichtig, dass der aggressive Hund nicht mehr frei herumläuft und möglicherweise noch einen Menschen anfällt.
(Erschienen: 09.08.2010 19:45)
Von unserem Mitarbeiter Tobias Rehm
Idyllisch liegt Heribert Schwabs Pferdehof im Biberacher Wolfental. Umgeben von der Natur und weit weg von jeglichem Lärm lebt Schwab mit seiner Familie dort seit fast 20 Jahren. Doch in der Schützenwoche wurde diese Idylle jäh zerstört. Ein Hund macht auf der Koppel von Heribert Schwab Jagd auf Pferde, verletzt eins der Tiere am Bein. Einige Tage später ist es tot.
Schwab selbst bekam von all dem nichts mit. „Mir ist nur aufgefallen, dass die Tiere sich anders als sonst verhalten“, berichtet Schwab. Auch den Reitern sei dies aufgefallen. Er habe sich aber zunächst keine weiteren Gedanken darüber gemacht. An Schützensamstag entdeckt er, dass eines seiner Pferde ein stark angeschwollenes Bein hat, zwei Tage später kommt deshalb die Tierärztin. Sie stellt schnell fest, dass das Tier von einem Hund gebissen wurde.
„Das Vorderbein war maximal angeschwollen und hatte eitrige Verletzungen, die nur von einem Hundebiss stammen können“, erklärt Tierärztin Andrea Hagenlocher. In den folgenden Tagen behandelte sie das Pferd „intensiv mit Antibiotika“, worauf die Schwellung zurückging. Doch vor knapp zwei Wochen dann der Schock: Schwab findet das Tier morgens tot auf der Koppel. „Es ist an den Folgen einer Blutvergiftung gestorben“, sagt die Tierärztin.
Schwab wendet sich daraufhin umgehend an die Biberacher Polizei. Doch diese teilt ihm mit, dass sie für diesen Fall nicht zuständig sei. „Es wurde mir gesagt, dass dies eine Privatsache sei“, erzählt Schwab verärgert. Da der Pferdebesitzer sich mit dieser Auskunft nicht zufrieden gibt, gibt er sein Anliegen wenige Tage später schriftlich bei der Polizei ein. Doch darauf hat er bis heute keine Antwort erhalten.
„Ich komme mir einer Willkür ausgeliefert vor“; ärgert sich Schwab. „Es kann doch nicht sein, dass sich dafür niemand interessiert und ich nur abgewimmelt werde.“ Immerhin sei ihm auch ein immenser Schaden entstanden. „Der Wiederbeschaffungswert eines solchen Islandpferdes liegt zwischen 8 000 Euro und 10 000 Euro.“ Entgegen der ersten Aussagen gegenüber dem Pferdebesitzer ermittelt die Biberacher Polizei mittlerweile doch. „Der Vorgang ist bei uns aufgenommen“, erklärt Pressesprecher Helmut Stuhler auf Nachfrage der SZ. Genaueres wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen, meinte aber. „Wenn es keinerlei Anhaltspunkte für Hund oder Besitzer gibt, ist es schwierig zu ermitteln.“
Heribert Schwab hofft trotzdem, dass eines Tages derjenige gefunden wird, der für den Tod seines Islandpferdes verantwortlich ist. Um Rache geht es dem Pferdebesitzer dabei weniger. Ihm ist es vor allem wichtig, dass der aggressive Hund nicht mehr frei herumläuft und möglicherweise noch einen Menschen anfällt.
(Erschienen: 09.08.2010 19:45)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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