Stadtnachrichten Biberach
Harlem Shake-Initiator will trotzdem in Biberach tanzen

Der Oberbürgermeister ist sich dessen bewusst: „Ich habe nichts gegen einen Harlem Shake in Biberach, ganz im Gegenteil, er muss aber einfach genehmigt werden, das sind die Regeln“, sagt Norbert Zeidler. Einer der Hauptgründe sei das Konzert des Jugendsinfonieorchesters gewesen, das am Abend in der Gigelberghalle war. „Es geht einfach nicht, dass Jugendliche sich bemühen, ein klassisches Konzert zu geben und gleichzeitig draußen eine ganz andere Musik spielt“, sagt Zeidler. Das will André Hardegger dem Oberbürgermeister nicht so recht glauben: „Unsere Aktion wäre vielleicht eine halbe Stunde gegangen, wir hätten ein bisschen getanzt, gefilmt und wären wieder gegangen.“
In Biberach ist nichts los
Ganz so einfach ist es nicht, denn die Veranstaltung hatte bereits mehr als 600 Zusagen auf Facebook. Wie viele Menschen am Ende kommen ist nie sicher. „Das kann auch ganz schnell aus dem Ruder laufen und gefährlich werden“, sagt Helmut Stuhler von der Polizeidirektion Biberach. „Und dann kann es für den Verantwortlichen richtig teuer werden.“ André Hardegger ist noch einmal davongekommen. Er hat lediglich einen Bescheid über eine Verwaltungsgebühr von 100 Euro bekommen.
Die Biberacher Polizei war am Sonntag mit vier Streifenwagen unterwegs, der Polizeihubschrauber, der über dem Gigelberg kreiste, sei nicht Teil des Harlem Shake-Einsatzes gewesen. „Das war Zufall“, sagt Stuhler. „Der hat die Ausbrecher aus der Psychiatrie Zwiefalten gesucht.“ Auch das will André Hardegger nicht glauben: „Der ist zwei Schleifen direkt über den Gigelberg geflogen.“
Ein bisschen verstehen kann der 18-Jährige die Aufregung im Nachhinein aber schon, doch so richtig gerne lebt er nicht mehr in Biberach: „Ich finde es einfach traurig, dass Leute in meinem Alter hier nicht mehr viel machen können und dürfen, es ist nichts geboten. Und wenn dann mal etwas in Bewegung kommt, ist das Geschrei groß.“ Dass er zurzeit das Thema Nummer eins in der Stadt ist, stört ihn nicht: „Das zeigt doch schon, dass sich die Menschen mehr coole Veranstaltungen wünschen.“
Den Traum vom großen Harlem Shake in Biberach hat er dennoch nicht aufgegeben. „Meine Kumpels und ich überlegen uns, ob wir es nicht wirklich darauf anlegen sollen, und es von der Stadt genehmigen lassen.“ OB Norbert Zeidler verspricht: „Wenn jemand so etwas organisieren will, dann setzen wir uns zusammen und überlegen wann und wo wir das am besten organisiert bekommen. Ich möchte kein ergrautes Biberach.“ Bei einem möglichen Harlem Shake sei auch er mit von der Partie.
(Aktualisiert: 05.03.2013 18:46)

Der Oberbürgermeister ist sich dessen bewusst: „Ich habe nichts gegen einen Harlem Shake in Biberach, ganz im Gegenteil, er muss aber einfach genehmigt werden, das sind die Regeln“, sagt Norbert Zeidler. Einer der Hauptgründe sei das Konzert des Jugendsinfonieorchesters gewesen, das am Abend in der Gigelberghalle war. „Es geht einfach nicht, dass Jugendliche sich bemühen, ein klassisches Konzert zu geben und gleichzeitig draußen eine ganz andere Musik spielt“, sagt Zeidler. Das will André Hardegger dem Oberbürgermeister nicht so recht glauben: „Unsere Aktion wäre vielleicht eine halbe Stunde gegangen, wir hätten ein bisschen getanzt, gefilmt und wären wieder gegangen.“
In Biberach ist nichts los
Ganz so einfach ist es nicht, denn die Veranstaltung hatte bereits mehr als 600 Zusagen auf Facebook. Wie viele Menschen am Ende kommen ist nie sicher. „Das kann auch ganz schnell aus dem Ruder laufen und gefährlich werden“, sagt Helmut Stuhler von der Polizeidirektion Biberach. „Und dann kann es für den Verantwortlichen richtig teuer werden.“ André Hardegger ist noch einmal davongekommen. Er hat lediglich einen Bescheid über eine Verwaltungsgebühr von 100 Euro bekommen.
Die Biberacher Polizei war am Sonntag mit vier Streifenwagen unterwegs, der Polizeihubschrauber, der über dem Gigelberg kreiste, sei nicht Teil des Harlem Shake-Einsatzes gewesen. „Das war Zufall“, sagt Stuhler. „Der hat die Ausbrecher aus der Psychiatrie Zwiefalten gesucht.“ Auch das will André Hardegger nicht glauben: „Der ist zwei Schleifen direkt über den Gigelberg geflogen.“
Ein bisschen verstehen kann der 18-Jährige die Aufregung im Nachhinein aber schon, doch so richtig gerne lebt er nicht mehr in Biberach: „Ich finde es einfach traurig, dass Leute in meinem Alter hier nicht mehr viel machen können und dürfen, es ist nichts geboten. Und wenn dann mal etwas in Bewegung kommt, ist das Geschrei groß.“ Dass er zurzeit das Thema Nummer eins in der Stadt ist, stört ihn nicht: „Das zeigt doch schon, dass sich die Menschen mehr coole Veranstaltungen wünschen.“
Den Traum vom großen Harlem Shake in Biberach hat er dennoch nicht aufgegeben. „Meine Kumpels und ich überlegen uns, ob wir es nicht wirklich darauf anlegen sollen, und es von der Stadt genehmigen lassen.“ OB Norbert Zeidler verspricht: „Wenn jemand so etwas organisieren will, dann setzen wir uns zusammen und überlegen wann und wo wir das am besten organisiert bekommen. Ich möchte kein ergrautes Biberach.“ Bei einem möglichen Harlem Shake sei auch er mit von der Partie.
(Aktualisiert: 05.03.2013 18:46)

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