Stadtnachrichten Biberach
Für ihren Biberkeller kehren die Zwillinge zurück

Von unserer Redakteurin Franziska Rötzsch
„Für irgendeine Kneipe würden wird das nicht machen“, sagt Simone Göpper. Doch um irgendeine Kneipe geht es nicht. Es geht um den „Biberkeller“. Dort kellnerten Simone Göpper und ihre Schwester Manuela Dobert als junge Mädchen viele Jahre lang, dort waren sie an freien Tagen Gäste – und blieben es wenigstens an Schützen bis heute. „Unsere Eltern haben hier schon Verlobung gefeiert. Und es gibt Fotos von uns beiden im Kinderwagen – mit dem Biberkeller im Hintergrund“, lacht Manuela Dobert. „Irgendwie gehört der Biberkeller zu unserem Leben dazu.“
Jetzt noch mehr: Denn die in Biberach geborenen und aufgewachsenen Zwillingsschwestern haben, nachdem sich Pächter und Wirt Andreas Gehring nach zwanzig Jahren zurückgezogen hat, das Lokal mit Biergarten am Beginn der Birkenharder Straße übernommen. Für ihren Traum kehren die heute 37-Jährigen in ihre Heimatstadt zurück. „Als wir gehört haben, dass Andi Gehring aufhören will, haben wir spontan gesagt: Warum machen wir das eigentlich nicht“, erinnert sich Manuela Dobert. Heute lebt sie in Ulm, Schwester Simone in der Schweiz. Als sie die fragte, ob sie denn nach Biberach zurückkehren würde, lautete Simone Göppers Antwort: „Für den Biberkeller schon.“
Seit März wird nun umgebaut. Jetzt liegen Schutt und altes Holz vor dem Haus, dort, wo im Sommer die Stühle und Tische des Biergartens stehen sollen. Einiges haben die Zwillingsschwestern ausgeräumt und rausgerissen – die alten Fenster zum Beispiel, den Eingang und die Bar. „Der Thekenbereich soll größer werden“, erklärt Manuela Dobert. Der kleine Kühlraum hinter der einstigen Theke wird abgeschafft, die Wand kommt weg. Auf der anderen Seite, so die Umbaupläne, bei denen die Zwillinge von den „Architekten am Weberberg“ unterstützt werden, soll eine Glaswand eingebaut werden. Im Sommer kann sie aufgeschoben werden.
Vergrößert wird auch das hintere Zimmer. „Biberbau“ nennen es die Schwestern. Nebenan eine weitere Neuerung: Neue Toilettenräume werden gebaut – die alten im Keller sollen nur noch an Schützen geöffnet werden. Auch neue Möbel bekommt der Biberkeller.
Anderes soll erhalten bleiben – die dunkle Decke zum Beispiel. Und auch am Biergartenkonzept wird nichts geändert. „Wir versuchen den Spagat zwischen etwas Neuem und dem Typischen. Die Gäste sollen den Biberkeller wiedererkennen“, sagt Simone Göpper. Dazu gehört auch die Mischung aus Speiselokal und Kneipe. Gekocht wird übrigens gut bürgerliche Küche. „Wie ganz früher“, sagt Manuela Dobert. Und noch etwas wird sein wie ganz früher: der Name. „Biberkeller – sonst nichts.“
Am 3. Juli muss alles fertig sein. Dann werden die Zwillingsschwestern wieder im „Biberkeller“ stehen – diesmal als Chefinnen. Und sie freuen sich schon. „Für mich ist das mehr als nur eine Gastronomie. Es ist ein Zauber hier“, sagt Manuela Dobert, blickt sich um und dann die Schwester an. Die nickt. „Wenn mir das jemand gesagt hätte, noch vor einem Jahr hätte ich es nicht geglaubt.“
(Erschienen: 04.05.2010 07:20)

Von unserer Redakteurin Franziska Rötzsch
„Für irgendeine Kneipe würden wird das nicht machen“, sagt Simone Göpper. Doch um irgendeine Kneipe geht es nicht. Es geht um den „Biberkeller“. Dort kellnerten Simone Göpper und ihre Schwester Manuela Dobert als junge Mädchen viele Jahre lang, dort waren sie an freien Tagen Gäste – und blieben es wenigstens an Schützen bis heute. „Unsere Eltern haben hier schon Verlobung gefeiert. Und es gibt Fotos von uns beiden im Kinderwagen – mit dem Biberkeller im Hintergrund“, lacht Manuela Dobert. „Irgendwie gehört der Biberkeller zu unserem Leben dazu.“
Jetzt noch mehr: Denn die in Biberach geborenen und aufgewachsenen Zwillingsschwestern haben, nachdem sich Pächter und Wirt Andreas Gehring nach zwanzig Jahren zurückgezogen hat, das Lokal mit Biergarten am Beginn der Birkenharder Straße übernommen. Für ihren Traum kehren die heute 37-Jährigen in ihre Heimatstadt zurück. „Als wir gehört haben, dass Andi Gehring aufhören will, haben wir spontan gesagt: Warum machen wir das eigentlich nicht“, erinnert sich Manuela Dobert. Heute lebt sie in Ulm, Schwester Simone in der Schweiz. Als sie die fragte, ob sie denn nach Biberach zurückkehren würde, lautete Simone Göppers Antwort: „Für den Biberkeller schon.“
Seit März wird nun umgebaut. Jetzt liegen Schutt und altes Holz vor dem Haus, dort, wo im Sommer die Stühle und Tische des Biergartens stehen sollen. Einiges haben die Zwillingsschwestern ausgeräumt und rausgerissen – die alten Fenster zum Beispiel, den Eingang und die Bar. „Der Thekenbereich soll größer werden“, erklärt Manuela Dobert. Der kleine Kühlraum hinter der einstigen Theke wird abgeschafft, die Wand kommt weg. Auf der anderen Seite, so die Umbaupläne, bei denen die Zwillinge von den „Architekten am Weberberg“ unterstützt werden, soll eine Glaswand eingebaut werden. Im Sommer kann sie aufgeschoben werden.
Vergrößert wird auch das hintere Zimmer. „Biberbau“ nennen es die Schwestern. Nebenan eine weitere Neuerung: Neue Toilettenräume werden gebaut – die alten im Keller sollen nur noch an Schützen geöffnet werden. Auch neue Möbel bekommt der Biberkeller.
Anderes soll erhalten bleiben – die dunkle Decke zum Beispiel. Und auch am Biergartenkonzept wird nichts geändert. „Wir versuchen den Spagat zwischen etwas Neuem und dem Typischen. Die Gäste sollen den Biberkeller wiedererkennen“, sagt Simone Göpper. Dazu gehört auch die Mischung aus Speiselokal und Kneipe. Gekocht wird übrigens gut bürgerliche Küche. „Wie ganz früher“, sagt Manuela Dobert. Und noch etwas wird sein wie ganz früher: der Name. „Biberkeller – sonst nichts.“
Am 3. Juli muss alles fertig sein. Dann werden die Zwillingsschwestern wieder im „Biberkeller“ stehen – diesmal als Chefinnen. Und sie freuen sich schon. „Für mich ist das mehr als nur eine Gastronomie. Es ist ein Zauber hier“, sagt Manuela Dobert, blickt sich um und dann die Schwester an. Die nickt. „Wenn mir das jemand gesagt hätte, noch vor einem Jahr hätte ich es nicht geglaubt.“
(Erschienen: 04.05.2010 07:20)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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