Stadtnachrichten Biberach
Für Biberachs Bildung entsteht ein Plan

Von unserer Redakteurin Franziska Rötzsch
Kita-Kinder besuchen regelmäßig die Musikschule, der Kinderschutzbund bietet Hausaufgabenbetreuung an, die Jugendkunstschule ist an Schulen präsent: drei Beispiele für Biberacher Bildungsprojekte, die es heute schon gibt. Und es sind viele mehr – von privaten und öffentlichen Trägern. Sie alle sollen nun erfasst, bewertet und strukturiert werden – im so genannten kommunalen Bildungsplan.
Anlass für die Erstellung des Bildungsplans ist der Neubau der Realschule. Nicht nur ein neues Gebäude soll entstehen, auch mit Bildungsinhalten will die Stadt sich befassen – um die bessere Abstimmung von Angeboten und um Vernetzung geht es dabei. Unterstützung gibt es vom Bildungsexperten Wolf Kraemer-Mandeau. Er war bereits an den Plänen für das räumliche Bildungszentrum beteiligt und hatte im Auftrag der Stadt einen Bildungsentwicklungsplan erstellt. Die Rolle der Stadtverwaltung, so OB Thomas Fettback: „Es geht darum, eine Plattform zu schaffen.“ Die Stadt biete selbst Angebote – in der Volkshochschule, dem Museum oder der Bücherei etwa – will aber zudem Moderator für alle Beteiligten sein.
Noch steht das Projekt „kommunaler Bildungsplan“ am Anfang, die ersten Schritte sind allerdings bereits getan: Nach Gesprächen mit einzelnen Akteuren in der Bildungs- und Jugendarbeit, gab es ein erstes gemeinsames Treffen. Daran beteiligt: Vertreter der Kindergärten und Schulen, der Kultureinrichtungen und Akteure der Jugendarbeit. „Wir haben alle eingeladen, die etwas mit Kindergärten und Schulen zu tun haben“, sagt Kulturdezernent Jörg Riedlbauer, in dessen Bereich das Projekt angesiedelt ist. „Es ging zunächst um die Frage: Wollen wir diesen Bildungsplan?“
Bei der Antwort, sei man sich einig gewesen, so OB Fettback „Alle sagen: Es ist absolut richtig, diesen Prozess anzugehen.“
In einem nächsten Schritt soll mit Fragebögen erhoben werden, welche Kooperationen von Bildungseinrichtungen mit Schulen und Kindergärten bereits bestehen. Dann sollen Gespräche mit den künftigen Akteuren auf dem Areal des Bildungszentrums und Gespräche mit den Kindergärten und Grundschulen folgen.
Aber schon das Treffen selbst bringe etwas.: „Allein, dass wir eine Plattform für den Gedankenaustausch geschaffen haben, ist schon ein Mehrwert“, sagt Fettback und nennt ein Beispiel: Bei dem Treffen habe Hauptschulrektor Karl Schley erwähnt, dass einige seiner Schüler gerne musizieren würden, es aber für eine eigene Gruppe nicht genügend Teilnehmer seien. Die Schüler könnten, habe daraufhin Realschulrektor Marcus Pfab vorgeschlagen, bei der Bläserklasse der Realschule mitmachen. „Es geht auch darum, solche kleinen Brücken zu schlagen“, sagt Fettback. „Wichtig ist, dass wir uns in Sachen Bildungsplan auf den Weg machen.“
(Erschienen: 24.08.2010 17:25)

Von unserer Redakteurin Franziska Rötzsch
Kita-Kinder besuchen regelmäßig die Musikschule, der Kinderschutzbund bietet Hausaufgabenbetreuung an, die Jugendkunstschule ist an Schulen präsent: drei Beispiele für Biberacher Bildungsprojekte, die es heute schon gibt. Und es sind viele mehr – von privaten und öffentlichen Trägern. Sie alle sollen nun erfasst, bewertet und strukturiert werden – im so genannten kommunalen Bildungsplan.
Anlass für die Erstellung des Bildungsplans ist der Neubau der Realschule. Nicht nur ein neues Gebäude soll entstehen, auch mit Bildungsinhalten will die Stadt sich befassen – um die bessere Abstimmung von Angeboten und um Vernetzung geht es dabei. Unterstützung gibt es vom Bildungsexperten Wolf Kraemer-Mandeau. Er war bereits an den Plänen für das räumliche Bildungszentrum beteiligt und hatte im Auftrag der Stadt einen Bildungsentwicklungsplan erstellt. Die Rolle der Stadtverwaltung, so OB Thomas Fettback: „Es geht darum, eine Plattform zu schaffen.“ Die Stadt biete selbst Angebote – in der Volkshochschule, dem Museum oder der Bücherei etwa – will aber zudem Moderator für alle Beteiligten sein.
Noch steht das Projekt „kommunaler Bildungsplan“ am Anfang, die ersten Schritte sind allerdings bereits getan: Nach Gesprächen mit einzelnen Akteuren in der Bildungs- und Jugendarbeit, gab es ein erstes gemeinsames Treffen. Daran beteiligt: Vertreter der Kindergärten und Schulen, der Kultureinrichtungen und Akteure der Jugendarbeit. „Wir haben alle eingeladen, die etwas mit Kindergärten und Schulen zu tun haben“, sagt Kulturdezernent Jörg Riedlbauer, in dessen Bereich das Projekt angesiedelt ist. „Es ging zunächst um die Frage: Wollen wir diesen Bildungsplan?“
Bei der Antwort, sei man sich einig gewesen, so OB Fettback „Alle sagen: Es ist absolut richtig, diesen Prozess anzugehen.“
In einem nächsten Schritt soll mit Fragebögen erhoben werden, welche Kooperationen von Bildungseinrichtungen mit Schulen und Kindergärten bereits bestehen. Dann sollen Gespräche mit den künftigen Akteuren auf dem Areal des Bildungszentrums und Gespräche mit den Kindergärten und Grundschulen folgen.
Aber schon das Treffen selbst bringe etwas.: „Allein, dass wir eine Plattform für den Gedankenaustausch geschaffen haben, ist schon ein Mehrwert“, sagt Fettback und nennt ein Beispiel: Bei dem Treffen habe Hauptschulrektor Karl Schley erwähnt, dass einige seiner Schüler gerne musizieren würden, es aber für eine eigene Gruppe nicht genügend Teilnehmer seien. Die Schüler könnten, habe daraufhin Realschulrektor Marcus Pfab vorgeschlagen, bei der Bläserklasse der Realschule mitmachen. „Es geht auch darum, solche kleinen Brücken zu schlagen“, sagt Fettback. „Wichtig ist, dass wir uns in Sachen Bildungsplan auf den Weg machen.“
(Erschienen: 24.08.2010 17:25)




































