Stadtnachrichten Biberach
Handwerk will um Gymnasiasten werben
„Es geht nicht, dass sich die Gymnasien auf Dauer einer umfassenden Berufsorientierung entziehen“, sagt Mehlich. Die Jugendlichen würden zum Teil von einem umfassenden Blick auf die beruflichen Möglichkeiten „weggeblockt“, so Mehlich. Von den Gymnasien bekomme er dann als Begründung genannt: „Wir haben kein Interesse, wir haben den Auftrag, unsere Schüler fürs Studium vorzubereiten.“
Er halte es für falsch, den jungen Leuten glauben zu machen: „Du bist nur gut, wenn du möglichst lange auf eine Schule gehst.“ Die Handwerkskammer Ulm komme so nicht an die Gymnasiasten heran, „die wir fürs Handwerk gewinnen könnten“, sagt Mehlich. Ein Lob gibt es von ihm ausdrücklich für das Laupheimer Gymnasium, wo das Handwerk explizit in die Berufsorientierung einbezogen werde.
Während es in Städten wie Ulm zunehmend schwieriger werde, Jugendliche für einen handwerklichen Beruf zu begeistern, sei dies im ländlich geprägten Landkreis Biberach noch möglich. Es komme in Zukunft darauf an, die dezentrale Struktur bei den Berufsschulen zu erhalten, damit die Auszubildenden möglichst kurze Wege dorthin haben. Allerdings beobachte er auch hier den umgekehrten Trend: „Es gibt kaum eine Stadt, die größer als 20 000 Einwohner ist, in der nicht irgendwann der Wunsch nach einer Hochschule geäußert wird“, sagt Mehlich, „aber kaum einer sagt, dass er eine Berufsschule möchte.“
Auch ein Nachfolgeproblem
Für das Handwerk sei die Nachwuchsfrage doppelt wichtig: „Zum einen brauchen wir gute junge Leute, um das aktuell gute Auftragspolster abzuarbeiten.“ Zum anderen werde der Fachkräftemangel im Handwerk mittelfristig zu einem Problem in der Betriebsnachfolge führen. Wenn ich keinen jungen Flaschner in einen Betrieb reinbringe, dann gibt es den Betrieb morgen nicht mehr“, sagt Mehlich.
(Erschienen: 09.02.2012 19:35)
„Es geht nicht, dass sich die Gymnasien auf Dauer einer umfassenden Berufsorientierung entziehen“, sagt Mehlich. Die Jugendlichen würden zum Teil von einem umfassenden Blick auf die beruflichen Möglichkeiten „weggeblockt“, so Mehlich. Von den Gymnasien bekomme er dann als Begründung genannt: „Wir haben kein Interesse, wir haben den Auftrag, unsere Schüler fürs Studium vorzubereiten.“
Er halte es für falsch, den jungen Leuten glauben zu machen: „Du bist nur gut, wenn du möglichst lange auf eine Schule gehst.“ Die Handwerkskammer Ulm komme so nicht an die Gymnasiasten heran, „die wir fürs Handwerk gewinnen könnten“, sagt Mehlich. Ein Lob gibt es von ihm ausdrücklich für das Laupheimer Gymnasium, wo das Handwerk explizit in die Berufsorientierung einbezogen werde.
Während es in Städten wie Ulm zunehmend schwieriger werde, Jugendliche für einen handwerklichen Beruf zu begeistern, sei dies im ländlich geprägten Landkreis Biberach noch möglich. Es komme in Zukunft darauf an, die dezentrale Struktur bei den Berufsschulen zu erhalten, damit die Auszubildenden möglichst kurze Wege dorthin haben. Allerdings beobachte er auch hier den umgekehrten Trend: „Es gibt kaum eine Stadt, die größer als 20 000 Einwohner ist, in der nicht irgendwann der Wunsch nach einer Hochschule geäußert wird“, sagt Mehlich, „aber kaum einer sagt, dass er eine Berufsschule möchte.“
Auch ein Nachfolgeproblem
Für das Handwerk sei die Nachwuchsfrage doppelt wichtig: „Zum einen brauchen wir gute junge Leute, um das aktuell gute Auftragspolster abzuarbeiten.“ Zum anderen werde der Fachkräftemangel im Handwerk mittelfristig zu einem Problem in der Betriebsnachfolge führen. Wenn ich keinen jungen Flaschner in einen Betrieb reinbringe, dann gibt es den Betrieb morgen nicht mehr“, sagt Mehlich.
(Erschienen: 09.02.2012 19:35)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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